AB Electrolux Aktie: 1.250 Stellen in Anderson weg
09.06.2026 - 13:33:59 | boerse-global.de
Millennium Capital Partners hat seine Short-Position bei Electrolux aufgestockt. Der Zeitpunkt ist brisant: Der schwedische Hausgerätehersteller steckt mitten in der größten Umstrukturierung seiner Geschichte — und der Aktienkurs befindet sich im freien Fall.
Die Papiere notieren aktuell bei 32,00 SEK, ein Minus von gut drei Prozent an diesem Dienstag. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren — minus 54 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 91,50 SEK trennen den Kurs inzwischen 65 Prozent.
Milliarden-Kapitalerhöhung belastet
Das Unternehmen stemmt eine Bezugsrechtsemission über rund neun Milliarden SEK. Das Geld soll Wachstumsinitiativen finanzieren und die Bilanz stärken. Parallel dazu geht Electrolux eine strategische Partnerschaft mit Midea Group in Nordamerika ein.
Die Folgen dieser Allianz sind schmerzhaft: 1.250 Arbeitsplätze am Standort Anderson fallen weg. Dazu kommt ein gedämpfter Ausblick für den nordamerikanischen Markt — von neutral auf negativ abgestuft. Zölle und eine anhaltende Marktschwäche belasten das Geschäft.
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Die Kurse spiegeln die Misere. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 53,56 SEK, der aktuelle Kurs 40 Prozent darunter. Der RSI von 29,4 signaliert: Die Aktie ist technisch überverkauft.
Analysten reagieren verhalten. AlphaValue/Baader Europe senkte die Schätzungen und das Kursziel — ein Hinweis auf die Verwässerung durch die Kapitalerhöhung.
Gleichzeitig stemmt sich Electrolux gegen den Gegenwind. Preissteigerungen in Nordamerika sollen die Zollkosten abfedern. Das Sparprogramm für 2026 zielt auf 3,5 bis 4 Milliarden SEK Kosteneinsparungen.
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