AEVIS VICTORIA SA Aktie: Infracore geht an die Börse
16.06.2026 - 08:53:33 | boerse-global.deEine Beteiligung macht den nächsten großen Schritt — und das kommt AEVIS VICTORIA direkt zugute. Die Tochtergesellschaft Infracore, Spezialist für Schweizer Spitalimmobilien, hat heute ihre Absicht bekanntgegeben, an der SIX Swiss Exchange zu kotieren. AEVIS selbst begrüßt den Schritt per Ad-hoc-Mitteilung als Teil der eigenen Transformation zur Investmentgesellschaft.
Was das IPO für AEVIS bedeutet
AEVIS hält rund 30 Prozent an Infracore — direkt und indirekt — und beabsichtigt, diesen Anteil vollständig zu behalten. Kein Verkauf, kein Abbau. Das Unternehmen betrachtet Infracore als langfristige, strategische Investition. Der Börsengang schafft allerdings etwas, das AEVIS bislang fehlte: einen transparenten Marktwert für diese Beteiligung. Wer AEVIS-Aktien hält, bekommt künftig eine klarer ablesbare Bewertungsgrundlage für einen wichtigen Portfolio-Baustein.
Für Infracore selbst ist das IPO primär eine Kapitalmaßnahme. Der angestrebte Bruttoerlös liegt bei rund 200 Millionen Franken aus neu ausgegebenen Aktien. Der Nettoerlös soll vor allem die Sale-and-Leaseback-Pipeline finanzieren sowie ein Aktionärsdarlehen von rund 55,1 Millionen Franken zurückzahlen. Verkaufender Aktionär im Angebot ist MPT Switzerland Holding, eine Tochter des US-amerikanischen Healthcare-REIT Medical Properties Trust — nicht AEVIS.
Infracore: Was hinter der Beteiligung steckt
Das Portfolio umfasst 47 Spitalimmobilien an 19 Standorten mit einer Gesamtmietfläche von über 220.000 Quadratmetern und einem Wert von rund 1,4 Milliarden Franken. Die Leerstandsquote lag Ende 2025 bei 1,3 Prozent, die gewichtete durchschnittliche Mietvertragslaufzeit bei 28,7 Jahren. Hauptmieterin ist Swiss Medical Network — ebenfalls eine AEVIS-Beteiligung — die zuletzt knapp 90 Prozent der Mieterträge beisteuerte.
Das Wachstumsmodell basiert auf Sale-and-Leaseback: Schweizer Spitäler stehen zunehmend unter Finanzierungsdruck und verkaufen ihre Immobilien an Infracore, um anschließend als Mieter weiterzuoperieren. Die im März 2026 angekündigte Partnerschaft mit dem See-Spital in Horgen illustriert genau diesen Trend. Infracore plant, mittelfristig mehr als 300 Millionen Franken für Akquisitionen einzusetzen.
Zwei Cornerstone-Investoren haben bereits Commitments in Höhe von zusammen 75 bis 80 Millionen Franken zugesagt: Cohen & Steers und die Swiss Finance & Property Group. Das gibt dem IPO eine solide Ausgangsbasis — auch wenn der finale Preis und der genaue Zeitplan noch offen sind.
Transformation als roter Faden
AEVIS verfolgt seit einiger Zeit den Umbau vom operativen Gesundheitskonzern zur transparenten Investmentgesellschaft. Infracore an die Börse zu bringen ist ein konkreter Schritt auf diesem Weg — das Portfolio wird sichtbarer, der innere Wert besser einschätzbar. Ob das Infracore-IPO tatsächlich zu einer Neubewertung von AEVIS führt, hängt maßgeblich davon ab, zu welchem Preis die Kotierung letztlich erfolgt. Je nach Marktbedingungen soll das in den kommenden Wochen geschehen.
AEVIS VICTORIA SA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AEVIS VICTORIA SA-Analyse vom 16. Juni liefert die Antwort:
Die neusten AEVIS VICTORIA SA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AEVIS VICTORIA SA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AEVIS VICTORIA SA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
