Energy, Aktie

ABO Energy Aktie: Gewinnschock!

21.01.2026 - 10:36:32

Der Projektentwickler ABO Energy muss seine Prognose für 2025 drastisch nach unten korrigieren und erwartet nun einen Verlust von rund 170 Millionen Euro. Der Aktienkurs brach daraufhin um über 26 Prozent ein.

Das Vertrauen der Anleger in ABO Energy ist massiv erschüttert. Nur wenige Monate nach der letzten Prognosesenkung muss der Projektentwickler seine Erwartungen für das Jahr 2025 erneut drastisch nach unten korrigieren. Statt einer Stabilisierung offenbart das Unternehmen nun ein finanzielles Loch von ungeahntem Ausmaß, was die Aktie auf historische Tiefststände schickt.

Die Dimension der Warnung ist immens: Erwartete ABO Energy im November 2025 noch einen Verlust von 95 Millionen Euro, hat sich dieser Fehlbetrag nun auf rund 170 Millionen Euro fast verdoppelt. Ursprünglich war für das Geschäftsjahr sogar ein Gewinn von bis zu 39 Millionen Euro geplant. Die Kapitalmärkte reagierten brutal auf die Ad-hoc-Mitteilung: Der Aktienkurs brach zeitweise um über 26 Prozent ein.

Projektverzögerungen und Wertberichtigungen

Verantwortlich für die finanzielle Schieflage ist eine Kombination aus operativen Verzögerungen und bilanziellen Korrekturen. Allein Verschiebungen von geplanten Verkäufen bei Wind- und Batterieprojekten in Deutschland sowie verzögerte Abrechnungen belasten das Ergebnis mit rund 40 Millionen Euro. Diese Erlöse lassen sich im Geschäftsjahr 2025 nicht mehr realisieren.

Hinzu kommen Wertberichtigungen in Höhe von etwa 35 Millionen Euro. Hier schlagen die schwierigen Marktbedingungen voll durch: Überzeichnete Wind-an-Land-Auktionen und die daraus resultierenden geringeren Einspeisevergütungen haben die Projektbewertungen im Heimatmarkt erheblich unter Druck gesetzt. Auch die Gesamtleistungsprognose wurde folgerichtig von 250 auf 230 Millionen Euro gekürzt.

Analysten ziehen die Reißleine

Die Reaktion der Experten folgte auf dem Fuß. Analystenhäuser strichen ihre Bewertungen radikal zusammen, um den neuen Realitäten Rechnung zu tragen. First Berlin Equity Research senkte das Kursziel von 31 auf nur noch 8 Euro. Das Bankhaus Metzler reduzierte seine Einschätzung auf ein Ziel von 10 Euro.

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Die Lage bleibt angespannt, nicht nur für Aktionäre. Bereits vor dieser Nachricht hatte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) Anleihegläubiger dazu aufgerufen, ihre Interessen zu bündeln. Dies unterstreicht die Sorgen um die finanzielle Stabilität des Sektors, der generell unter hohen Zinsen und gestiegenen Projektkosten leidet.

Das Management setzt nun alle Hoffnungen auf ein neu gestartetes Effizienz- und Transformationsprogramm. Ziel ist es, Strukturen anzupassen und bereits im Jahr 2026 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Ob dieser ambitionierte Turnaround gelingt, wird sich an der konkreten Umsetzung der Maßnahmen in den kommenden Quartalen messen lassen müssen. Bis dahin bleibt das Papier ein volatiler Sanierungsfall.

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