Abercrombie & Fitch Aktie: Zollangst bremst aus
04.03.2026 - 16:18:49 | boerse-global.deDie Euphorie ist verflogen. Abercrombie & Fitch hat am Mittwoch die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und gleichzeitig einen verhalten optimistischen Ausblick für 2026 gegeben. Der Grund: Die Unsicherheit rund um US-Zölle lastet schwer auf der Prognose. Die Aktie reagierte prompt mit einem Kursrutsch von rund 7 Prozent im vorbörslichen Handel.
Rekordergebnisse trotz Gegenwind
Das abgelaufene Geschäftsjahr kann sich durchaus sehen lassen. Mit einem Umsatz von 5,27 Milliarden Dollar markierte der Modekonzern ein Allzeithoch – ein Plus von 6 Prozent gegenüber 2024. Das vierte Quartal steuerte dabei 1,67 Milliarden Dollar bei, ebenfalls ein Zuwachs von 5 Prozent. Die operative Marge erreichte für das Gesamtjahr 13,3 Prozent, der Gewinn je Aktie lag bei 10,46 Dollar.
Bemerkenswert: Während die Marke Hollister mit einem Umsatzplus von 15 Prozent glänzte und Rekordzahlen einfuhr, verzeichnete Abercrombie selbst einen Rückgang von 1 Prozent. Die regionale Aufschlüsselung zeigt zudem, dass der Heimatmarkt Amerika mit 7 Prozent Wachstum der Wachstumstreiber war, während Europa und der asiatisch-pazifische Raum moderater zulegen konnten.
Aktienrückkäufe als Vertrauensbeweis
Das Management demonstrierte 2025 Vertrauen in die eigene Aktie: Insgesamt flossen 450 Millionen Dollar in Rückkäufe, wodurch 5,4 Millionen Aktien vom Markt genommen wurden – das entspricht 11 Prozent der Anteile zu Jahresbeginn. Die bestehende Rückkaufautorisierung umfasst noch 850 Millionen Dollar, etwa 10 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Für 2026 plant das Unternehmen weitere Rückkäufe in Höhe von rund 450 Millionen Dollar.
Die Bilanz präsentiert sich solide: Mit 760 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und einer ungenutzten Kreditlinie von 450 Millionen Dollar verfügt Abercrombie & Fitch über eine Liquidität von rund 1,2 Milliarden Dollar. Der operative Cashflow belief sich auf 619 Millionen Dollar.
Zollsorgen trüben den Ausblick
Hier wird es kritisch. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 kalkuliert das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von lediglich 3 bis 5 Prozent – deutlich verhaltener als die bisherige Dynamik. Analysten hatten im Schnitt mit 4,2 Prozent gerechnet, der Midpoint der Prognose liegt leicht darüber. Beim Gewinn je Aktie rechnet Abercrombie mit 10,20 bis 11,00 Dollar, der Mittelpunkt übertrifft die Analystenschätzung von 10,36 Dollar.
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Der Knackpunkt: Die Prognose basiert auf der Annahme, dass ab dem 24. Februar ein Zollsatz von 15 Prozent auf alle US-Importe gilt und das gesamte Jahr über bestehen bleibt. Trotz geplanter Gegenmaßnahmen belastet dies die Marge im Jahresvergleich um etwa 70 Basispunkte. Für das erste Quartal wird die Belastung mit 290 Basispunkten sogar deutlich höher ausfallen. Die operative Marge für 2026 soll zwischen 12,0 und 12,5 Prozent liegen – ein Rückgang gegenüber den 13,3 Prozent des Vorjahres.
Analysten bleiben vorsichtig optimistisch
William Blair bekräftigte seine neutrale Einschätzung und verwies auf die aktuelle Bewertung von rund dem Zehnfachen des geschätzten Gewinns für die kommenden Jahre. Die Analysten sehen die Aktie in einer breiten Handelsspanne gefangen, wobei die massive Rückkaufautorisierung als Puffer nach unten dienen sollte. UBS senkte das Kursziel von 160 auf 149 Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung fest. BTIG erhöhte das Kursziel leicht von 118 auf 120 Dollar.
Das KGV liegt aktuell bei 9,5 – ein moderater Wert für einen Einzelhändler mit einer Bruttomarge von beachtlichen 62 Prozent. Doch die Unsicherheit über die Zollpolitik der Trump-Administration bleibt der dominierende Risikofaktor. CEO Fran Horowitz betonte zwar die starke Marktposition und das robuste Geschäftsmodell, doch ohne Klarheit bei den Handelsfragen dürfte die Aktie weiter unter Druck bleiben.
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