WIND, Aktie

ABO WIND AG Aktie: Herausforderung erkannt!

16.01.2026 - 20:36:30

ABO Energy erwartet für 2025 einen Konzernfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro und korrigiert seine Prognose damit erneut deutlich nach unten. Der Aktienkurs stürzte auf ein neues Tief.

ABO Energy hat die Prognose für 2025 erneut deutlich nach unten angepasst und erwartet nun einen Konzernjahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Damit fällt der bereits avisierte Verlust noch einmal erheblich höher aus als zuletzt angekündigt. An der Börse reagierten Anleger mit einem massiven Kursrutsch, auch die Gläubiger werden zunehmend unruhig.

Die zentrale Frage: Wie gravierend ist dieser Einschnitt für das Unternehmen und seine Finanzierung?

Deutlich höherer Verlust als geplant

Die Ad-hoc-Meldung vom 15. Januar zeigt, wie stark das Management seine Planungen nach unten korrigieren musste:

  • Erwarteter Konzernjahresfehlbetrag nun rund 170 Millionen Euro (zuvor: ca. -95 Millionen Euro)
  • Gesamtleistung nur noch etwa 230 Millionen Euro (zuvor: 250 Millionen Euro)
  • Rund 35 Millionen Euro Wertberichtigungen aufgrund veränderter Marktbedingungen
  • Rund 40 Millionen Euro Belastung durch verschobene Projektverkäufe und Abrechnungen

Der Verlustaufschlag von rund 75 Millionen Euro resultiert im Kern aus zusätzlichen Wertberichtigungen und Verzögerungen im Projektgeschäft. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtleistung spürbar, was auf eine schwächere operative Entwicklung hindeutet.

Besonders kritisch wirkt, dass ABO Energy ursprünglich für 2025 einmal Gewinne in Aussicht gestellt hatte. Nach der ersten Verlustprognose im November 2025 ist dies bereits die zweite deutliche Korrektur innerhalb weniger Monate.

Kurssturz auf neues Tief

Die Reaktion am Aktienmarkt fiel entsprechend heftig aus. Nach Veröffentlichung der neuen Prognose brach die Aktie am 15. Januar auf ein Tief von 7,00 Euro ein. Zuvor hatte der Kurs noch über 9,60 Euro notiert.

Der abrupte Rückgang verdeutlicht den Vertrauensverlust bei den Investoren. Marktteilnehmer werten insbesondere die erneute und diesmal deutlich größere Ausweitung des erwarteten Fehlbetrags als Hinweis auf erhebliche Unsicherheit in der Planung. Die Kombination aus stark erhöhtem Nettoverlust und gesenkter Gesamtleistung belastet die Bewertung spürbar.

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Gläubiger werden aktiv

Die Folgen der Prognoseanpassung reichen über die Aktionärsebene hinaus. Auch die Inhaber der Unternehmensanleihen reagieren. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ruft bereits dazu auf, die Interessen der Bondholder zu bündeln.

Dies signalisiert, dass sich der Kapitalmarkt auf mögliche Restrukturierungsmaßnahmen oder anspruchsvolle Gespräche mit Gläubigern einstellt. Hintergrund ist die Sorge, dass ein dreistelliger Millionenverlust und zusätzliche Wertberichtigungen die Eigenkapitalbasis und damit die Substanz des Unternehmens deutlich schwächen könnten.

Fazit: Situation bleibt angespannt

ABO Energy steht vor einem schwierigen Jahr 2025. Ein deutlich höherer Konzernfehlbetrag, gesenkte Leistungsziele und zwei Gewinnwarnungen in kurzer Folge haben die Glaubwürdigkeit der Planung sichtbar beschädigt. Der Kursrutsch auf 7,00 Euro spiegelt den Fokus der Anleger auf Risikobegrenzung wider.

Entscheidend wird nun, ob es dem Unternehmen gelingt, Projektverschiebungen abzubauen und die Belastungen aus Wertberichtigungen zu begrenzen, um die finanzielle Stabilität wieder zu stärken.

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