ai.com startet Plattform für autonome KI-Assistenten
08.02.2026 - 02:00:12KI soll endlich handeln, nicht nur reden: Mit einer neuen Plattform für sogenannte Agentic AI will das Unternehmen ai.com die nächste Evolutionsstufe der Künstlichen Intelligenz für Verbraucher öffnen. Der Dienst, der heute vom CEO des Krypto-Unternehmens Crypto.com, Kris Marszalek, vorgestellt wurde, ermöglicht es Nutzern, persönliche KI-Agenten zu erschaffen, die digitale Aufgaben eigenständig ausführen können. Diese Entwicklung legt nach Ansicht von Experten die Software-Grundlage für die Zukunft der Robotersteuerung im Privatbereich.
Die Einführung ist auf einen prominenten Werbespot während des Super Bowl LX terminiert – ein klares Signal für den massenmarkttauglichen Anspruch. Im Gegensatz zu herkömmlichen KI-Assistenten, die primär auf Fragen antworten, sind die Agenten von ai.com auf Handlungen ausgelegt. Sie können Arbeitsabläufe managen, Termine organisieren, Nachrichten versenden und sogar Aktiengeschäfte im Auftrag des Nutzers tätigen. Dieser Launch markiert einen Wendepunkt im Konsumenten-KI-Sektor, der sich nun auf intelligente Automatisierung konzentriert, die mit minimaler menschlicher Intervention über verschiedene Anwendungen hinweg arbeitet.
Das Herzstück des Angebots ist das Konzept der „Agentic AI“. Es geht einen Schritt über die generativen Modelle hinaus, die bisher das Bild der KI prägten. Agentic AI befähigt Systeme, nicht nur Inhalte zu verstehen und zu erzeugen, sondern auch ihre Umgebung wahrzunehmen, komplexe Probleme zu durchdenken, mehrstufige Pläne zu erstellen und diese zur Erreichung spezifischer Ziele auszuführen. Die neue Plattform soll diese Technologie für technisch nicht versierte Verbraucher zugänglich machen. Ein persönlicher KI-Agent soll innerhalb weniger Minuten erstellt sein.
Passend zum Thema Agentic AI: Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI-Systeme – viele Anbieter riskieren Bußgelder, wenn sie Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten ignorieren. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt Risikoklassen, Kennzeichnungspflichten und Übergangsfristen speziell für Entwickler und Anbieter von KI-Plattformen. Sichern Sie sich jetzt praxisnahe Checklisten, damit Ihr persönlicher KI-Agent rechtssicher bleibt. KI-Verordnung-Leitfaden gratis herunterladen
Der Dienst wird nach einem Freemium-Modell operieren: Ein kostenloser Einstieg steht zur Verfügung, während kostenpflichtige Abo-Stufen für Nutzer mit höheren Ansprüchen und Verarbeitungslimits angeboten werden. Nutzer können laut Unternehmensangaben einen eindeutigen Handle für sich und ihre KI erstellen. Die Vision von CEO Marszalek ist ein riesiges, dezentrales Netzwerk aus Milliarden dieser Agenten, die lernen, sich selbst verbessern und diese Verbesserungen teilen können. Dies könnte die kollektiven Fähigkeiten rasch erweitern und den Weg zur Künstlichen Allgemeinen Intelligenz (AGI) beschleunigen. Der Launch folgt auf den spektakulären Kauf der Domain ai.com, einem der größten Domain-Deals der Geschichte, der das Ausmaß der Investition unterstreicht.
Die Brücke von der digitalen zur physischen Welt
Die unmittelbaren Anwendungen der Agenten liegen im Digitalen, doch die Implikationen für die Consumer-Robotik sind enorm. Branchenanalysten sehen die größte Herausforderung bei persönlichen Robotern nicht in der Hardware, sondern in der Entwicklung einer intelligenten, anpassungsfähigen „Gehirn“-Software. Diese muss komplexe Befehle verstehen und in der unstrukturierten Umgebung eines Haushalts navigieren können. Agentic-AI-Plattformen wie die von ai.com sind genau das: ein Gehirn-als-Service, das eines Tages mit physischer Hardware verbunden werden könnte.
