Produktivitätsstrategie

70%-Regel wird zur wichtigsten Produktivitätsstrategie gekürt

31.12.2025 - 10:21:12

Experten erklären die 70%-Regel zur wichtigsten Produktivitätsstrategie zum Jahreswechsel. Der Grund: Entscheidungsparalyse und Perfektionismus bremsen in der KI-Ära zunehmend den Geschäftserfolg aus.

Das Prinzip ist radikal einfach: Entscheidungen sollten getroffen werden, sobald etwa 70 Prozent der Informationen vorliegen oder ein Ergebnis zu 70 Prozent fertig ist. Wer auf 100 Prozent wartet, kommt in der heutigen, schnellen Arbeitswelt oft zu spät.

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Die massive Verbreitung von KI-gestützten Analysetools hat ein Paradoxon geschaffen: Statt Entscheidungen zu beschleunigen, verlangsamen sie diese oft. Führungskräfte ertrinken in Daten und Szenario-Modellierungen. Der Drang zur absoluten Gewissheit lähmt.

Teams, die auf perfekte KI-Modelle oder Projektergebnisse warten, werden regelmäßig von Wettbewerbern überholt. Diese bringen mit einer „gut genug“-Lösung schneller Produkte auf den Markt und verbessern sie dann schrittweise. Das neue Mantra lautet: Geschwindigkeit vor absoluter Präzision.

Ein Mittel gegen den Burnout

Die Regel wirkt auch der mentalen Belastung entgegen. Der ständige Druck, in einer komplexen Welt fehlerfreie Ergebnisse zu liefern, gilt als Hauptursache für arbeitsbedingten Stress.

Indem Unternehmen kommunizieren, dass 70 Prozent für den nächsten Schritt ausreichen, sinkt die Hürde für Mitarbeiter. Dies fördert eine Kultur des „Learning by Doing“ und entlastet die Psyche. Die freigewordenen kognitiven Ressourcen können für kreative Problemlösungen genutzt werden.

Vom Six-Sigma-Ideal zum agilen Mindset

Die aktuelle Zustimmung zur 70%-Regel markiert einen klaren Paradigmenwechsel. Sie steht im Kontrast zu früheren Jahrzehnten, in denen in vielen Branchen „Null-Fehler-Toleranz“ nach Six Sigma galt.

Während in sicherheitskritischen Bereichen wie der Medizin Perfektion unverhandelbar bleibt, vollzieht sich in der Wissensarbeit ein Schwenk. Die Angst vor dem Scheitern wird durch die Zuversicht in die eigene Korrekturfähigkeit ersetzt. Investoren achten heute vermehrt auf die Umsetzungsgeschwindigkeit von Startups.

Was bringt das Jahr 2026?

Für das kommende Jahr wird erwartet, dass die 70%-Regel formell in Unternehmensleitlinien einzieht. Experten prognostizieren einen Boom für „Decision Intelligence“-Plattformen. Diese sollen signalisieren, wann genug Daten für eine fundierte Entscheidung vorliegen.

Die große Herausforderung wird die Balance sein: Die Regel darf nicht als Ausrede für schlampige Arbeit missverstanden werden. Sie soll vielmehr den Standard für den Startschuss setzen – den Punkt, an dem Planung in Handlung übergeht. Unternehmen, die diesen Wandel früh vollziehen, dürften sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.

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