ABC-Analyse: Das alte BWL-Werkzeug für den modernen Arbeitsalltag
04.02.2026 - 23:24:12Die klassische ABC-Analyse erlebt ein Comeback im Kampf gegen die digitale Aufgabenflut. Das betriebswirtschaftliche Werkzeug hilft, in einer überfüllten To-do-Liste die wirklich wichtigen Punkte zu identifizieren.
Vom Lager ins Büro: Ein Prinzip, das überzeugt
Ursprünglich für die Materialwirtschaft entwickelt, sortiert die Methode alle anfallenden Aufgaben in drei klare Kategorien: A, B und C. Die Einteilung erfolgt nicht nach Dringlichkeit, sondern nach dem strategischen Wert für die persönlichen oder unternehmensweiten Ziele. Dahinter steckt die Logik des Pareto-Prinzips, auch 80/20-Regel genannt.
- A-Aufgaben sind die Königsdisziplin. Sie machen nur etwa 15-20 Prozent der Aufgabenmenge aus, liefern aber schätzungsweise 65-80 Prozent des Erfolgs. Diese hochwertigen Tätigkeiten sollten in den produktivsten Phasen des Tages erledigt werden.
- B-Aufgaben sind wichtig, aber nicht kritisch. Sie haben einen mittleren Wert- und Mengenanteil und können terminiert oder delegiert werden.
- C-Aufgaben sind die Masse. Sie stellen oft 65 Prozent der Arbeit, tragen aber nur rund 5 Prozent zum Ergebnis bei. Experten raten: delegieren, automatisieren oder streichen.
So setzen Sie die Analyse heute um
Die praktische Anwendung ist simpel. Zuerst erfassen Sie alle anstehenden Tätigkeiten. Dann bewerten Sie jede Aufgabe streng nach ihrem Wertbeitrag – nicht nach dem, was am lautesten schreit. Die daraus resultierende ABC-Einteilung gibt den Handlungsrahmen vor.
Konzentrieren Sie Ihre beste Energie auf die wenigen A-Aufgaben. Planen Sie dafür feste, ungestörte Zeitblöcke ein. B-Aufgaben werden für später eingeplant, C-Aufgaben erledigen Sie nur, wenn Kapazität frei ist. Digitale Task-Manager mit Priorisierungsfunktionen können diesen Prozess unterstützen.
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Mehr als Sortieren: Ein strategisches Denkwerkzeug
Wo liegt der Unterschied zu anderen Methoden wie der Eisenhower-Matrix? Die ABC-Analyse denkt stärker in wirtschaftlichem Wert. Das macht sie zum strategischen Werkzeug, nicht nur für das tägliche Zeitmanagement, sondern auch für die Kundenbetreuung oder Lageroptimierung.
In einer Arbeitswelt voller Push-Nachrichten und digitaler Ablenkungen schafft sie Klarheit. Sie schützt davor, sich von scheinbar dringenden C-Aufgaben vereinnahmen zu lassen und fördert eine proaktive Haltung. Das Ergebnis: weniger Stress und mehr Fokus auf das, was wirklich zählt.
Ein zeitloses Prinzip mit digitaler Zukunft
Die Grundlagen der Methode stammen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Ihre Kernaussage – konzentriere dich auf das Wesentliche – ist aber heute relevanter denn je. Die Logik der Wertpriorisierung wird wahrscheinlich immer stärker in intelligente Software einfließen.
KI-gestützte Assistenten könnten künftig automatisch Aufgaben klassifizieren und den Fokus lenken. Letztlich bleibt die ABC-Analyse jedoch ein Appell an die eigene Disziplin: Wahre Produktivität bedeutet nicht, mehr zu tun, sondern das Richtige.
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