Adidas AG, DE000A1EWWW0

Adidas-Aktie vor spannendem Neustart: Was Anleger jetzt prüfen müssen

13.02.2026 - 23:29:59

Adidas überrascht mit starkem Comeback, doch die Bewertung ist ambitioniert. Wie groß ist das Restpotenzial – und wo lauern die Risiken für DAX-Anleger? Die wichtigsten Zahlen, Analystenstimmen und Szenarien im Check.

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Adidas meldet sich eindrucksvoll zurück – doch die Aktie ist nach der Rally hoch bewertet. Was bedeutet das für deutsche Privatanleger, die im DAX engagiert sind oder einen Einstieg in die Adidas AG prüfen? Was Sie jetzt wissen müssen: Woher der neue Optimismus kommt, wie realistisch die Gewinnziele sind und ab welchem Niveau das Chance-Risiko-Verhältnis kippt.

Im Fokus stehen vor allem drei Fragen: Wie nachhaltig ist das Wachstum im Kerngeschäft, wie stark wirken sich die Margenverbesserungen auf den Gewinn je Aktie aus – und was preist der Markt bereits ein? Wer heute kauft, zahlt einen satten Aufschlag auf die Ertragskraft der nächsten Jahre. Für Anleger in Deutschland ist damit klar: Stock-Picking statt DAX-Blindflug, denn Adidas kann das Gesamtdepot spürbar bewegen.

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

Die Adidas-Aktie (ISIN DE000A1EWWW0) zählt zu den volatileren Schwergewichten im DAX. Nach einem tiefen Einbruch in den vergangenen Jahren, ausgelöst durch schwache China-Umsätze, Lieferkettenprobleme, den Abbruch der Yeezy-Kooperation und Margendruck, hat der Titel zuletzt deutlich angezogen. Der Markt setzt wieder auf ein profitables Wachstum und eine operative Trendwende.

Treiber der jüngsten Kursentwicklung waren vor allem:

  • Bessere als erwartete Quartalszahlen mit Anzeichen einer Margenstabilisierung
  • Fortschritte beim Abbau der Yeezy-Bestände und klarere Sicht auf Einmalbelastungen
  • Positive Signale aus Nordamerika und EMEA, während China sich langsam erholt
  • Kostendisziplin und ein schärferer Fokus auf margenstärkere Produktsegmente

Für deutsche Anleger ist wichtig: Adidas ist ein Kernwert im DAX und damit direkter Performance-Treiber vieler ETF- und Zertifikate-Depots. Kommt Adidas in Fahrt, profitieren nicht nur Direktanleger, sondern auch alle, die über DAX-ETFs oder gemanagte Deutschlandfonds investiert sind. Umgekehrt erhöht die hohe Bewertung die Fallhöhe bei Enttäuschungen.

Die grobe Ausgangslage (vereinfachte Darstellung auf Basis öffentlich zugänglicher Finanzportale und Analystenschätzungen):

Kennzahl Adidas AG Einordnung für Anleger
Index-Zugehörigkeit DAX (Deutschland) Starker Einfluss auf deutsche Indizes und ETFs
Branche Sportartikel, Bekleidung, Schuhe Zyklischer Konsum, abhängig von Kauflaune und Modetrends
Geschäftsregionen Europa, Nordamerika, Asien (inkl. China), global Breite Diversifikation, aber erhöhtes China-Risiko
Bewertung (KGV, forward) Ambitioniert im Branchenvergleich Hohe Erwartungen an künftiges Gewinnwachstum eingepreist
Dividendenpolitik Wiederaufnahme der Ausschüttung nach Krisenphase Interessant für Einkommensinvestoren, aber kein klassischer Dividendenwert

Der entscheidende Punkt: Die Börse handelt die Zukunft, nicht die Vergangenheit. Viele Belastungen der letzten Jahre sind bereits bekannt und bilanziell weitgehend verarbeitet. Die Frage lautet daher: Gelingt Adidas ein profitables Wachstum zurück auf das alte Ertragsniveau – oder hat sich das Marktumfeld strukturell verschlechtert?

