Adecco Aktie: 19-Prozent-Sturz trotz 24% EBITA-Wachstum
17.05.2026 - 15:16:30 | boerse-global.deDer Adecco-Konzern steigert seinen Gewinn deutlich. Die Aktie stürzt trotzdem auf ein neues Tief ab. Ein enttäuschter Blick auf die Margen und Probleme in der LHH-Sparte verschrecken Investoren. Jetzt soll ein Führungswechsel das Ruder herumreißen.
Am Freitag schloss das Papier bei 16,34 Euro. Das markiert exakt das Jahrestief. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor der Titel rund 19 Prozent an Wert.
Margendruck überschattet das Wachstum
Auf den ersten Blick lesen sich die Quartalszahlen solide. Der Umsatz kletterte organisch leicht auf 5,65 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 24 Prozent auf 148 Millionen Euro.
Auch unterm Strich verdiente Adecco mehr. Der Nettogewinn sprang um 41 Prozent nach oben. Den massiven Ausverkauf am Aktienmarkt löste ein anderes Detail aus.
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Die Bruttomarge sank auf 18,8 Prozent. Das verfehlt die Erwartungen der Jefferies-Analysten knapp. Schwerer wiegt der gebrochene Ausblick. Das Management hatte zuvor eine stabile Entwicklung versprochen. Für das zweite Quartal rechnet Adecco nun mit einem weiteren Margenrückgang.
Neue Spitze für das Sorgenkind
Besonders die Tochtergesellschaft LHH bereitet Sorgen. Der Umsatz fiel hier zuletzt organisch um ein Prozent. Die anhaltende Marktschwäche im Bereich der Personalvermittlung bremst das Geschäft spürbar.
Die Folge: Das Management zieht Konsequenzen. Ende Mai übernimmt Ranjit de Sousa die Leitung der schwächelnden Sparte. Er folgt auf Gaëlle de la Fosse. De Sousa kennt den Konzern gut. Er verbrachte bereits sechzehn Jahre bei Adecco und baute die Coaching-Plattform Ezra mit auf.
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Aktionäre wählen Aktien
Parallel dazu setzen viele Investoren auf eine langfristige Erholung. Bei der jüngsten Hauptversammlung wählten gut 53 Prozent der Aktionäre eine Aktiendividende. Die übrigen Investoren entschieden sich für die Barauszahlung.
Adecco gibt dafür gut fünf Millionen neue Aktien mit einem Abschlag von sechs Prozent aus. Die Verwässerung nehmen die Anteilseigner offenbar in Kauf. Für den Konzern bedeutet das mehr finanziellen Spielraum. Den wird das neue LHH-Management dringend brauchen, um die Profitabilität wieder zu steigern.
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