Adobe, Allyant

Adobe und Allyant: KI revolutioniert barrierefreie PDFs

24.01.2026 - 07:31:12

Neue KI-Tools von Adobe und Spezialfirmen automatisieren die Aufbereitung von Dokumenten für Barrierefreiheit, getrieben durch verschärfte EU- und US-Gesetze.

KI-Tools von Adobe und Allyant machen Millionen unleserlicher PDF-Dateien endlich zugänglich. Der Druck durch neue EU- und US-Gesetze treibt die Innovation voran.

Software-Riesen und Spezialfirmen setzen künstliche Intelligenz ein, um eines der hartnäckigsten Probleme des Internets zu lösen: den unzugänglichen PDF. Neue Tools generieren automatisch Bildbeschreibungen und korrigieren Dokumentenstrukturen – und das just zu dem Zeitpunkt, an dem weltweit verschärfte Barrierefreiheits-Gesetze in Kraft treten.

Marktführer Adobe setzt auf generative KI

Der Software-Gigant hat seine Acrobat AI Assistant deutlich erweitert. Seit dem 21. Januar 2026 kann die KI nicht nur Dokumente zusammenfassen und Fragen zum Inhalt beantworten. Sie reformatiert Informationen auch in Präsentationen oder sogar Audio-Podcasts. Diese Fähigkeit, Dokumentinhalte zu verstehen und neu zu strukturieren, legt das Fundament für fortschrittliche Barrierefreiheits-Funktionen.

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Viele PDF-Programme wirken überladen, sodass wichtige Barrierefreiheitsfunktionen übersehen werden. Ein kostenloses Adobe Acrobat Reader Startpaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie den Reader sicher installieren, kostenlose Funktionen zum Kommentieren, Markieren und einfachen Bearbeiten nutzen und teure Fehlklicks vermeiden. Der Report zeigt außerdem, welche Einstellungen Barrierefreiheit konkret verbessern. Ideal für Einsteiger und Teams, die PDFs zugänglicher machen möchten – ohne IT-Vorkenntnisse. Adobe Acrobat Startpaket jetzt herunterladen

„Der Fokus liegt auf intelligenter Dokumentenverarbeitung, bei der Zugänglichkeit integraler Bestandteil wird – und kein lästiger Nachgedanke“, erklärt ein Branchenkenner. Der Assistent ist jetzt in allen Acrobat-Versionen für Desktop, Web und Mobilgeräte integriert. Nutzer können per Sprachbefehl Text ändern, Bilder austauschen und das Format anpassen. Das automatisiert bisher mühsame manuelle Arbeit.

Spezialisten lösen das Kernproblem: Alt-Text

Während Großkonzerne wie Adobe breite Produktivitätsfeatures entwickeln, gehen Spezialfirmen wie Allyant technisch in die Tiefe. Das Unternehmen lancierte bereits im Juli 2025 eine KI-gestützte Webversion seiner CommonLook PDF-Software. Diese Plattform adressiert direkt die Alt-Text-Herausforderung.

Das korrekte „Taggen“ von Überschriften, Absätzen, Tabellen und Bildern ist essenziell, damit Screenreader den Inhalt richtig vorlesen können. Bisher war das manuelle Hinzufügen dieser Tags und das Schreiben von Bildbeschreibungen für jede Grafik ein enormer Aufwand. Allyants Tool automatisiert diesen Prozess weitgehend. Es bietet sowohl einen vereinfachten Editor für Einsteiger als auch ein Profi-Werkzeug für Accessibility-Experten. So können Organisationen ihren Rückstand an unzugänglichen Dokumenten schneller aufarbeiten und Compliance-Standards erfüllen.

Gesetzlicher Druck macht KI-Lösungen unverzichtbar

Die rasante Innovation wird durch verschärfte gesetzliche Vorgaben angetrieben. In den USA hat das Justizministerium Fristen für 2026 und 2027 gesetzt. Bis dahin müssen staatliche und lokale Behörden ihre digitalen Kommunikationsmittel – inklusive PDFs – barrierefrei gestalten. In der EU verlangt der European Accessibility Act (EAA) von Unternehmen, ihre digitalen Produkte und Dienstleistungen zugänglich zu machen.

Das Ausmaß des Problems ist gewaltig. Schätzungen zufolge sind über 90 Prozent aller Web-PDFs für Menschen mit Behinderungen nicht vollständig nutzbar. Diese digitale Kluft verhindert den gleichberechtigten Zugang zu Informationen in Bildung, Gesundheitswesen und Behörden. KI-gestützte Automatisierung gilt für viele Organisationen als einziger praktikabler Weg, die Masse bestehender Dokumente zu bewältigen und Barrierefreiheit in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren.

Zwei Wege führen zum barrierefreien Dokument

Der Markt entwickelt sich aktuell zweigleisig. Große Player wie Adobe integrieren generative KI, um die allgemeine Produktivität und Nutzerinteraktion mit Dokumenten zu steigern. Ihr Fokus liegt darauf, Inhalte für breite Geschäftszwecke umzuwandeln. Spezialisierte Accessibility-Firmen setzen gezielte KI ein, um die komplexen, compliance-getriebenen Herausforderungen der Nachrüstung zu lösen – wie automatisches Taggen und Alt-Text-Generierung.

Diese Aufgabenteilung kommt dem gesamten Ökosystem zugute. Während breite KI-Tools Dokumentinhalte fluid und maschinenlesbarer machen, steigt das Potenzial für automatisierte Barrierefreiheits-Checks. Gleichzeitig liefern spezialisierte Nachrüst-Tools die präzisen Lösungen, die für strenge Standards wie die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) nötig sind. Das Ziel ist eine Zukunft, in der Dokumente von vornherein barrierefrei entstehen – mit KI als Assistenten für die Ersteller.

KI als Werkzeug, nicht als Ersatz

Experten sehen 2026 als entscheidendes Jahr für die Rolle der KI in der digitalen Barrierefreiheit. Die Technologie wird ein unverzichtbares Werkzeug, kann aber menschliche Expertise nicht ersetzen. Der Konsens unter Profis: KI kann einen Großteil der repetitiven Arbeit übernehmen, etwa Bilder identifizieren, die Alt-Text benötigen, oder erste Struktur-Tags anwenden.

Menschliche Kontrolle bleibt jedoch entscheidend für die Qualität und kontextuelle Genauigkeit – besonders bei komplexen Bildern wie Diagrammen oder Charts. Der effektivste Ansatz ist ein Hybrid-Modell: Die KI verarbeitet Dokumente schnell in großem Maßstab, markiert Probleme und führt erste Korrekturen durch. Anschließend überprüft ein geschulter Accessibility-Experte das Ergebnis. Diese Kombination aus maschineller Effizienz und menschlichem Urteilsvermögen soll den riesigen Berg unzugänglicher PDFs endlich abtragen und die digitale Welt inklusiver machen.

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