Agilent 1260 Infinity II LC-System: Arbeitsgerät für anspruchsvolle Labore
13.06.2026 - 08:15:35 | ad-hoc-news.de
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Mit dem 1260 Infinity II LC-System adressiert Agilent Technologies analytische Labore, die im Alltag eine robuste Hochleistungs-Flüssigkeitschromatografie (HPLC) mit guter Datenreproduzierbarkeit und hoher Probenkapazität benötigen. Das System ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich und lässt sich für klassische HPLC ebenso nutzen wie für schnelle Gradientenläufe mit kleineren Partikelgrößen im Bereich der schnellen LC. Laut Hersteller zielt die Plattform vor allem auf Routinelabore in Qualitätskontrolle, pharmazeutischer Entwicklung, Umwelt- und Lebensmittellaboren. Für den deutschsprachigen Markt wird das System über die Agilent-Vertriebsorganisation und autorisierte Fachhändler angeboten.
Was das Agilent 1260 Infinity II LC-System im Laboralltag leisten soll
Kern des 1260 Infinity II LC-Systems ist eine modulare Architektur aus Pumpe, Autosampler, Thermostat und Detektor, die sich je nach Applikation kombinieren lässt. Agilent bietet unter anderem binäre und quaternäre Pumpenmodule, wodurch Anwender entweder schnelle Gradienten mit hoher Mischgenauigkeit oder flexible Mehrkomponenten-Eluentenmischungen realisieren können. Die maximale Betriebsdruckspezifikation liegt je nach gewählter Pumpenkonfiguration typischerweise bei bis zu 600 bar und ermöglicht damit die Nutzung moderner, feinpartikulärer Säulen für höhere Trennleistung im Vergleich zu klassischen HPLC-Systemen älterer Generationen.
Für die Probenaufgabe steht beim 1260 Infinity II LC-System ein Hochleistungs-Autosampler zur Verfügung, der laut Produktunterlagen je nach Variante mehrere Hundert Proben in Standard-Vials aufnehmen kann. Die Injektionspräzision ist auf reproduzierbare Volumina im Mikroliterbereich ausgelegt, was für quantitative Analytik in der pharmazeutischen Qualitätskontrolle oder bei Rückstandsmessungen in Lebensmitteln entscheidend ist. Ergänzt wird dies durch ein Thermostatmodul, das eine konstante Säulentemperatur bereitstellt und so zur Stabilität der Retentionszeiten und zur Verringerung von Matrixeffekten beiträgt.
Bei den Detektoren reicht die Palette von UV/VIS-Detektoren über Diodenarray-Detektoren (DAD) bis hin zu Fluoreszenz- und Brechungsindex-Detektoren. In pharmazeutischen Laboren sind Diodenarray-Detektoren weit verbreitet, weil sie sowohl quantitativen Bereich als auch Spektralinformation zur Peakspezifizierung liefern und damit die Identifikation von Verunreinigungen oder Abbauprodukten unterstützen. Durch den modularen Aufbau können Labore das 1260 Infinity II LC-System mit einem oder mehreren Detektoren ausstatten oder später nachrüsten, falls neue Methoden oder regulatorische Anforderungen hinzukommen.
Die Integration in Labor-IT-Umgebungen erfolgt typischerweise über die Agilent-Softwareplattform OpenLab CDS, die Datenerfassung, Auswertung und Berichterstellung bündelt. Die Kombination aus 1260 Infinity II Hardware und OpenLab CDS ist auf typische GMP- und FDA-Regelwerke zugeschnitten und unterstützt Audit-Trails, Benutzermanagement und elektronische Signaturen. Gerade in regulierten Branchen wie Pharma oder Biotech ist diese Compliance-Orientierung ein entscheidendes Argument für Beschaffungsentscheidungen.
Im Vergleich zu höher positionierten Agilent-LC-Systemen aus der InfinityLab-Serie versteht sich das 1260 Infinity II LC-System als Arbeitspferd für Routineaufgaben, das bewährte Technologie mit moderatem Investitionsvolumen verbindet. Für Labore, die extrem hohe Drücke bis in den UHPLC-Bereich oder maximale Produktivität mit automatisiertem Säulenwechsel benötigen, verweist der Hersteller auf höher angesiedelte Produktlinien. Damit besetzt das 1260 Infinity II LC-System eine Mittelposition: leistungsfähiger als einfache Einsteiger-HPLC, aber bewusst unterhalb der komplexesten High-End-Systeme angesiedelt.
Aus deutscher Anwendersicht ist zudem relevant, dass das System über die globalen Service- und Wartungsstrukturen von Agilent betreut wird. Dazu zählen vorbeugende Wartungsverträge, Qualifizierungsservices (IQ/OQ) und ein Netzwerk geschulter Techniker, was in GMP-Umgebungen für die Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit und die Erfüllung von Audit-Anforderungen wichtig ist. Preise werden üblicherweise im Rahmen individueller Angebote genannt; marktüblich ist eine Konfiguration im Bereich mehrerer zehntausend Euro, abhängig von Pumpenart, Detektoren und Servicepaket.
Im Unternehmensportfolio zählt das 1260 Infinity II LC-System zu den analytischen Instrumenten, mit denen Agilent einen wesentlichen Teil seines Umsatzes im Segment „Life Sciences and Applied Markets“ erzielt. Die breite Installationsbasis ähnlicher LC-Systeme sorgt zusätzlich für laufende Erlöse aus Verbrauchsmaterialien, Wartung und Softwarelizenzen. Die Aktie von Agilent Technologies (US00846U1016) notiert auf Xetra; am 12.06.2026 lag der Kurs nach Daten gängiger Finanzportale im Bereich um 120 Euro je Anteilsschein.
Agilent 1260 Infinity II LC-System im Kurzprofil
- Produkt: Agilent 1260 Infinity II LC-System
- Hersteller: Agilent Technologies
- Kategorie: B2B / Profi-Laborinstrument (HPLC)
- Markteinfuehrung: Infinity II-Generation seit Mitte der 2010er Jahre im Markt
- UVP / Preis: je nach Konfiguration typischerweise mehrere zehntausend Euro (Angebot auf Anfrage)
- Verfuegbarkeit: Direktvertrieb von Agilent und autorisierte Fachhaendler, auch in Deutschland
- Zielgruppe: Pharma-, Biotech-, Umwelt- und Lebensmittellabore, QC- und Routinelabore
- Besonderheit / USP: modulare LC-Plattform mit breitem Pumpen- und Detektorportfolio, ausgelegt auf Routine-HPLC bei gleichzeitig regulatorischer Compliance-Unterstuetzung
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