Methode, Arbeitstage

1-3-5-Regel: So strukturiert die Methode überforderte Arbeitstage

06.02.2026 - 05:26:12

Die einfache Zeitmanagement-Methode setzt auf eine klare Priorisierung in drei Kategorien, um den Fokus zu erhöhen und Entscheidungsmüdigkeit zu verringern.

Die 1-3-5-Regel strukturiert den Arbeitstag mit nur neun Aufgaben. Die simple Zeitmanagement-Technik gewinnt an Popularität, weil sie den Fokus auf das Wesentliche lenkt und ein Gefühl des Fortschritts vermittelt. Sie setzt einen klaren Gegentrend zur überfordernden „Hustle Culture“.

So funktioniert die einfache Struktur

Das Prinzip ist denkbar einfach: Jeder Tag erhält eine Liste aus genau neun Aufgaben. Diese teilen sich in drei Kategorien auf:
* Eine große Aufgabe: Das wichtigste und komplexeste Vorhaben des Tages mit dem größten Hebel für die Wochenziele.
* Drei mittlere Aufgaben: Wichtige, aber weniger zeitintensive Tätigkeiten.
* Fünf kleine Aufgaben: Schnell zu erledigende Dinge wie E-Mails beantworten oder kurze Telefonate.

Diese vorab festgelegte Grenze macht den Tag überschaubar. Die Methode, bekannt gemacht durch Alex Cavoulacos von der Karriereplattform „The Muse“, zwingt zu einer realistischen Planung.

Anzeige

Passend zum Thema Zeitmanagement: In unserem kostenlosen E‑Book finden Sie sieben praxiserprobte Methoden — darunter Pareto, ALPEN, Eisenhower und die Pomodoro‑Technik — mit denen Sie Ihren Tag in 5 Minuten planen und deutlich fokussierter arbeiten. Konkrete Vorlagen und Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen helfen, die 1‑3‑5‑Regel effektiv umzusetzen und Entscheidungsmüdigkeit zu vermeiden. Ideal für Berufstätige und Wissensarbeiter, die mehr erreichen wollen ohne länger zu arbeiten. Jetzt gratis E‑Book „7 Methoden für ein effektives Zeitmanagement“ herunterladen

Warum die Begrenzung psychologisch entlastet

Die Wirksamkeit der Regel basiert auf klaren psychologischen Vorteilen. Sie reduziert die kognitive Belastung, da unser Arbeitsgedächtnis nur begrenzt viele Informationen gleichzeitig verarbeiten kann. Neun Punkte sind überschaubar.

Zudem bekämpft sie die Entscheidungsmüdigkeit. Die Frage „Was mache ich als nächstes?“ wird morgens beantwortet – nicht ständig neu während des Tages. Das spart mentale Energie für die eigentliche Arbeit. Das regelmäßige Abhaken von Aufgaben, auch der kleinen, schafft zudem kontinuierliche Erfolgserlebnisse und kann einem Burnout vorbeugen.

Flexibel im Job und zuhause anwenden

Die Reihenfolge der Abarbeitung ist nicht in Stein gemeißelt. Viele starten mit kleinen Aufgaben, um in Schwung zu kommen, bevor sie sich der großen Herausforderung widmen. Coach Mathis Uchtmann rät, die eigene Leistungskurve zu nutzen und anspruchsvolle Aufgaben in die Hochphasen zu legen.

Die Methode funktioniert auch abseits des Büros. Im Haushalt wird „Küche grundreinigen“ zur großen, „Wäsche waschen“ zur mittleren und „Müll rausbringen“ zur kleinen Aufgabe. Sie lässt sich zudem gut mit anderen Techniken wie der Pomodoro-Methode kombinieren.

Ein Werkzeug für die neue Arbeitswelt

Die wachsende Beliebtheit solcher Methoden markiert eine Abkehr von der Kultur des ständigen „Mehr“. Im Fokus steht nicht mehr, möglichst viel zu tun, sondern das Richtige. In einer von hybriden Modellen und dem Streben nach Balance geprägten Arbeitswelt werden solche Tools zur Selbstorganisation weiter an Bedeutung gewinnen. Die 1-3-5-Regel bietet einen einfachen, aber wirkungsvollen Ansatz dafür.

Anzeige

PS: Sie probieren bereits die 1‑3‑5‑Regel? Ergänzen Sie Ihren Alltag mit konkreten Vorlagen und Praxistipps aus dem kostenlosen Themenheft. Es erklärt, wie Sie Pomodoro‑Sprints, Priorisierungs‑Tools und kurze Review‑Routinen kombinieren, damit kleine Erfolge sichtbar werden und große Aufgaben planbar bleiben. Sofort anwendbare Checklisten helfen, Routinen zu etablieren und Burnout‑Risiken zu senken. Jetzt E‑Book mit Vorlagen und Praxis-Tipps anfordern

@ boerse-global.de