Diese Technologie ist der Schlüssel, damit ein Roboter von vorprogrammierten, repetitiven Bewegungen zu einem echten Helfer wird. Ein Agent könnte etwa den Auftrag erhalten, „die Küche nach dem Abendessen aufzuräumen“. Dazu müsste die KI den Zustand des Raums erfassen, über die vorhandenen Objekte (Teller, Besteck, Essensreste) schlussfolgern, einen Plan formulieren (Teller abkratzen, Spülmaschine einräumen, Arbeitsplatten wischen) und diesen dann durch die Steuerung der Roboterarme ausführen. Die Lern- und Anpassungsfähigkeit dieser Agenten ist entscheidend für den Umgang mit der Variabilität der realen Welt.
Ein heiß umkämpfter Markt formiert sich
Mit ai.com betritt ein neuer Player ein schnell wachsendes und wettbewerbsintensives Feld. Technologiegiganten wie Microsoft, Nvidia und Google investieren massiv in die Entwicklung eigener Agentic-AI-Frameworks für Unternehmen und Verbraucher. Dieser breite Branchentrend bestätigt die Bedeutung der Agentic AI als nächste große Evolutionsstufe – weg von reiner Datenanalyse und Inhaltserstellung hin zu proaktivem Problemlösen.
Die Verfügbarkeit solcher Plattformen gilt als kritischer Enabler für die gesamte Robotikindustrie. Jahrelang überflügelten die physischen Fähigkeiten von Robotern oft ihre kognitiven. Mit leistungsstarken, cloud-basierten Agentic-AI-Diensten können sich Hardware-Entwickler nun auf Mechanik und Design konzentrieren, während komplexe Denk- und Entscheidungsprozesse von einer externen Plattform übernommen werden. Diese Trennung von „Gehirn“ und „Körper“ könnte die Verbreitung nützlicher Roboter in Haushalten und Unternehmen dramatisch beschleunigen.
Die Vision: Der autonome Haushalt
Der heutige Launch ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer Zukunft, in der autonome Agenten viele Aspekte unseres digitalen Lebens verwalten. Zwar steuert der initiale Dienst noch keine Roboter direkt, doch er liefert die essentielle Architektur und benutzerfreundliche Schnittstelle dafür. Das Unternehmen erkundet bereits künftige Integrationen, etwa in Finanzdienstleistungen oder Agenten-Marktplätze.
Experten sehen den nächsten logischen Schritt in der Ausweitung dieser digitalen Agenten in die physische Welt. Wenn die Agentic AI reift, könnte ein Nutzer seinen persönlichen Assistenten beauftragen, online Lebensmittel zu bestellen und anschließend einen Haushaltsroboter anzuweisen, die Lieferung entgegenzunehmen und die Artikel wegzuräumen. Diese nahtlose Integration digitaler und physischer Aufgaben ist das langfristige Versprechen der Technologie. Auch wenn Herausforderungen in puncto Sicherheit und Interaktion mit der realen Welt bleiben, ist der Start einer leistungsfähigen, verbraucherorientierten Agenten-Plattform ein deutlicher Schritt in Richtung des autonomen Zuhauses.
PS: Die EU-KI-Verordnung betrifft nicht nur große Anbieter — auch Verbraucherdienste wie persönliche KI-Agenten müssen Nachweise führen. Unser kompakter Gratis-Leitfaden zeigt konkret, welche Dokumentation, Transparenzpflichten und Nutzerinformationen Sie jetzt bereitstellen sollten, um Fristen und Sanktionen zu vermeiden. Holen Sie sich die Schritt-für-Schritt-Anleitung für Entwickler und Dienstanbieter. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI-Verordnung anfordern


