Energy, Zweiter

ABO Energy: Zweiter Versuch

09.03.2026 - 05:14:18 | boerse-global.de

Der Windkraftentwickler ABO Energy steht vor einer entscheidenden Abstimmung zur Anleiheumstrukturierung, um angesichts eines erwarteten Jahresverlusts von 170 Millionen Euro Handlungsspielraum zu gewinnen.

ABO Energy: Zweiter Versuch - Foto: über boerse-global.de
ABO Energy: Zweiter Versuch - Foto: über boerse-global.de

Der Windkraft-Entwickler ABO Energy steht am Scheideweg. Nach dem gescheiterten ersten Anlauf kommen die Anleihegläubiger heute erneut in Wiesbaden zusammen – diesmal unter deutlich erleichterten Bedingungen. Mit einem prognostizierten Jahresverlust von 170 Millionen Euro und erstmals roten Zahlen in der Unternehmensgeschichte geht es um mehr als nur technische Anpassungen der Anleihe 2024/2029.

Erleichtertes Quorum nach Fehlstart

Bei der ersten Abstimmung im Februar 2026 scheiterte das Vorhaben an mangelnder Beteiligung. Rund 38 Prozent des ausstehenden Kapitals waren vertreten – zu wenig für das erforderliche Quorum von 50 Prozent. Heute genügen 25 Prozent für die Beschlussfähigkeit.

Das Management will weitreichende Freiheiten erkämpfen. Im Zentrum steht die Streichung der Negativverpflichtung, die bislang die Aufnahme besicherter Kredite einschränkt. Ohne diese Fessel könnte ABO Energy neue Finanzierungen für das operative Geschäft aufnehmen und Bürgschaften hinterlegen. Zudem sollen Kündigungsrechte bei Umschuldungsverhandlungen entfallen und ordentliche Kündigungen bis Ende Mai 2026 ausgesetzt werden. Ein gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger soll künftig deren Interessen bündeln.

Erstmals tief in den roten Zahlen

Die Zahlen offenbaren das Ausmaß der Krise. Bei einer Konzerngesamtleistung von rund 230 Millionen Euro erwartet das Unternehmen für 2025 einen Fehlbetrag von etwa 170 Millionen Euro – der erste Jahresverlust überhaupt. Verantwortlich sind gesunkene Einspeisevergütungen im deutschen Heimatmarkt, Sonderabschreibungen und verschobene Projekte.

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Die Gegenstrategie läuft bereits: Ein Transformations- und Effizienzprogramm unter Begleitung externer Berater soll den Turnaround einleiten. Die operative Basis bleibt intakt. Eine Projektpipeline von rund 30 Gigawatt an Wind-, Solar- und Batteriespeichern – über ein Drittel davon in Deutschland und Frankreich – bildet das langfristige Fundament.

Ende Januar 2026 sicherte sich ABO Energy bereits eine Stillhaltevereinbarung mit wesentlichen Kreditgebern. Ein positives Votum der Anleihegläubiger würde den Handlungsspielraum für die Sanierung deutlich erweitern und die Projektentwicklung absichern. Ohne Zustimmung dürfte die Restrukturierung erheblich komplizierter werden.

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