AeroVironment, Aktie

AeroVironment Aktie: 500-Millionen-Vertrag mit US-Armee

04.07.2026 - 02:54:33 | boerse-global.de

AeroVironment erhält einen 500-Millionen-Dollar-Auftrag zur Drohnenabwehr und übertrifft mit Rekordzahlen die Analystenerwartungen deutlich.

AeroVironment Aktie: 500-Mio-Deal und Rekordquartal beflügeln Kurs
AeroVironment - Abstrakte Darstellung des Verteidigungs- und Luftfahrtsektors, die strategisches Wachstum und sichere Verträge symbolisiert. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

AeroVironment meldet sich eindrucksvoll zurück. Nach einer volatilen Phase katapultieren ein massiver Auftrag der US-Armee und starke Quartalszahlen das Papier nach oben. Allein in den vergangenen sieben Tagen kletterte der Kurs um fast 41 Prozent.

Rekordquartal pulverisiert Erwartungen

Der Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg auf 641,6 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 133 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit übertraf der Rüstungskonzern die Analystenschätzungen deutlich.

Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 1,84 Dollar. Erwartet wurden am Markt lediglich 1,47 Dollar. Über das gesamte Geschäftsjahr hinweg erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund zwei Milliarden Dollar.

US-Großauftrag für Drohnenabwehr

Das US Army Contracting Command hat AeroVironment einen Festpreisvertrag über 500 Millionen Dollar erteilt. Die Vereinbarung läuft bis Juni 2029. Sie umfasst die Lieferung von Systemen zur Abwehr unbemannter Flugzeuge.

Zum Paket gehören unter anderem Titan-Störsender, die in weniger als fünf Minuten einsatzbereit sind. Hinzu kommt der LOCUST X3 Laser. Dieses System schaltet Ziele mit Energiekosten von weniger als fünf Dollar pro Schuss aus.

Zusätzlich liefert das Unternehmen kinetische Abfangjäger. Diese verfolgen und zerstören physisch feindliche Drohnen verschiedener Größenklassen. Der Auftrag deckt finanziell etwa ein Viertel des vergangenen Jahresumsatzes ab.

Volle Auftragsbücher und hohe Investitionen

AeroVironment startet mit einem Rekord-Bestand in das neue Jahr. Die finanzierten Aufträge kletterten um 65 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz liegt aktuell bei 1,4.

Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet der Vorstand mit einem Umsatz zwischen 2,125 und 2,225 Milliarden Dollar. Massive Investitionen in die Produktion dürften jedoch den freien Cashflow belasten. Geplant sind Ausgaben in Höhe von bis zu 14 Prozent des Umsatzes.

Das Werk in Salt Lake City soll massiv ausgebaut werden. Ziel ist eine jährliche Kapazität für Switchblade-Drohnen im Wert von über zwei Milliarden Dollar. Parallel dazu belastet eine laufende Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs die Stimmung, für die Anleger bis zum 27. Juli 2026 Ansprüche anmelden können.

Der Schlusskurs am Freitag lag bei 169,00 Euro. Damit notiert die Aktie rund zwölf Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Dennoch bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 354,30 Euro mit über 50 Prozent erheblich.

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