AbbVie: 1,45 Milliarden für Kestrel-Deal
05.05.2026 - 03:28:44 | boerse-global.deAbbVie scheint das Tal nach dem Patentverlust seines einstigen Kassenschlagers Humira endgültig durchschritten zu haben. Starke Wachstumsraten bei den Nachfolge-Präparaten und eine neue FDA-Zulassung in der Onkologie sorgen für deutlichen Rückenwind. Das Management reagiert auf die operative Dynamik und schraubt die Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben.
Immunologie-Sparte kompensiert Humira-Rückgang
Im ersten Quartal kletterte der Konzernumsatz um über zwölf Prozent auf rund 15 Milliarden Dollar. Besonders die Immunologie-Sparte glänzte: Das Medikament Skyrizi steigerte die Erlöse um fast 31 Prozent auf 4,48 Milliarden Dollar. Parallel dazu legte Rinvoq um 23,3 Prozent auf 2,12 Milliarden Dollar zu.
Diese Zuwächse fangen den Einbruch bei Humira auf, dessen Umsatz durch die Konkurrenz von Biosimilars um knapp 39 Prozent absackte. Angesichts der starken Nachfrage nach den neuen Hoffnungsträgern hob AbbVie die Gewinnprognose für 2026 an. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird nun in einer Spanne von 14,08 bis 14,28 Dollar erwartet. Zuvor lag das obere Ende der Zielmarke bei 14,16 Dollar.
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Expansion in der Krebsforschung
In der Onkologie setzt AbbVie verstärkt auf neue Kombinationstherapien und strategische Zukäufe. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte jüngst die Zulassung für eine rein orale Behandlung von chronischer lymphatischer Leukämie mit Venclexta. Das Medikament selbst steigerte seinen Quartalsumsatz zuletzt um 15,7 Prozent auf 770 Millionen Dollar.
Um die Pipeline langfristig zu verbreitern, sicherte sich der Konzern Zugriff auf einen neuartigen Wirkstoff von Kestrel Therapeutics. Der Deal hat ein potenzielles Volumen von 1,45 Milliarden Dollar. Er fokussiert sich auf sogenannte pan-KRAS-Inhibitoren, die Mutationen bei schwer behandelbaren soliden Tumoren angreifen sollen.
Die Aktie reagierte positiv auf die Nachrichtenlage und legte auf Wochensicht um mehr als fünf Prozent zu. Mit einem Schlusskurs von 177,95 Euro notiert das Papier zwar noch unter dem Niveau vom Jahresanfang, stabilisiert sich aber zusehends über wichtigen Durchschnittslinien. Im Fokus bleibt nun, ob Skyrizi und Rinvoq im Gesamtjahr wie geplant die Marke von 31 Milliarden Dollar beim kombinierten Umsatz knacken können.
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