1-3-5-Regel erlebt zum Jahresstart 2026 ein Comeback
07.01.2026 - 18:23:12Die erste volle Arbeitswoche 2026 bringt eine altbekannte Produktivitätsmethode zurück in die Büros: die 1-3-5-Regel. Angesichts des neuen gesetzlichen Mindestlohns von 13,90 Euro suchen Unternehmen und Beschäftigte nach Wegen, ihre Effizienz zu steigern.
Wirtschaftlicher Druck macht Methode attraktiv
Seit dem 1. Januar lastet ein spürbarer Kostendruck auf vielen Branchen. Die Anhebung des Mindestlohns und der Minijob-Grenze auf 603 Euro zwingt insbesondere personalintensive Dienstleister zum Umdenken. Bloße Mehrarbeit gilt nicht als Lösung. Stattdessen propagieren Produktivitätsexperten strikte Priorisierung.
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Die 1-3-5-Methode wird als pragmatisches Werkzeug gegen die „To-Do-Listen-Fatigue“ gehandelt – jene Erschöpfung durch überlange Aufgabenlisten, die gerade zum Jahresbeginn auftritt.
So funktioniert die radikal einfache Regel
Das Prinzip, ursprünglich von The Muse-Gründerin Alex Cavoulacos popularisiert, begrenzt den Tag auf genau neun Aufgaben in drei Kategorien:
* Eine große Aufgabe: Das Top-Prioritäts-Projekt mit dem größten Einfluss.
* Drei mittlere Aufgaben: Wichtig, aber weniger zeitintensiv.
* Fünf kleine Aufgaben: Administrative „Quick Wins“ wie kurze E-Mails.
Arbeitspsychologen betonen, dass diese vorab getroffene Struktur Entscheidungsmüdigkeit reduziert. Das ständige Abwägen während des Tages entfällt.
Warum die Methode jetzt im Trend liegt
Die Renaissance der Regel ist kein Zufall. Sie korrespondiert mit zwei großen Trends des Arbeitsjahres 2026:
1. Digitale Integration: KI-gestützte Assistenzsysteme und neue Updates von Projektmanagement-Tools können Aufgaben automatisch nach Aufwand kategorisieren.
2. Flexible Arbeitsmodelle: Bei Home-Office und Vertrauensarbeitszeit hilft die klare Limitierung, ein definiertes Tagesende zu finden – ein entscheidender Faktor für die Burnout-Prävention.
Kritiker monieren zwar, starre Vorgaben könnten in dynamischen Umfeldern scheitern. Dagegen empfehlen Experten, bewusst Plätze als Puffer für Unvorhergesehenes freizuhalten. Diese Anpassungsfähigkeit spiegelt den Trend zur „resilienten Produktivität“ wider – weg von maximaler Auslastung, hin zu robuster Leistung.
Bis zum Frühjahr 2026 werden voraussichtlich weitere digitale Tools auf den Markt kommen, die das 1-3-5-Prinzip direkt in Kalenderanwendungen integrieren. In einer teureren Arbeitswelt wird die Fähigkeit, unwichtige Aufgaben nicht zu tun, zur Schlüsselqualifikation.


