ABO Energy: Gläubiger geben bis Ende Mai Spielraum
29.04.2026 - 05:14:06 | boerse-global.deDer Erneuerbaren-Entwickler ABO Energy steckt in seiner schwersten Krise seit der Gründung — und bewältigt sie vorerst ohne festen Finanzchef. Alexander Reinicke hat das Unternehmen verlassen, seine Aufgaben werden interimistisch aufgeteilt. Ein schlechter Zeitpunkt für eine Führungslücke.
Historischer Verlust als Ausgangslage
Zum ersten Mal in der knapp 30-jährigen Unternehmensgeschichte schreibt ABO Energy massiv rote Zahlen. Die Geschäftsführung rechnet mit einem Jahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro bei einer Konzerngesamtleistung von 230 Millionen Euro.
Die Gründe sind vielschichtig: überzeichnete Windauktionen in Deutschland mit reduzierten Einspeisevergütungen, verschobene Projekte sowie Wertberichtigungen von 35 Millionen Euro. Probleme in Spanien, Finnland, Griechenland und Ungarn verschärften die Lage zusätzlich.
Gläubiger stützen — vorerst
Anfang März stimmten die Inhaber der Anleihe 2024/2029 mit über 99 Prozent für die Sanierungsmaßnahmen. Die Abstimmung setzt eine Schutzklausel bis Ende 2026 aus und ermöglicht ABO Energy die Rückkehr zu Tarifausschreibungen.
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Eine laufende Stillhaltevereinbarung kann bis Ende Mai verlängert werden — sofern ein unabhängiger Prüfer die Finanzierung für diesen Zeitraum bestätigt. Dieser Termin ist bereits in wenigen Wochen.
Transformation braucht frisches Kapital
Hinter der Krise steht ein strategischer Umbau: ABO Energy will vom Projektentwickler zum Independent Power Producer werden. Das Effizienzprogramm soll 2026 ein positives Konzernergebnis liefern, für 2027 peilt der Vorstand einen Nettogewinn von 50 Millionen Euro an.
Operative Fortschritte gibt es durchaus. In einer Bundesnetzagentur-Ausschreibung sicherte sich das Unternehmen Zuschläge für Windparkerweiterungen mit insgesamt 16,4 Megawatt, neue Baugenehmigungen für 35 Megawatt kommen hinzu. In Kanada verkaufte ABO Energy Projektrechte für ein 63-Megawatt-Windprojekt in New Brunswick und schafft damit frische Liquidität.
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Drei Termine im Fokus
Das kritische Halbjahr läuft. Im Juni soll der geprüfte Jahresabschluss 2025 das vollständige Bild des Vorjahresschadens liefern. Im August folgt die Hauptversammlung in Wiesbaden. Die Halbjahreszahlen im September 2026 werden zeigen, ob das neue Betreibermodell erste belastbare Ergebnisse liefert — und ob die Transformation bis dahin eine Kapitalgrundlage hat.
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