Adobe: Mizuho senkt auf neutral
28.04.2026 - 18:57:55 | boerse-global.deAdobe galt lange als unantastbar. Aktuell kämpft der Software-Riese jedoch an mehreren Fronten. Die Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz wächst. Parallel dazu belastet eine ungelöste Nachfolge an der Unternehmensspitze den Aktienkurs.
Analysten sehen Margen in Gefahr
Die Investmentbank Mizuho hat die Reißleine gezogen. Die Analysten senkten ihr Votum von "Outperform" auf "Neutral". Das Kursziel sinkt von 315 auf 270 US-Dollar. Als Grund nennen die Experten den verschärften Wettbewerb. Ferner fürchten sie teure Zukäufe, die die Gewinnmargen belasten könnten.
Die Börse reagiert nervös. Die Aktie notiert aktuell bei rund 207 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 27 Prozent. Damit bewegt sich das Papier gefährlich nahe an seinem 52-Wochen-Tief.
Führungswechsel trifft auf KI-Konkurrenz
Erschwerend kommt ein Vakuum im Management hinzu. Im März kündigte CEO Shantanu Narayen seinen Rückzug an. Der Verwaltungsrat prüft derzeit interne und externe Kandidaten. Bis eine Entscheidung fällt, fehlt dem Konzern in einer kritischen Phase eine klare Richtung.
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Operativ versucht Adobe den Anschluss zu halten. Das Unternehmen präsentierte kürzlich neue KI-Werkzeuge wie den Firefly-Assistenten. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um zwölf Prozent. Allerdings verfehlte das wichtige Neugeschäft im Bereich Digital Media die Analystenerwartungen deutlich.
Milliarden-Rückkauf stützt den Kurs kaum
Um die Anleger zu beruhigen, greift der Vorstand zu bewährten Mitteln. Ende April genehmigte der Verwaltungsrat ein neues Aktienrückkaufprogramm. Adobe darf bis zum Jahr 2030 eigene Papiere für bis zu 25 Milliarden US-Dollar erwerben.
Bislang verpufft diese Ankündigung am Markt. Kein Wunder. Die Angst vor obsoleten Software-Produkten überwiegt bei vielen Investoren.
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Im Juni stehen die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal an. Dann muss Adobe beweisen, dass die neuen KI-Funktionen zahlende Kunden anziehen. Gelingt das nicht, droht ein weiterer Test der Unterstützungslinie beim bisherigen Jahrestief.
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