AFLAC Inc., US0010551028

AFLAC-Aktie: Warum der US-Versicherer jetzt auf deutschen Anleger-Radar gehört

18.02.2026 - 08:53:01 | ad-hoc-news.de

Ein US-Versicherer, der leise Milliarden verdient, Aktien zurückkauft und Dividenden erhöht – aber in Deutschland fast niemandem auffällt. Was steckt hinter der AFLAC-Aktie, und lohnt sich jetzt der Blick für DAX-Anleger?

Bottom Line zuerst: AFLAC Inc., einer der größten Anbieter von Zusatzversicherungen in den USA und Japan, liefert starke Zahlen, erhöht kontinuierlich die Dividende und kauft aggressiv eigene Aktien zurück – und bleibt doch auf den Watchlists vieler deutscher Anleger unter dem Radar. Für Investoren, die auf stabile Cashflows in einem volatilen Markt setzen, könnte genau hier eine Chance liegen.

In diesem Artikel lesen Sie, warum die Aktie mit der ISIN US0010551028 trotz solider Fundamentaldaten vergleichsweise moderat bewertet ist, wie sie sich zuletzt entwickelt hat und was das konkret für Ihr Depot in Deutschland bedeutet. Was Sie jetzt wissen müssen...

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

AFLAC ist im S&P 500 gelistet und wird an der NYSE gehandelt, ist aber über gängige Handelsplattformen wie Xetra-Partnerbanken, Trade Republic, Scalable Capital oder die meisten Sparkassen- und Volksbanken-Depots problemlos auch für deutsche Privatanleger handelbar. Die Aktie profitiert von zwei starken Anker-Märkten: den USA und Japan, wo AFLAC im Bereich Krebs- und Zusatzversicherungen eine dominante Stellung hat.

In den jüngsten Quartals- und Jahreszahlen zeigte das Unternehmen robuste Prämieneinnahmen, eine solide Combined Ratio und einen anhaltend hohen Free Cashflow. Parallel dazu läuft ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, das den Gewinn je Aktie zusätzlich stützt – ein Punkt, der bei Value-orientierten Investoren in Deutschland auf besonderes Interesse stößt.

Kennzahl Aktueller Stand / Tendenz* Einordnung für Anleger in Deutschland
Marktkapitalisierung Großer Mid- bis Large Cap (mehrere 10 Mrd. USD) Ausreichend Liquidität, enge Spreads, für Institutionelle und Privatanleger geeignet.
Dividendenrendite Attraktiv im Vergleich zum DAX-Durchschnitt Interessant für Einkommensinvestoren als Ergänzung zu deutschen Dividendenwerten.
Ausschüttungshistorie Mehrere Jahrzehnte steigende Dividenden Profil ähnlich typischen US-Dividendenaristokraten, stabiler Cashflow.
Bewertung (KGV, Kurs/Buch) Im Bereich bzw. leicht unter Branchenschnitt Eher Value- als Momentum-Story, mögliche Unterbewertung relativ zum Geschäftsmodell.
Aktienrückkäufe Signifikante laufende Programme Stützt den Gewinn je Aktie und kann Kursrückgänge abfedern.
Regionale Abhängigkeit USA & Japan als Kernmärkte Bietet Diversifikation weg von Euro-Risiken, aber mit Währungsrisiko USD/JPY gegenüber EUR.

*Konkrete Tageskurse und exakte Kennzahlen bitte stets in Echtzeit bei Ihrem Broker oder Finanzportal (z.B. finanzen.net, Reuters, Bloomberg) prüfen.

Warum ist das für deutsche Anleger spannend? Zum einen korreliert die AFLAC-Aktie nicht eins zu eins mit dem DAX – sie hängt stärker an US-Finanz- und asiatischen Märkten. Damit kann sie das Risiko eines typisch europalastigen Depots senken. Zum anderen liefern Versicherer in einem Umfeld höherer Zinsen naturgemäß bessere Erträge aus ihren Anlageportfolios.

