Robotics, KI-Software

3Laws Robotics: KI-Software soll Roboter sicherer machen

18.01.2026 - 00:55:12

Das Startup 3Laws Robotics stellt eine KI-Aufsichtssoftware vor, die autonome Roboter in Echtzeit vor Unfällen schützt. Die Technologie wird von Amazon und Risikokapitalgebern unterstützt.

Ein Spin-off des California Institute of Technology hat eine KI-Aufsichtssoftware vorgestellt, die autonome Roboter in Echtzeit vor Unfällen schützen soll. Die Technologie könnte zum neuen Sicherheitsstandard in der milliardenschweren Robotikbranche werden.

Pasadena, Kalifornien – Die Firma 3Laws Robotics präsentierte ihre KI-Software „AI Supervisor“ vergangene Woche auf einer Investorenveranstaltung in San Francisco. Die Lösung agiert als Sicherheitsschicht für autonome Maschinen und setzt dynamische „Leitplanken“, um Kollisionen in unvorhersehbaren Umgebungen zu verhindern. Das Startup adressiert damit ein drängendes Problem in einem globalen Markt, der laut Schätzungen über 50 Milliarden Euro umfasst.

Mathematische Funktionen als Echtzeit-Wächter

Herzstück der Software ist eine Technologie basierend auf Control Barrier Functions (CBFs). Dieser mathematische Ansatz ermöglicht es dem System, den gesamten Autonomie-Stack eines Roboters zu überwachen. Es bietet dynamische Sicherheitsfunktionen wie Kollisionsvermeidung, geofencing und Fehler-Management.

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Der entscheidende Vorteil: Statt wie bei herkömmlichen Systemen einen kompletten Not-Stopp auszulösen, passt die Software die Bewegungen des Roboters intelligent und in Echtzeit an. So bleiben Produktionsabläufe auch in komplexen, multi-robotischen Umgebungen sicher und effizient – ohne kostspielige Stillstände. Die Technologie ist für verschiedene Plattformen anpassbar, von fahrbaren Manipulatoren in Logistikzentren bis hin zu militärischen Systemen.

Rückenwind von Amazon und Risikokapitalgebern

Das Potenzial der Technologie hat bereits namhafte Investoren überzeugt. 3Laws Robotics schloss eine Seed-Finanzierungsrunde über 4,1 Millionen Euro ab. Angeführt wurde sie von TenOneTen Ventures. Besonders bemerkenswert: Der Amazon Industrial Innovation Fund beteiligte sich. Das unterstreicht das Interesse des E-Commerce-Riesen, die Sicherheit in seinen hochautomatisierten Logistikzentren voranzutreiben.

Das Startup ist ein Spin-off des renommierten Caltech und profitiert von dessen Forschung in sicherheitskritischen Steuerungssystemen. Das Führungsteam brachte bereits erfolgreich Tech-Startups zu Übernahmen durch Konzerne wie Palo Alto Networks.

Antwort auf eine drängende regulatorische Frage

Der Marktstart kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Mit zunehmender Autonomie durch KI wird die Sicherheit von Robotern zur zentralen Herausforderung für Entwickler, Anwender und Regulierungsbehörden. Experten prognostizieren, dass der globale Markt für KI-Sicherheit bis 2033 auf über 41 Milliarden Euro wachsen könnte.

Noch in diesem Jahr werden neue Sicherheitsstandards für industrielle mobile Roboter erwartet. Sie spiegeln den weltweiten Druck wider, die Anforderungen an diese Systeme zu formalisieren. Lösungen wie der AI Supervisor könnten für Unternehmen unverzichtbar werden, um die kommenden Vorschriften einzuhalten und öffentliches Vertrauen in autonome Technologien aufzubauen.

Ausblick: Schlüssel für die nächste Robotik-Generation

Nach der erfolgreichen Präsentation und Finanzierung konzentriert sich 3Laws Robotics nun auf die Partnerschaften in den Kernbranchen Produktion, Logistik und Verteidigung. Die modulare Softwarearchitektur verspricht eine breite Anwendbarkeit.

Die fortschreitende Automatisierung wird die Nachfrage nach intelligenten, dynamischen Sicherheitssystemen weiter befeuern. Die Technologie von 3Laws Robotics könnte damit eine Schlüsselrolle spielen – und ermöglichen, dass Roboter nicht nur autonomer, sondern auch nachweislich sicherer arbeiten.

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