AbbVie, Aktie

AbbVie Aktie: Juristisches Nachspiel

18.03.2026 - 17:21:41 | boerse-global.de

Ein US-Gericht lässt eine Klage wegen Medikamentenpreisen zu, was AbbVie unter Druck setzt. Gleichzeitig stützen starke Umsätze mit Skyrizi und Rinvoq das operative Geschäft.

AbbVie Aktie: Juristisches Nachspiel - Foto: über boerse-global.de
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AbbVie steht vor einem schwierigen Spagat zwischen medizinischem Fortschritt und juristischem Gegenwind. Während eine neue Forschungskooperation die Pipeline langfristig stärken soll, bringt ein wiederaufgenommener Rechtsstreit um Medikamentenpreise das Unternehmen kurzfristig unter Druck. Anleger reagieren empfindlich auf die drohenden finanziellen Risiken in den USA.

Klage wegen Preisgestaltung belastet

Ein US-Berufungsgericht hat eine Klage wegen angeblicher Verstöße gegen Preisvorschriften für staatliche Programme neu zugelassen. Dem Konzern wird vorgeworfen, Krankenhäusern und Kliniken im Rahmen des sogenannten 340B-Programms zu hohe Preise berechnet zu haben. Dieses Programm dient der Versorgung einkommensschwacher Patienten mit vergünstigten Medikamenten. Die Entscheidung des Gerichts hebt eine frühere Abweisung auf und zwingt AbbVie nun zur Verteidigung gegen die Vorwürfe, was potenzielle Strafzahlungen nach sich ziehen könnte.

Forschungsoffensive und Blockbuster-Wachstum

Parallel zu den rechtlichen Auseinandersetzungen investiert das Unternehmen in die Zukunft seiner Onkologie- und Immunologie-Sparte. Durch eine mehrjährige Partnerschaft mit Alloy Therapeutics erhält AbbVie Zugriff auf eine Plattform zur Entdeckung neuer Antikörper. Diese Kooperation soll dabei helfen, biologische Ziele zu adressieren, die mit bisherigen Technologien nur schwer erreichbar waren.

Operativ bleibt die Lage zweigeteilt. Der Kursrutsch von heute um 3,67 % auf 183,60 € spiegelt die Sorgen über die US-Gesetzgebung wider, obwohl das Kerngeschäft in einigen Bereichen Lichtblicke bietet:

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  • Skyrizi und Rinvoq sollen 2026 gemeinsam über 31 Milliarden USD umsetzen.
  • Der Quartalsumsatz von 16,62 Milliarden USD lag über den Markterwartungen.
  • Die Gewinnprognose (EPS) für 2026 wurde bei 14,37 bis 14,57 USD bestätigt.

Jedoch kämpft das Unternehmen weiterhin mit dem Umsatzrückgang bei Humira, da der Patentschutz abgelaufen ist und Biosimilars Marktanteile gewinnen. Auch das Ästhetik-Portfolio rund um Juvederm schwächelt und dürfte das Wachstum im laufenden Jahr belasten.

Fokus auf den US-Rechtsstreit

Die kommenden Quartale werden maßgeblich davon geprägt sein, wie AbbVie den juristischen Druck in den USA moderiert. Während die neuen Wachstumsträger Skyrizi und Rinvoq den Wegfall der Humira-Einnahmen zunehmend auffangen, bleibt die Preispolitik ein regulatorisches Risiko, das die Bewertung des Biopharma-Riesen vorerst deckelt.

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