ABO WIND AG Aktie: Riskiert Unruhen?
22.01.2026 - 03:45:31Der Projektentwickler ABO Energy (ehemals ABO Wind) kommt nicht zur Ruhe. Nach einer erneuten, drastischen Prognosekürzung steht das Unternehmen vor einem Rekordverlust, der Anleger massiv verunsichert. Angesichts eines Kurssturzes von über 80 Prozent stellt sich die drängende Frage: Kann der laufende Verkaufsprozess das Unternehmen noch stabilisieren oder droht der endgültige Vertrauensverlust?
Prognose erneut gekappt
Die Ad-hoc-Mitteilung vom 15. Januar offenbart die prekäre Lage des Wiesbadener Unternehmens. Statt des bisher befürchteten Fehlbetrags von 95 Millionen Euro rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 nun mit einem Konzernverlust von rund 170 Millionen Euro. Auch die Gesamtleistung verfehlt mit erwarteten 230 Millionen Euro die eigenen Ziele deutlich.
Verantwortlich für diese negative Entwicklung sind zwei Hauptfaktoren:
* Verschiebungen: Eingeplante Erlöse aus Rechteverkäufen für Wind- und Batterieprojekte in Höhe von 40 Millionen Euro rutschen ins Jahr 2026.
* Wertberichtigungen: Rund 35 Millionen Euro mussten aufgrund veränderter Marktbedingungen abgeschrieben werden.
Insbesondere der deutsche Markt erwies sich zuletzt als schwierig. Massive Überzeichnungen bei Onshore-Windausschreibungen drückten die Einspeisevergütungen, was die Rentabilität der Projekte belastete und Sonderabschreibungen auf die Pipeline notwendig machte.
Analysten ziehen Reißleine
An der Börse hat die Serie von Hiobsbotschaften tiefe Spuren hinterlassen. Die Aktie notiert bei rund 6,40 Euro und hat damit gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 46,70 Euro mehr als 84 Prozent an Wert eingebüßt. Das Bankhaus Metzler reagierte prompt auf die jüngsten Zahlen und senkte das Kursziel radikal von 30 auf 10 Euro. Die Analysten warnen vor einer möglichen Abwärtsspirale, die zunehmend auch das operative Geschäft durch Kundenabschreckung belasten könnte.
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Letzte Hoffnung Verkauf?
Um das Ruder herumzureißen, setzt das Management auf eine strategische Neuausrichtung hin zum “Independent Power Producer” (IPP) und ein striktes Transformationsprogramm. Der wichtigste Hebel für die Aktionäre liegt jedoch im laufenden M&A-Prozess. Die Gründerfamilien, die noch 52 Prozent der Anteile halten, hatten bereits im Herbst 2025 die Suche nach einem externen Investor eingeleitet.
Der Erfolg dieser Investorensuche ist nun entscheidend für die Zukunft der ABO Energy Aktie. Ein Verkauf der Mehrheitsanteile an einen finanzstarken Partner gilt als zentraler Katalysator, um die Bilanz zu stabilisieren und den Forderungen aktivistischer Investoren wie Enkraft nach einem fairen Prozess gerecht zu werden. Ohne einen erfolgreichen Abschluss in den kommenden Monaten dürfte der Druck auf den Aktienkurs weiter anhalten.
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