Agile, One

Agile One startet Europas größte KI-Fabrik in München

05.02.2026 - 21:32:12

Die neue Telekom Industrial AI Cloud bietet europäischen Unternehmen eine leistungsstarke, souveräne Infrastruktur für industrielle KI-Anwendungen. Agile Robots ist ein wichtiger erster Kunde.

Ein humanoider Roboter hat in München symbolisch Europas größte KI-Fabrik in Betrieb genommen. Die Zeremonie markiert den Start der neuen Telekom Industrial AI Cloud – ein Meilenstein für die europäische Technologie-Souveränität.

Symbolischer Startschuss für neue Ära

Mit dem Druck auf den Startknopf durch den humanoiden Roboter Agile One begann diese Woche eine neue Phase der industriellen KI in Europa. Die Veranstaltung im Münchner Tucherpark feierte die Inbetriebnahme der neuen Hochleistungs-Cloud-Infrastruktur, ein Gemeinschaftsprojekt von Deutsche Telekom und NVIDIA.

Für das Münchner Unternehmen Agile Robots, das den Roboter entwickelt hat, ist der Zugang zu dieser Rechenpower entscheidend. Die Firma trainiert darauf die komplexen KI-Modelle für ihre autonomen Systeme. „Dies ist der Beginn von ‚Physical AI‘ – wo intelligente Roboter die physische Welt verstehen und in ihr handeln“, so die Botschaft des Events.

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Industrielle KI aus europäischer Hand

Die neue Anlage ist Europas erste Cloud-Infrastruktur, die speziell für industrielle künstliche Intelligenz entwickelt wurde. Sie bietet europäischen Unternehmen eine leistungsstarke und sichere Alternative zu nicht-europäischen Rechenzentren.

Agile Robots ist einer der ersten und wichtigsten Kunden. Das 2018 als Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestartete Unternehmen hat seinen Hauptsitz und ein großes Forschungszentrum in München. Mit über 1.000 KI- und Robotik-Experten und mehr als 20.000 weltweit installierten Lösungen verdoppelt es jährlich seinen Umsatz.

Der humanoide Kollege für die Fabrikhalle

Der Agile One ist kein Science-Fiction-Produkt, sondern für den praktischen Einsatz konzipiert. Seit seiner Vorstellung im November 2025 ist der 1,74 Meter große und 69 Kilogramm schwere Roboter für Aufgaben wie Materialtransport, Maschinenbedienung und feine Montagearbeiten gedacht.

Seine Stärke: eine der geschicktesten Roboterhände der Welt und eine KI, die mit umfangreichen Industrieldaten trainiert wurde. Kameras und LiDAR-Sensoren erfassen die Umgebung, eine Brustanzeige und ausdrucksstarke „Augen“ sorgen für intuitive Kommunikation mit menschlichen Kollegen. Die Serienproduktion des in Bayern gefertigten Roboters soll noch im Frühjahr 2026 starten.

Wettbewerbsvorteil für Europas Industrie

Die Zusammenarbeit schafft ein leistungsfähiges Ökosystem für die nächste industrielle Revolution. Agile Robots steuert seine gesamte Roboterflotte – von Greifarmen bis zu mobilen Plattformen – über die eigene Software-Plattform AgileCore. Dieser ganzheitliche Ansatz soll vor allem in der Automobil- und Elektronikindustrie neue Effizienzgrade ermöglichen.

Mit der nun verfügbaren Rechenkraft will das Unternehmen die Intelligenz seiner Systeme rasch vorantreiben. Bis 2027 plant Agile Robots, die Produktion des Agile One auf 5.000 bis 10.000 Einheiten pro Jahr hochzufahren. Die Botschaft aus München ist klar: Europa baut seine eigene Infrastruktur für die smarte Fabrik der Zukunft.

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