Milk, Dosen

A2 Milk: 63.078 Dosen wegen Cereulid zurückgerufen

01.06.2026 - 04:49:20 | boerse-global.de

Freiwilliger Rückruf von Babynahrung in den USA lässt A2-Milk-Aktie um zehn Prozent fallen. Das Unternehmen setzt parallel auf China-Strategie.

A2 Milk: 63.078 Dosen wegen Cereulid zurückgerufen - Foto: über boerse-global.de
A2 Milk: 63.078 Dosen wegen Cereulid zurückgerufen - Foto: über boerse-global.de

Ein freiwilliger Rückruf von Babynahrung hat die Aktie der A2 Milk Company am Freitag um knapp zehn Prozent einbrechen lassen. 63.078 Dosen der Sorte „a2 Platinum Premium USA“ waren betroffen – Grund: mögliche Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid.

Der Schock sitzt tief. Dabei war das Produkt längst vom Markt genommen. Die Importlizenz für diese US-Variante lief Ende 2025 aus, der Verkauf bereits eingestellt.

Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren. Der Aktienkurs fiel auf 5,37 AUD – nur einen Tick über dem 52-Wochen-Tief von 4,93 AUD. Seit Januar hat das Papier 46 Prozent an Wert verloren. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 37 Punkten, die Aktie ist technisch angeschlagen.

Was genau geschah

Betroffen waren drei Chargen mit Haltbarkeitsdaten bis Januar 2027. Die Dosen liefen über die „Operation Fly Formula“-Initiative der US-Regierung, verkauft über die Firmenwebsite, Amazon und Meijer. Rund 16.400 Dosen gelangten tatsächlich zu Verbrauchern.

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Bestätigte Krankheitsfälle gibt es nicht. Cereulid kann bei Säuglingen allerdings schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Strategiewechsel parallel zum Rückruf

A2 Milk steckt mitten im Umbau. Im September 2025 übernahm das Unternehmen die Yashili New Zealand Dairy von Mengniu – für 282 Millionen Neuseeland-Dollar. Die Fabrik in Pokeno soll für weitere 100 Millionen ausgebaut werden.

Gleichzeitig trennte sich A2 Milk von der Mehrheitsbeteiligung an Mataura Valley Milk. Der Verkauf von 75 Prozent an Open Country Dairy brachte netto rund 100 Millionen in die Kasse.

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Das Ziel: mehr Kapazität und neue Zulassungen für den chinesischen Markt. Zwei chinesische Produktregistrierungen kamen mit der Yashili-Übernahme direkt dazu. China bleibt der wichtigste Absatzmarkt für das Unternehmen.

Für die kommenden Quartale wird entscheidend sein, ob der Imageschaden des Rückrufs verheilt – und ob die strategische Fokussierung auf China die operative Basis nachhaltig stärkt. Derzeit notiert die Aktie 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom März.

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