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Adobe Acrobat Sign: Sicherheits-Update und neue Formular-Funktionen

07.01.2026 - 10:52:11

Adobe startet 2026 mit einem kritischen Sicherheitsupdate für SSL-Zertifikate und kündigt neue Funktionen wie gruppierte Checkboxen für komplexe Formulare an, die ab Februar verfügbar sein sollen.

Adobe Acrobat Sign startet mit einem doppelten Update ins neue Jahr. Während ein kritisches Sicherheits-Update die Vertrauenskette erneuert, zeigt eine Vorschau-Version erstmals neue Funktionen für komplexe Formulare.

Das Update für die SSL-Zertifikate am 7. Januar ist ein routinemäßiger, aber wichtiger Schritt, um die verschlüsselte Datenübertragung zum Cloud-Dienst abzusichern. Für Unternehmen mit automatisierten Workflows oder strikten Firewall-Regeln ist die Aktualisierung der Vertrauensspeicher entscheidend, um Verbindungsabbrüche zu vermeiden. Der Schritt folgt einem Branchentrend: Die Lebensdauer von Sicherheitszertifikaten wird immer kürzer, um Angriffsflächen zu verringern. Ab März 2026 dürfen öffentliche Zertifikate voraussichtlich nur noch 200 statt bisher 398 Tage gültig sein.

Sandbox-Vorschau: Gruppierte Checkboxen und Fehlerbehebung

Einen Tag vor dem Sicherheits-Update, am 6. Januar, spielte Adobe eine neue Version in die Sandbox-Umgebung ein. Diese Testumgebung gibt einen Vorgeschmack auf Features, die voraussichtlich am 3. Februar 2026 live gehen.

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Ein Highlight sind „Gruppierte Checkboxen“ in der modernen Dokumentenerstellung. Absender können damit Validierungsregeln für mehrere Checkboxen festlegen – zum Beispiel, dass ein Unterzeichner „genau“, „mindestens“ oder „höchstens“ eine bestimmte Anzahl an Optionen auswählen muss. Diese Funktion war ein lang gehegter Wunsch von Unternehmen, die komplexe Formulare für Compliance oder rechtliche Dokumente nutzen.

Zudem behebt das Update ein Darstellungsproblem: PDFs mit der Schriftart Helvetica 12 werden nun in der Sandbox genauso gerendert wie in der Live-Umgebung. Diese Konsistenz ist für die verbindliche Optik von Verträgen essenziell.

Strategischer Wechsel zur eigenen PDF-Technologie

Im Hintergrund vollzieht Adobe einen strategischen Infrastruktur-Wechsel. Das Unternehmen migriert Kunden schrittweise auf eine hauseigene PDF-Verarbeitungstechnologie. Ziel ist es, Abhängigkeiten von externen Anbietern zu reduzieren und die Skalierbarkeit zu stärken.

Der Übergang begann bereits mit früheren Updates. Einige Kunden mit besonders individuellen Vorlagen hatten anfangs Kompatibilitätsprobleme. Für sie bot Adobe temporär eine alternative Konfiguration an. Bis Mitte 2026 sollen aber alle Nutzer auf die einheitliche Adobe-PDF-Engine umgestellt sein. Diese Konsolidierung verspricht langfristig schnellere Verarbeitung und ein konsistenteres Verhalten in der gesamten Acrobat-Welt.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Für Administratoren beginnt nun eine wichtige Testphase. Die vier Wochen bis zum Live-Gang am 3. Februar sollten genutzt werden, um kritische Workflows in der Sandbox zu prüfen. Besonders betroffen sind automatisierte Prozesse (APIs) und komplexe Formulare mit der neuen Checkbox-Logik.

Gleichzeitig ist die Branche im Wandel. Die bevorstehende Verkürzung der Zertifikats-Laufzeiten auf 200 Tage zwingt IT-Abteilungen zu agilerem Sicherheitsmanagement. Manuelle Prozesse reichen nicht mehr aus. Unternehmen sollten ihre Integrationen überprüfen und auf automatisierte Verwaltung setzen.

Die aktuellen Updates zeigen: Adobes Roadmap für 2026 setzt klar auf zwei Schwerpunkte: die kontinuierliche Härtung der Sicherheitsinfrastruktur und die funktionale Verfeinerung der Plattform für professionelle Anwender.

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