10-10-10-Methode erlebt Comeback gegen Entscheidungsmüdigkeit
30.01.2026 - 14:32:12Führungskräfte kehren zu einem simplen analogen Werkzeug zurück. In einer von KI und Informationsflut geprägten Arbeitswelt feiert die 10-10-10-Methode ein Comeback als Gegenmittel zur grassierenden Entscheidungsmüdigkeit. Entwickelt von der Wirtschaftsjournalistin Suzy Welch, hilft die Technik, kurzfristige Impulse von langfristigen Zielen zu trennen.
Ein simpler Dreiklang für klare Entscheidungen
Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll. Vor einer wichtigen Entscheidung stellt man sich drei Fragen:
* Wie werde ich mich in 10 Minuten damit fühlen?
* Wie werde ich mich in 10 Monaten damit fühlen?
* Wie werde ich mich in 10 Jahren damit fühlen?
Diese Abfolge nutzt den psychologischen Effekt der temporalen Distanzierung. Sie zwingt das Gehirn, vom emotionalen Limbischen System in den rational planenden Präfrontalen Cortex zu wechseln. Ursprünglich ein Tool für die Work-Life-Balance, dient die Methode heute als kognitive Notbremse.
Der digitale Overload treibt die Renaissance an
Warum ist dieses alte Konzept gerade jetzt so relevant? Die Geschwindigkeit organisatorischer Veränderungen hat sich laut Analysen extrem beschleunigt. Generative KI liefert Führungskräften nicht zu wenig, sondern zu viele Optionen – was oft zur „Paralyse durch Analyse“ führt.
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Die Methode wirkt hier als Filter. Während eine dringende Nachricht im 10-Minuten-Fenster wie ein Feuer erscheint, entpuppt sie sich im 10-Monats-Blick oft als irrelevant für die großen Ziele. Technologieunternehmen und Beratungen integrieren die Technik daher verstärkt in ihre Leadership-Trainings.
Mehr als nur Produktivität: Kontrolle und Teamkultur
Die Anwendung hat auch eine mentale Gesundheitskomponente. Sie gibt das Gefühl der Selbstwirksamkeit zurück und verlagert den Fokus von externen Zwängen auf interne Werte. Das hilft besonders, den gefürchteten „Sunk Cost Fallacy“-Fehler zu vermeiden – also in bereits gescheiterte Projekte weiter zu investieren, nur um ein aktuelles Scheitern zu verhindern.
Teams, die mit solch klaren Heuristiken arbeiten, profitieren von weniger Konflikten. Eine Entscheidung, die auf einer nachvollziehbaren zeitlichen Abwägung basiert, findet eher Akzeptanz als ein vages „Bauchgefühl“.
Die Rückkehr der menschlichen Urteilskraft
Das Comeback der Methode steht für einen größeren Trend: die Renaissance der menschlichen Intuition und Urteilskraft. Während Algorithmen Wahrscheinlichkeiten berechnen können, fehlt ihnen das Verständnis für langfristige Zufriedenheit oder bereute Entscheidungen.
Im Vergleich zu anderen Methoden wie der Eisenhower-Matrix fügt die 10-10-10-Technik die emotionale Dimension explizit hinzu – und ordnet sie sofort ein. Die Fähigkeit zum mentalen Perspektivwechsel in die Zukunft wird so zu einer Kernkompetenz, die KI nicht ersetzen kann. In einer hyperbeschleunigten Welt wird das geistige Innehalten zum neuen Beschleuniger für Qualität.
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