Adidas AG, DE000A1EWWW0

Adidas Aktie nach Zahlen und Ausblick: Was DAX-Anleger jetzt kennen müssen

27.02.2026 - 09:57:59 | ad-hoc-news.de

Adidas hat neue Zahlen und einen frischen Ausblick vorgelegt. Was bedeutet das konkret für DAX-Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz – und ob sich ein Einstieg oder Nachkauf derzeit noch lohnt.

Adidas rückt wieder in den Fokus der DAX-Anleger: Neue Unternehmenszahlen, Anpassungen im Ausblick und frische Analystenkommentare bewegen die Adidas Aktie mit der ISIN DE000A1EWWW0 deutlich. Für Anleger im DACH-Raum geht es um zwei zentrale Fragen: Wie profitabel wird Adidas im Kerngeschäft mit Sport- und Lifestyle-Artikeln wirklich wieder und wie attraktiv ist die Bewertung im Vergleich zu anderen DAX-Werten wie Puma, Zalando oder Nike als globalem Konkurrenten?

Damit Sie schnell entscheiden können, ob Sie als Privatanleger aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nachkaufen, neu einsteigen oder eher Gewinne sichern sollten, finden Sie hier eine kompakte, aber tiefgehende Analyse der aktuellen Lage – inklusive Bewertung, Risiken und professionellen Kurszielen. Was Sie jetzt wissen müssen...

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Analyse: Die Hintergründe

Adidas ist für Anleger im deutschsprachigen Raum gleich aus mehreren Gründen relevant: Die Aktie ist ein fester Bestandteil des DAX, wird breit in ETF-Sparplänen deutscher Direktbanken (z.B. ING, Comdirect, Consorsbank) gehalten und ist in vielen österreichischen und Schweizer Vorsorgeportfolios vertreten. Jede größere Bewegung bei Adidas schlägt damit unmittelbar auf DAX-ETFs, aktive Fonds und sogar auf private Altersvorsorgeprodukte durch.

Operativ steht Adidas mitten im Turnaround. Nach schwierigen Jahren mit Lagerüberhängen, der Trennung von Kanye West und einem harten Wettbewerb im Sneaker- und Sportmarkt arbeitet der Konzern daran, Margen und Wachstum wieder auf das Niveau der früheren Erfolgsjahre zu bringen. Entscheidend dabei: Wie gut kommt die Marke im Kernmarkt Europa, insbesondere in Deutschland, zurück und wie stark wachsen die profitableren direkten Verkaufskanäle über eigene Stores und Online-Shops im Vergleich zum Großhandel?

Für Anleger im DACH-Raum ist vor allem der Blick auf drei Kennzahlen wichtig:

  • Umsatzwachstum im Kerngeschäft Europa und Nordamerika
  • Bruttomarge als Indikator für Preismacht und Rabattdruck im Handel
  • Operative Marge (EBIT-Marge) als Maßstab für die Ertragskraft des Geschäftsmodells

Deutsche Privatanleger vergleichen Adidas häufig mit anderen Konsum- und Lifestyle-Werten im DAX. Während Autobauer wie Mercedes-Benz Group oder BMW stärker konjunktur- und zinsabhängig sind, wird Adidas eher als Marken- und Trendinvestment gesehen. Das bedeutet: Die Aktie reagiert sensibel auf Modetrends, Sponsoring-Verträge (z.B. EM, WM, Olympia, Bundesliga) und Social-Media-Hypes rund um bestimmte Schuhe oder Kollektionen.

Wichtig für die Bewertung: Der Markt honoriert Adidas dann mit höheren Kurs-Gewinn-Verhältnissen, wenn das Management überzeugend zeigt, dass künftiges Wachstum profitabel ist und nicht über aggressive Rabatte erkauft wird. Gerade im deutschsprachigen Einzelhandel, von Intersport über SportScheck bis zu Deichmann und Zalando, ist derzeit viel Druck auf den Verkaufspreisen spürbar. Jede Aussage von Adidas zum Rabattniveau in Europa wird deshalb von Profi-Investoren genau seziert.

Aus Investorensicht im DACH-Raum spielt zudem der Wechselkurs Euro-Dollar eine wichtige Rolle. Adidas produziert und beschafft viel in Asien, verkauft aber einen hohen Anteil in den USA. Ein schwächerer Euro kann die berichteten Umsätze in Euro optisch erhöhen, drückt aber gleichzeitig über Beschaffungskosten und Hedging auf die Marge. Wer als deutscher oder österreichischer Anleger auf deutsche Exportwerte wie Adidas setzt, hat damit indirekt immer auch eine Währungswette im Portfolio.

Ein weiterer Faktor mit regionaler Relevanz: Lieferketten und Standortpolitik. Adidas hat in den letzten Jahren Fertigungskapazitäten verlagert und die Idee hochautomatisierter "Speedfactory"-Standorte in Deutschland und Europa wieder zurückgefahren. Für Investoren im DACH-Raum bedeutet das: Der Kostenblock hängt stärker an asiatischer Produktion, während die Markenführung und Produktentwicklung in Herzogenaurach verbleiben. Jede Verschärfung geopolitischer Spannungen in Asien oder neue EU-Regulierung zu Lieferketten (Stichwort: Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Deutschland oder entsprechende EU-Verordnungen) kann sich mittelfristig auf die Margen auswirken.

