ABB Aktie: 25 Milliarden US-Dollar Auftragsbestand
28.05.2026 - 20:06:16 | boerse-global.deABB setzt auf Expansion und Kapitalrückgabe. Ein massiver Auftragsbestand von 25 Milliarden US-Dollar sichert die kommenden Quartale ab. Während die Bewertung am Markt Rekordhöhen erreicht, treibt der Konzern die Dekarbonisierung schwerer Industrien voran.
Der Konzern nutzt den hohen Cashflow für ein umfassendes Aktienrückkaufprogramm. Allein in der vergangenen Woche erwarb das Unternehmen über 71.500 eigene Aktien an der Schweizer Börse. Seit dem Start im Februar 2026 summiert sich das Volumen auf insgesamt 3,77 Millionen Anteile. Das Programm läuft planmäßig bis Januar 2027 weiter.
Technologisch rückt der Bergbausektor in den Fokus. Gemeinsam mit Komatsu entwickelt ABB ein dynamisches Energieübertragungssystem für schwere Flotten. Die neue „Side-Arm“-Technik ermöglicht eine Leistung von bis zu 40 Megawatt. Ein Pilotbetrieb auf einem Testgelände in Arizona soll demnächst die Praxistauglichkeit unter Beweis stellen.
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Parallel dazu sicherte sich der Konzern einen Großauftrag für eine Chemieanlage in China. Das unterstreicht die starke Position im asiatischen Raum. In Indien verzeichnete die Tochter ABB India zuletzt einen Kurssprung von über fünf Prozent. Marktdaten zeigten eine auffällig hohe Aktivität bei Call-Optionen für den Basispreis von 7.000 INR.
Die Investmentexperten von Zacks stuften die Aktie jüngst auf „Strong Buy“ hoch. Sie begründen dies mit einer überlegenen Eigenkapitalrendite im Vergleich zu Wettbewerbern. Die Performance am Aktienmarkt bleibt beeindruckend: Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um rund 45 Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 91,42 Euro.
Kritiker blicken indes auf die hohe Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 40 ist das Papier historisch teuer. Analysten von Simply Wall St schätzen den fairen Wert konservativ auf rund 62,40 CHF ein. Die Marktkapitalisierung von 153 Milliarden CHF wird jedoch durch die Rolle als wichtiger Zulieferer für die KI-Infrastruktur gestützt.
Das Management hält an den Zielen fest. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent erwartet. Die Stromversorgung für Rechenzentren bleibt dabei das zentrale Zugpferd im laufenden Quartal.
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