Genau hier liegt ein Hebel, den viele deutsche Privatinvestoren unterschätzen: Steigende oder stabile US-Zinsen können die Ertragslage von AFLAC verbessern, während europäische Banken und Versicherer zusätzlich mit Regulierung und schwächerem Wachstum im Euroraum kämpfen. Wer heute schon breit in DAX-Werten wie Allianz oder Munich Re investiert ist, kann mit AFLAC ein Stück internationale Versicherungsdiversifikation ins Depot holen.

Risiken dürfen Sie dabei aber nicht ausblenden:

  • Ein großer Teil des Geschäfts hängt am japanischen Markt – Änderungen in Regulierung oder Demografie können das Wachstum bremsen.
  • Währungsrisiken: Notiert wird in US-Dollar, verdient wird in USD und JPY, bilanziert in USD – Ihr Depot in Deutschland läuft in Euro.
  • Regulatorische Eingriffe im Versicherungs- und Gesundheitswesen (vor allem in den USA) könnten Geschäftsmodelle verändern.

Unterm Strich zeigt der Kursverlauf der vergangenen Jahre: AFLAC ist weniger eine Highflyer-Momentum-Aktie wie US-Tech-Werte, sondern ein defensiver Cashflow-Titel, der über Dividenden und Rückkäufe langfristig Rendite bringt. Rücksetzer im Kurs waren bisher eher Chancen für langfristig orientierte Investoren – vorausgesetzt, man hält das Währungsrisiko aus.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Ein Blick auf die Analystenseite zeigt: Große Häuser aus den USA und Europa führen AFLAC überwiegend mit neutralen bis leicht positiven Einschätzungen. Die Spanne der Kursziele liegt typischerweise moderat über dem aktuellen Kursniveau und spiegelt die Sicht auf AFLAC als soliden, aber nicht spektakulären Wachstumswert wider.

Institut Rating-Tendenz* Kommentar für Anleger
US-Großbanken (z.B. JPMorgan, Morgan Stanley) Überwiegend "Neutral" bis "Overweight" Solider Versicherungswert, begrenztes, aber verlässliches Upside.
Europäische Häuser (inkl. deutsche Research-Abteilungen) Eher "Halten" mit leicht positivem Ausblick Geeignet als defensiver Baustein im internationalen Finanzsektor.
Konsens laut Finanzportalen Leichter Überhang an Kauf- gegenüber Verkaufsempfehlungen Markt erwartet keine Revolution, aber stabile Wertentwicklung plus Dividende.

*Konkrete Einzelstudien, exakte Kursziele und Aktualität bitte direkt bei Quellen wie Reuters, Bloomberg, finanzen.net oder Ihrer Bank einsehen. Ratings ändern sich dynamisch mit neuen Quartalszahlen.

Für deutsche Anleger besonders wichtig: Viele Research-Häuser betonen die Rolle der Dividende und der Kapitalrückführung (Rückkäufe) als zentralen Renditetreiber. In einer Zeit, in der Wachstumsstories aus dem Tech-Sektor bereits hoch bewertet sind, sehen Analysten in AFLAC eher den Charakter eines defensiven „Cash-Maschinen-Titels“ mit moderatem Bewertungsrisiko.

Wer aus Deutschland in AFLAC investiert, sollte das Papier deshalb nicht als kurzfristigen Zock verstehen, sondern als strategische Beimischung: Versicherungssektor + US-/Japan-Exposure + Dividendenstory. Entscheidend ist, ob diese Kombination in Ihre persönliche Allokation und Ihr Risikoprofil passt.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Anlageberatung. Aktieninvestments – auch in etablierte Versicherer wie AFLAC Inc. – sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Prüfen Sie vor einer Entscheidung stets aktuelle Kurse, Kennzahlen und Ihre persönliche Risikotragfähigkeit oder sprechen Sie mit einem professionellen Berater.

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