Die National-Instruments-Aktie bleibt nach Uebernahme historisch ein Technikwert mit solider Bilanz
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 20:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSNational Instruments Corporation (ISIN US63361B1026) war vor der Uebernahme durch Emerson Electric ein etablierter US-Technologiewert, und die National-Instruments-Aktie diente vielen Anlegern als Zugang zu einem wachstumsstarken Markt fuer Test- und Messsysteme. Historisch erzielte National Instruments im Geschaeftsjahr 2022 einen Umsatz von rund 1,66 Milliarden USD, was im Vergleich zu 2021 einem deutlichen Plus von etwa 14 Prozent entsprach, und unterstrich damit das nachhaltige Wachstum im Kernsegment Test und Measurement. Ausgewiesene operative Gewinnmargen lagen im selben Jahr im mittleren zweistelligen Prozentbereich, was im Technologie-Sektor als solide gilt.
Historische Bilanz und Wachstum
Die strategische Bedeutung der National-Instruments-Aktie ergab sich lange Zeit aus der Kombination aus solider Bilanz und stetigem organischem Wachstum. Unternehmensangaben zufolge verteilte sich der Umsatz im Geschaeftsjahr 2022 in etwa zu einem Drittel auf Kunden aus der Halbleiterindustrie, zu einem weiteren Drittel auf die Bereiche Elektronik und Industriegüter sowie auf restliche Segmente wie Luft- und Raumfahrt und Automotive. Der Umsatzanstieg von rund 14 Prozent gegenu?ber 2021 auf etwa 1,66 Milliarden USD zeigt, dass National Instruments vor der Uebernahme vom Investitionszyklus in der Halbleiter- und Elektronikbranche profitieren konnte.
Parallel dazu entwickelte das Unternehmen seine Profitabilitaet weiter: das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) lag im Geschaeftsjahr 2022 im Bereich von rund 2 USD und damit merklich ueber dem Niveau von 2021, was auf eine Kombination aus Umsatzwachstum, Effizienzsteigerungen und einem fokussierten Portfolio zurueckzufuehren war. Historisch gesehen zeichnete sich die National-Instruments-Aktie dadurch aus, dass sie kein extremes Wachstumsprofil, aber eine verlaessliche Ergebnisentwicklung bot, die im Vergleich zu vielen zyklischen Industrieaktien weniger schwankte.
Uebernahme durch Emerson Electric und Delisting
Mit der Uebernahme durch Emerson Electric im Jahr 2023 endete der eigenstaendige Boersenhandel der National-Instruments-Aktie. Der von Emerson gebotene Kaufpreis lag dabei deutlich ueber den Kursen, zu denen die Aktie im Vorjahr gehandelt wurde, was die strategische Prämie unterstreicht, die ein Industriekonzern fuer Zugriff auf die Messtechnik-Plattform von National Instruments zu zahlen bereit war. Der Deal bewertete National Instruments mit einem Unternehmenswert im zweistelligen Milliardenbereich in USD und spiegelte sowohl das gewachsene Umsatzvolumen von rund 1,66 Milliarden USD als auch die attraktiven Margen wider.
Fuer ehemalige Aktionaere bedeutete die Transaktion, dass die National-Instruments-Aktie nach Vollzug des Deals von der Boerse genommen wurde und sie anstelle eines langfristigen Engagements in einem eigenstaendigen Messtechnik-Spezialisten eine Barabfindung bzw. Kombination aus Barmitteln und eventuell anderen Gegenleistungen erhielten. Durch den hohen Aufschlag auf die zuvor am Markt gehandelten Kurse war die Uebernahme eine realisierte Wertsteigerung, die deutlich machte, dass Strategen im Industriebereich Test- und Messsysteme als zukunftstraechtigen Baustein ihrer Automatisierungs- und Digitalisierungsangebote sehen.
Weitere Hintergruende zur National-Instruments-Aktie
Die National-Instruments-Aktie steht exemplarisch fuer Messtechnik-Unternehmen, die durch solide Margen und strategische Uebernahmen in den Fokus der Industrie geraten.
Test- und Messplattform als Produktschwerpunkt
Das zentrale Produkt- und Loesungsangebot von National Instruments war ueber Jahre hinweg die modulare Test- und Messplattform, mit der sich komplexe elektronische Systeme entwickeln, validieren und im Produktionsumfeld ueberwachen lassen. Im Hardwarebereich setzte das Unternehmen auf modulare Gerate und PXI-basierte Messkarten, waehrend im Softwarebereich Entwicklungsumgebungen wie LabVIEW und dazu passende Test-Management-Loesungen eingesetzt wurden. In Summe ermoeglichte diese Kombination den Kunden, von der Laborumgebung bis zur Fertigung ein durchgaengiges Testkonzept zu etablieren.
Besonders im Umfeld von Halbleitertests war die National-Instruments-Aktie fuer Anleger spannend, weil steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Praezision und Automatisierung direkt zu wachsendem Bedarf an Messhardware und Testsoftware fuehren. National Instruments adressierte diesen Markt mit spezifischen Loesungen fuer Parametertests, End-of-Line-Pruefungen und Qualifikationsmessungen, die auf hoher Datenrate, Praezision und Integration in Fabriknetze ausgelegt waren. Dadurch zahlten sich sowohl der langfristige Trend zur Elektrifizierung als auch der Ausbau von Fahrerassistenzsystemen und Konnektivitaet in der Automobilindustrie in Form eines breit diversifizierten Kundenstamms aus.
Kurs und Anlegerperspektive nach dem Delisting
Ein boersenaktueller Kurs der National-Instruments-Aktie liegt seit dem Vollzug der Uebernahme durch Emerson Electric im Jahr 2023 nicht mehr vor, weil das Papier von der Boerse genommen wurde. Historisch zeigt die Uebernahmepraemie jedoch, dass strategische Kauefer bereit waren, einen deutlichen Aufschlag gegenueber den zuvor gehandelten Kursniveaus zu zahlen. Dies laesst sich exemplarisch als Hinweis darauf lesen, dass profitable Nischenanbieter fuer Test- und Messsysteme in einem technologiegetriebenen Umfeld einen hohen strategischen Wert besitzen.
Fakten zur National-Instruments-Aktie
- Unternehmen: National Instruments Corporation
- ISIN: US63361B1026
- Ticker: NATI
- Handelsplatz: ehemals NASDAQ, nach Uebernahme delistet
- Sektor / Branche: Technologie, Test- und Messtechnik
- Indexzugehoerigkeit: vormals diverse Technologieindizes, nach Delisting entfallen
