ABO Energy Aktie: Stillhalte-Deal
26.01.2026 - 13:27:34Die ABO Energy Aktie befindet sich im freien Fall. Der Projektierer für erneuerbare Energien aus Wiesbaden musste sich mit seinen Gläubigern auf eine Stillhaltevereinbarung einigen und arbeitet unter Hochdruck an einem Restrukturierungsplan. Die Marktkapitalisierung ist auf 63 Millionen Euro zusammengeschrumpft – ein Jahresverlust von über 82 Prozent.
Die wichtigsten Fakten:
- Stillhaltevereinbarung mit Gläubigern ab 23. Januar 2026
- Erwarteter Konzernverlust 2025: rund 170 Millionen Euro (zuvor: 95 Millionen Euro)
- Restrukturierungsgutachten bis Mitte Februar erwartet
- Anleihegläubiger sollen einbezogen werden
Kreditgeber diktieren die Bedingungen
Am 23. Januar veröffentlichte ABO Energy eine Ad-hoc-Mitteilung, die den Ernst der Lage unterstreicht. Das Unternehmen hat mit den Gläubigern eine Stillhaltevereinbarung geschlossen – betroffen sind syndizierte Kreditverträge, bilaterale Darlehen, ausgewählte Avallinien und Schuldscheindarlehen.
Die Finanzierungspartner haben klare Forderungen gestellt: Bestehende Kredite werden nur fortgeführt und neue Mittel nur bereitgestellt, wenn ein finalisierter Restrukturierungsplan samt Gutachten vorliegt. Ein renommiertes Beratungsunternehmen wurde beauftragt, das Gutachten bis zur ersten Februarhälfte zu erstellen. Auf dieser Basis sollen dann ein Term Sheet und weitere Vereinbarungen verhandelt werden.
Auch die Inhaber der Anleihen 2024/2029 und 2021/2030 sollen der Stillhaltevereinbarung beitreten. Dafür wird in Kürze eine Abstimmung ohne Versammlung einberufen.
Verlustschock im zweiten Anlauf
Die Dimension der Krise wurde bereits am 15. Januar deutlich. Der Vorstand korrigierte die Jahresprognose 2025 drastisch nach unten: Der erwartete Konzernverlust liegt nun bei rund 170 Millionen Euro – zuvor waren 95 Millionen Euro prognostiziert worden. Die Gesamtleistung wurde von 250 auf 230 Millionen Euro reduziert.
Verantwortlich für die Korrektur sind Verschiebungen von etwa 40 Millionen Euro und Wertberichtigungen von rund 35 Millionen Euro. Projektrechte-Verkäufe für Wind- und Batterieprojekte in Deutschland rutschten ins Geschäftsjahr 2026. Hinzu kamen Verzögerungen bei der Abrechnung von Entwicklungsleistungen.
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Ursprünglich hatte ABO Energy für 2025 einen Gewinn von 29 bis 39 Millionen Euro in Aussicht gestellt – eine Fehleinschätzung mit dramatischen Folgen.
Deutsches Geschäft unter Druck
Das schwierige Marktumfeld macht dem Unternehmen massiv zu schaffen. Die Onshore-Wind-Ausschreibungen in Deutschland waren 2025 deutlich überzeichnet, die Einspeisevergütungen fielen drastisch. Die deutschen Pipeline-Projekte mussten neu bewertet und teils abgeschrieben werden.
Ein Lichtblick: Im Juli 2025 verkaufte ABO Energy den Großteil seiner finnischen Projekt-Pipeline an Fortum Oyj für rund 42,2 Millionen Euro. Zusätzliche Earn-out-Zahlungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich könnten in den kommenden Jahren folgen – abhängig vom Projekterfolg.
Der Vorstand zeigt sich zuversichtlich, den Restrukturierungsplan erfolgreich umsetzen zu können. Die kommenden Wochen werden entscheiden, ob die Verhandlungen mit den Gläubigern zum Erfolg führen und ob das Unternehmen die Kurve kriegt. Das Restrukturierungsgutachten Mitte Februar wird der erste wichtige Meilenstein sein.
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