ABO Energy Aktie: Anleger bündeln sich
13.01.2026 - 16:09:31Die Lage bei ABO Energy spitzt sich zu. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ruft die Anleihegläubiger des Windparkentwicklers offiziell dazu auf, ihre Interessen zu bündeln. Der Grund: Die Befürchtung, dass die laufenden Sanierungsmaßnahmen zu Lasten der Kapitalgeber gehen könnten. Gemeinsam mit der Kanzlei DMR Legal plant die SdK, eine Anleihegläubigerversammlung nach dem Schuldverschreibungsgesetz einzuberufen.
Ziel ist die Wahl eines gemeinsamen Vertreters, um in den anstehenden Verhandlungen mit dem Unternehmen eine stärkere Position zu erreichen. Dafür ist ein Quorum von 50 Prozent des ausstehenden Anleihevolumens notwendig. Betroffen sind Anleihen mit einem bilanzierten Volumen von über 122 Millionen Euro.
Massive Prognosesenkung belastet
Die Dringlichkeit der Initiative wird durch die im November veröffentlichten Zahlen deutlich. Das Management musste die ursprüngliche Prognose, die noch von einem Konzernjahresüberschuss zwischen 29 und 39 Millionen Euro ausging, vollständig streichen. Stattdessen steht nun ein Fehlbetrag von 95 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025 im Raum.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Verlustprognose: -95 Millionen Euro für 2025 statt erwarteter Gewinne
- Einbruch der Gesamtleistung: Nur noch 250 Millionen Euro erwartet, nach 445 Millionen Euro im Vorjahr
- Cashflow-Problem: Operativer Cashflow von -3,3 Millionen Euro steht bilanzierten Gewinnen der Vergangenheit gegenüber
- Restrukturierung: Kostensenkungsprogramm läuft, externe Berater von EY-Parthenon eingebunden
Aktionäre trifft es härter
Während Anleihegläubiger im Restrukturierungsfall oft noch Teile ihres Kapitals retten können, stehen Aktionäre am Ende der Verwertungskette. Die ABO Energy Aktie hat auf Jahressicht über 73 Prozent an Wert verloren. Die Marktkapitalisierung ist auf knapp 100 Millionen Euro geschrumpft.
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Heute zeigt sich im Xetra-Handel eine leichte technische Gegenbewegung von rund 3 Prozent. Der übergeordnete Trend bleibt jedoch desaströs. Dass Wettbewerber wie PNE im gleichen Marktumfeld ihre Prognosen erfüllen, verdeutlicht: Die Probleme sind hausgemacht und nicht branchenbedingt.
Kritik an mangelnder Transparenz
Die SdK verweist auf Berichte der WirtschaftsWoche, wonach die operative Ertragskraft seit Jahren unklar sei. Die Diskrepanz zwischen bilanzierten Gewinnen und tatsächlich zufließenden liquiden Mitteln ist erheblich. Für Investoren bedeutet dies: Dividenden oder Aktienrückkäufe rücken in weite Ferne, stattdessen drohen Kapitalmaßnahmen zur Stabilisierung der Bilanz.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die SdK die Anleihegläubiger organisieren kann. Gelingt dies, steigt der Druck auf das Management, einen transparenten Sanierungsplan vorzulegen. Bis dahin bleibt die Aktie ein hochriskantes Investment mit ungewissem Ausgang der Restrukturierung.
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