Zusätzlich ist Adidas eng mit dem europäischen Profifußball verknüpft - von Bundesliga-Clubs über Nationalmannschaften bis zu UEFA-Wettbewerben. Große Turniere, an denen DACH-Fans emotional beteiligt sind, wie eine EM in Deutschland oder eine WM mit starkem Auftreten der deutschen, österreichischen oder Schweizer Nationalmannschaft, sorgen traditionell für Spitzen bei Trikot- und Fanartikelverkäufen. Anleger achten deshalb genau auf die Prognosen des Managements zu "Event-Jahren" und deren Beitrag zur Profitabilität.

Auf der Nachfrageseite im DACH-Raum ist ein klarer Trend erkennbar: Konsumenten achten trotz hoher Inflation stärker auf Preis-Leistung, investieren aber weiterhin in Markenprodukte mit hoher Wiedererkennungswirkung. Adidas muss den Spagat schaffen, einerseits im Premiumbereich mit limitierten Kollektionen und Kooperationen (z.B. mit Designern oder Influencern) hohe Margen zu realisieren, andererseits über den Massenmarkt in Outlet-Centern, Sportketten und Online-Marktplätzen genügend Volumen zu drehen, ohne die Marke zu verwässern.

Für langfristig orientierte Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz stellt sich damit die Frage: Ist Adidas wieder auf einem nachhaltigen Profitabilitätspfad oder handelt es sich vor allem um eine temporäre Erholung, die vor allem von Kostensenkungen und Einmaleffekten lebt? Der Kapitalmarkt im DAX reagiert auf diese Einschätzung sehr sensibel - positive Überraschungen bei Marge und Ausblick werden oft mit starken Kurssprüngen belohnt, während kleinste Enttäuschungen wegen der hohen Erwartungen schnell zweistellige Tagesverluste auslösen können.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Professionelle Analystenhäuser in Frankfurt, London und New York verfolgen Adidas sehr eng, weil die Aktie ein wichtiger Baustein vieler europäischen Aktienindizes ist. Für Anleger im DACH-Raum sind vor allem die Einschätzungen der großen Investmentbanken und Research-Häuser relevant, da diese auch in deutschen Neobroker-Apps wie Trade Republic, Scalable oder bei klassischen Häusern wie DZ Bank und Landesbanken zitiert werden.

Die aktuelle Stimmung der Analysten lässt sich grob so zusammenfassen:

  • Mehrheitlich positive Grundhaltung, aber mit deutlichem Fokus auf die Nachhaltigkeit des Turnarounds und der Margenentwicklung.
  • Kursziele liegen im Schnitt oberhalb des aktuellen Börsenkurses, was auf moderates Aufwärtspotenzial hindeuten kann, zugleich aber bereits einen erfolgreichen Turnaround teilweise einpreist.
  • Bewertung: Viele Analysten sehen Adidas nicht als Schnäppchen, sondern als Qualitätswert, den man eher in Schwächephasen aufbaut, als in Euphoriephasen aggressiv zu jagen.

Besonders für deutsche Privatanleger wichtig: Analysten weisen immer wieder auf die Zyklik des Sportartikelmarktes hin. Hohe Margen- und Wachstumserwartungen können zu Enttäuschungen führen, wenn Konsumenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wegen hoher Lebenshaltungskosten bei Mode- und Sportartikeln plötzlich sparen. Hinzu kommen strukturelle Themen wie der anhaltende Booms des Onlinehandels und die Konsolidierung im stationären Sportfachhandel, die für Adidas sowohl Chancen als auch Risiken bergen.

Wie sollten Anleger aus dem DACH-Raum das einordnen? Wer kurzfristig handelt, muss sich auf hohe Volatilität rund um Quartalszahlen und Ausblicks-Updates einstellen. Swing-Trader und aktive Anleger sollten daher eng mit Stoppkursen arbeiten und sich bewusst sein, dass bereits kleine Prognoseänderungen starke Kursbewegungen auslösen können. Für langfristige Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht es dagegen um die Frage, ob Adidas als globale Marke mit starker Stellung im Fußball und im Sneaker-Markt strukturell weiter wachsen und stabile Cashflows liefern kann.

Analysten betonen immer wieder, dass Adidas im Vergleich zu vielen anderen Konsumwerten im DAX eine hohe Markenstärke und Pricing Power besitzt. Wenn das Management diese geschickt nutzt, um Rabatthöhen zu kontrollieren, die richtigen Produkte für den DACH-Markt anzubieten und gleichzeitig die Digitalisierung des Direktvertriebs voranzutreiben, kann die Aktie langfristig solide Wertzuwächse bringen. Für Anleger im DACH-Raum könnte sich ein stufenweiser Aufbau der Position in schwächeren Marktphasen anbieten, anstatt auf einen perfekten Einstiegszeitpunkt zu spekulieren.

Unabhängig davon gilt: Wer die Adidas Aktie kauft, investiert in einen zyklischen Markenwert, keinen defensiven Versorger. Die Position sollte deshalb in deutschen, österreichischen und Schweizer Depots bewusst in die Gesamtstrategie eingeordnet werden, etwa als Baustein im Konsum- und Lifestyle-Segment neben Tech-, Industrie- oder Dividendenwerten.

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