Adidas Aktie: Nike-Schwäche als Spiegel?
01.04.2026 - 14:29:37 | boerse-global.deWährend Nike gestern Abend mit einem enttäuschenden Ausblick für Aufruhr sorgte und nachbörslich rund neun Prozent einbüßte, reagiert Adidas heute Morgen mit einem leichten Plus von bis zu einem Prozent auf der Handelsplattform Tradegate. Eine bemerkenswerte Gegenbewegung — doch die eigenen Probleme der Drei-Streifen-Marke sind damit keineswegs verschwunden.
Nikes Kernschwäche liegt vor allem im selbst verursachten Rückzug aus dem Einzelhandel: Der Konzern hatte jahrelang auf Direktvertrieb gesetzt und damit Regalfläche an Konkurrenten verloren. Jetzt dauert die Kurskorrektur länger als erwartet, der Umbau stockt, und auch der chinesische Markt springt nicht so schnell an wie erhofft. Das klingt vertraut — denn strukturelle Marktprobleme im Sportartikelsektor treffen nicht nur einen Anbieter.
Glanz und Schatten
Bei Adidas selbst ist das Bild gespalten. Die Zahlen aus 2025 können sich sehen lassen: Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro, ein um 54 Prozent gesteigerter operativer Gewinn und eine Bruttomarge von 51,6 Prozent. Das Unternehmen lieferte — und trotzdem steht die Aktie heute bei rund 130 Euro, nachdem sie im Vorjahr noch bei über 263 Euro notierte.
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Den Stimmungsbruch löste Anfang März der Ausblick auf 2026 aus. Statt der von Analysten erwarteten rund 2,72 Milliarden Euro operativen Gewinns peilt das Management nur etwa 2,3 Milliarden Euro an. US-Zölle und Währungsgegenwind belasten das Ergebnis mit geschätzten 400 Millionen Euro — ein direkter Treffer, da die Produktion überwiegend in Asien stattfindet. Die Aktie verlor daraufhin an einem einzigen Tag rund acht Prozent.
Lichtblicke, aber kein klarer Boden
Einige positive Signale gibt es dennoch. Das neue DFB-Auswärtstrikot zur WM 2026 übertrifft bislang die Absatzzahlen des EM-Trikots von 2024. Außerdem soll Adidas ab 2027 das Formel-1-Team von Red Bull ausrüsten — ein Sponsoringdeal, der das Portfolio rund um Mercedes und Audi ergänzt. Mittelfristig plant das Management für 2027 und 2028 wieder deutliches Gewinnwachstum.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 169 Euro — weit entfernt vom aktuellen Niveau. Relevante Unterstützungszonen befinden sich erst zwischen 110 und 120 Euro. Immerhin zeigt der RSI seit Längerem eine überverkaufte Lage an, was einen technischen Rebound jederzeit möglich macht. Mehr als die Hälfte der über 40 Analysten, die den Titel beobachten, empfehlen den Kauf, mit einem durchschnittlichen Kursziel von knapp 200 Euro. Die Q1-Zahlen am 29. April werden zeigen, ob die Zollbelastungen das Ergebnis tatsächlich so stark drücken wie befürchtet — oder ob die Prognose noch Spielraum nach oben lässt.
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