Adidas, Aktie

Adidas Aktie: 6,59 Milliarden Euro Umsatz im Quartal

29.05.2026 - 00:24:11 | boerse-global.de

Adidas überwindet charttechnische Hürde und legt als stärkster DAX-Wert zu. Solide Quartalszahlen stützen die Erholungsbewegung.

Adidas Aktie: 6,59 Milliarden Euro Umsatz im Quartal - Foto: über boerse-global.de
Adidas Aktie: 6,59 Milliarden Euro Umsatz im Quartal - Foto: über boerse-global.de

Nach einem Jahresverlust von zeitweise 23 Prozent hat die Adidas-Aktie innerhalb weniger Handelstage eine bemerkenswerte Wende hingelegt. Der Sprung über die 200-Tage-Linie gibt chartorientierten Anlegern nun einen ersten technischen Anhaltspunkt.

Stärkster DAX-Wert, dann Anschlusskäufe

Am Mittwoch beendete Adidas den Xetra-Handel mit einem Plus von mehr als sechs Prozent — der stärkste Tagesgewinn im gesamten DAX. Entscheidend war dabei der Ausbruch über den 200-Tage-Durchschnitt bei rund 159 Euro, der per Aufwärts-Gap direkt überwunden wurde. Am Donnerstag setzt sich die Bewegung fort: Die Aktie notiert bei 169,95 Euro, ein Tagesplus von 2,66 Prozent. Auf Sieben-Tage-Sicht summiert sich der Anstieg auf gut zwölf Prozent.

Charttechnisch nennt XTB den Bereich um 171,20 Euro als nächste relevante Marke. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung in Richtung 186,40 Euro erhöhen. Auf der Unterseite gelten die zurückeroberte 200-Tage-Linie und ein offenes Gap bei 157,50 Euro als potenzielle Rücklaufzonen.

Solide Quartalszahlen als Fundament

Die technische Erholung trifft auf operative Daten, die sich sehen lassen können. Im ersten Quartal 2026 stieg der währungsbereinigte Umsatz um 14 Prozent auf 6,59 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis legte um 16 Prozent auf 705 Millionen Euro zu, die operative Marge kletterte auf 10,7 Prozent.

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Besonders das Bekleidungsgeschäft zog an — Umsatzplus von 31 Prozent. Der Direct-to-Consumer-Kanal wuchs währungsbereinigt um 22 Prozent, der E-Commerce um 25 Prozent. Zweistelliges Wachstum meldete Adidas in Nordamerika, China, Japan/Südkorea und Lateinamerika.

Einen Wermutstropfen lieferte die Bruttomarge: Sie fiel von 52,1 auf 51,1 Prozent. Adidas führt das auf Währungsgegenwind und höhere US-Zölle zurück, die eine eigentlich verbesserte operative Basis mehr als ausglichen.

Im Branchenvergleich klar vorn

Der Jahresverlust ist inzwischen fast vollständig aufgeholt. Puma legte 2026 fast ein Drittel zu — Nike hingegen liegt in den USA trotz jüngster Erholung noch rund 30 Prozent im Minus. Adidas steht damit im Branchenvergleich deutlich besser da.

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Das 52-Wochen-Tief bei 130,60 Euro vom April liegt nun 30 Prozent zurück. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 219,80 Euro fehlen allerdings noch knapp 23 Prozent — die Erholung ist real, der Weg zurück zur alten Stärke aber noch weit. Ob das Umsatz- und Ergebniswachstum aus dem ersten Quartal in einem von Zöllen und Währungsdruck geprägten Umfeld Bestand hat, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen müssen — die Basis dafür ist gelegt.

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