Makroökonomisch spielt deutschen Anlegern in die Karten, dass Inflation und Lieferkettenprobleme spürbar nachlassen, während die Kaufkraft in den Kernmärkten langsam zurückkehrt. Gleichzeitig verschärft sich jedoch der Wettbewerbsdruck – nicht nur durch Nike, sondern auch durch schnell wachsende Marken im Performance- und Lifestyle-Segment sowie starke Eigenmarken des Handels.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Wer die Adidas-Aktie im Depot hat oder einen Einstieg in Erwägung zieht, sollte sich die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate nüchtern vor Augen führen. Auf Basis der Schlusskurse aus frei zugänglichen Kursdaten (u. a. große Finanzportale) ergibt sich für die Aktie in Euro eine deutliche Outperformance gegenüber dem DAX.

Vereinfacht dargestellt: Angenommen, die Adidas-Aktie lag vor rund einem Jahr im Bereich von grob 160 € und notiert aktuell spürbar höher, dann hätte ein Einsatz von 5.000 € zu damals etwa 31 bis 32 Aktien gereicht. Jeder Anstieg von 10 € pro Aktie entspricht damit bereits rund 320 € Buchgewinn. Nach der kräftigen Erholung ist das Plus auf Jahressicht deutlich, während der DAX im selben Zeitraum „nur“ moderat zugelegt hat.

Für Anleger bedeutet das zweierlei:

  • Langfristige Halter, die die Schwächephase ausgesessen haben, sehen endlich wieder grüne Zahlen – emotionale Verkaufsschwellen rücken näher.
  • Neuinvestoren steigen nicht mehr zum Schnäppchenkurs ein, sondern zahlen eine Prämie für den Turnaround – der Sicherheitspuffer („Margin of Safety“) ist geschrumpft.

Wer jetzt frisch einsteigt, sollte sich bewusst machen: Ein großer Teil der Erholung ist gelaufen. Künftige Rendite kommt primär aus weiter wachsenden Gewinnen und konsequenter Strategieumsetzung – nicht mehr aus dem reinen Rebound nach einem Crash.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Ein Blick auf aktuelle Analysteneinschätzungen zeigt ein klares Bild: Die Mehrheit der Häuser ist konstruktiv, aber nicht euphorisch. Nach der starken Rally wurden mehrere Kursziele angehoben, zugleich warnen einige Research-Abteilungen vor der inzwischen ambitionierten Bewertung.

Stark vereinfachte und zusammengefasste Markttendenzen aus internationalen Investmentbanken und deutschen Häusern (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Analysten-Tendenz Bewertung Implizite Botschaft
Große US-Investmentbanken (z. B. Goldman, JP Morgan) Überwiegend "Kaufen" bzw. "Overweight" mit angepassten, teils erhöhten Kurszielen Turnaround wird grundsätzlich zugetraut, Fokus auf Margensteigerung und Markenstärke
Deutsche Institute (z. B. Deutsche Bank, Commerzbank) Von "Halten" bis "Kaufen", Kursziele meist moderat über aktuellem Kurs Chancen vorhanden, aber Bewertung verlangt weitere operative Beweise
Unabhängige Research-Häuser Gemischtes Bild, einige stufen nach Rally auf "Halten" zurück Kurspotenzial begrenzt, wenn Wachstum oder China-Erholung hinter Erwartungen zurückbleiben

Für Anleger in Deutschland sind vor allem drei Punkte entscheidend, die sich aus den Analysten-Studien ablesen lassen:

  • Marge vor Umsatz: Die Profitabilität steht im Mittelpunkt. Analysten verzeihen kurzfristige Umsatzschwankungen, solange Bruttomarge und EBIT-Marge sich verbessern.
  • China ist der Hebel: Eine nachhaltige Erholung im chinesischen Geschäft könnte das Gewinnprofil deutlich verbessern – bleibt sie aus, sind viele Kursziele zu optimistisch.
  • Bewertung unter Beobachtung: Bei jeder neuen Quartalszahl wird die Frage lauter, ob Adidas das „Wachstumsversprechen“ rechtfertigt. Enttäuschungen werden härter bestraft als in der Tiefphase.

Pragmatische Schlussfolgerung für Privatanleger:

  • Trader achten stärker auf Quartalstermine, Charttechnik und kurzfristige Sentimentwechsel.
  • Langfristige Investoren sollten Geschäftsbericht, Kapitalmarktpräsentationen und Aussagen des Managements genau lesen – insbesondere zu Margenzielen, Lagerbeständen und regionaler Entwicklung.
  • DAX-ETF-Anleger sollten wissen, dass Adidas im Index ein relevanter Performance-Treiber bleibt – positiv wie negativ.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Rohstoffe wie Gold, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Auch vermeintlich sichere Häfen können volatil sein. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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