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Die Desktop-Metal-Aktie reagiert auf schwache Quartalszahlen und laufende Restrukturierung

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 14:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Desktop-Metal-Aktie steht nach den jüngsten Quartalszahlen vom 08.08.2026 und der laufenden Restrukturierung im Fokus des US-3D-Drucksektors. Analysten verweisen auf anhaltende Verluste, aber auch auf Fortschritte beim Umsatzmix und Kostensenkungen.

DM, US25490K1060, Illustration mit AI erstellt.
DM, US25490K1060, Illustration mit AI erstellt.

Die Desktop Metal-Aktie (ISIN US25490K1060) spiegelt im September 2026 die schwierige Lage des US-3D-Druck-Spezialisten wider, nachdem der Konzern im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Verlust und einen nur moderaten Umsatzanstieg vermeldet hat und zugleich ein Restrukturierungsprogramm vorantreibt, das die Kostenbasis nachhaltig senken soll.

Quartalszahlen und Restrukturierung prägen das Bild

Laut Desktop Metal stieg der Umsatz im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent auf 52,8 Mio. USD, während im zweiten Quartal 2025 noch 48,0 Mio. USD erzielt wurden.

Im selben Zeitraum blieb der Konzern jedoch klar defizitär: Der Nettoverlust verringerte sich im zweiten Quartal 2026 zwar von 42,5 Mio. USD im Vorjahr auf 35,0 Mio. USD, liegt damit aber weiterhin deutlich über der Umsatzgröße und zeigt, dass das Geschäftsmodell noch nicht profitabel ist, wie die Mitteilung von Desktop Metal am 08.08.2026 ausweist.

Für Anleger entscheidend ist, dass das Management im Rahmen des laufenden Restrukturierungsplans für 2026 eine jährliche Kostensenkung von rund 30 Mio. USD anstrebt, um die operative Marge zu verbessern und den Weg zu einem ausgeglichenen Ergebnis zu ebnen, wie Desktop Metal in einer Mitteilung vom 15.07.2026 betont.

Ausblick und Guidance bleiben vorsichtig

Beim Ausblick auf das Gesamtjahr 2026 zeigt sich der Konzern zurückhaltend: Nach Angaben von Desktop Metal liegt die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 in einer Spanne von 210 bis 230 Mio. USD, was einem Wachstum von rund 15 bis 25 Prozent gegenüber den 182 Mio. USD des Geschäftsjahres 2025 entspricht.

Gleichzeitig rechnet das Management für 2026 weiterhin mit einem Nettoverlust, der sich jedoch im Vergleich zu den 160 Mio. USD Verlust des Gesamtjahres 2025 spürbar verringern soll; angestrebt wird eine Reduktion in Richtung 110 bis 120 Mio. USD, was einer Verbesserung von bis zu 50 Mio. USD gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie die Guidance von Desktop Metal vom 08.08.2026 ausführt.

Diese Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum und nur schrittweise sinkenden Verlusten signalisiert, dass das Unternehmen zwar operativ vorankommt, der Weg zur Profitabilität aber noch mehrere Quartale dauern dürfte und stark davon abhängt, ob die geplanten Kostensenkungen von rund 30 Mio. USD tatsächlich im Ergebnis ankommen.

Analysten sehen Chancen, aber verweisen auf Risiken

Nach einem Überblick von MarketScreener liegt der durchschnittliche Analystenkonsens für die Desktop-Metal-Aktie im September 2026 bei einer Einstufung im Bereich Halten bis Kaufen, mit einem mittleren Kursziel von etwa 1,80 USD, während der Schlusskurs vom 18.09.2026 an der NYSE bei 1,20 USD lag; dies entspricht einem potenziellen Aufwärtsspielraum von rund 50 Prozent.

Im gleichen Konsensüberblick hebt ein Haus wie etwa Northland Capital den spekulativen Charakter der Aktie hervor und bleibt bei einer positiven Einstufung, nachdem das Kursziel von 2,00 USD auf 1,75 USD angepasst wurde, während andere Analystenhäuser ihre Kursziele im Bereich von 1,50 bis 2,00 USD belassen, wie der Bericht von MarketScreener vom 17.09.2026 darstellt.

Für risikobewusste Anleger ist wichtig, dass mehrere Analysten auf die anhaltend negative Ergebnislage und den hohen Cashburn verweisen und die Investmentstory stark an die erfolgreiche Umsetzung des Kostensenkungsprogramms und die Durchsetzung der Metall-3D-Drucklösungen im industriellen Maßstab knüpfen, wie MarketScreener am 19.09.2026 analysiert.

Branchenumfeld und Wettbewerbsdruck

Das Marktumfeld für Metall-3D-Drucksysteme bleibt herausfordernd: Einerseits profitieren Hersteller von der zunehmenden Nachfrage aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie, andererseits führt der intensive Wettbewerb zu Preisdruck und hohen F&E-Aufwendungen, wie ein Überblick von Reuters vom 17.09.2026 beschreibt.

In diesem Kontext hebt Reuters hervor, dass kleinere Anbieter wie Desktop Metal stärker unter dem Wettbewerbsdruck durch größere Konzerne leiden, deren Skalenvorteile ihnen erlauben, Margen auch bei fallenden Stückpreisen zu sichern, während Desktop Metal 2026 noch keinen positiven operativen Cashflow meldet.

Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass die Nachfrage nach komplexen Metallkomponenten mit hoher Präzision wächst, was den adressierten Markt mittelfristig stützt; für Desktop Metal bleibt jedoch die Frage, ob das Unternehmen seine Technologieplattform ausreichend differenzieren und die Auslastung seiner Systeme so deutlich steigern kann, dass Umsatzwachstum von 15 bis 25 Prozent tatsächlich in Richtung einer tragfähigen Marge übersetzt wird.

Nächste Termine und kurzfristige Orientierungspunkte

Für die weitere Entwicklung der Desktop-Metal-Aktie sind konkrete Termine entscheidend: Nach Angaben des Finanzkalenders von Desktop Metal ist die Veröffentlichung der Ergebnisse zum dritten Quartal 2026 für den 07.11.2026 vorgesehen, wobei das Management einen Conference Call zur Erläuterung von Umsatz, Margenentwicklung und Fortschritten bei der Kostensenkung ankündigt.

Zudem plant das Unternehmen laut dem gleichen Finanzkalender am 25.10.2026 einen Auftritt auf einer Branchenkonferenz für additive Fertigung, auf der der Fokus auf neuen Metallpulver-Lösungen und Serienanwendungen im Automobilbereich liegen soll, wie Desktop Metal ausführt.

Für Anleger bieten diese Termine wichtige Prüfsteine: Zum einen wird klar werden, ob das Unternehmen seine Zielgrößen beim Umsatzwachstum und bei der Reduktion des Nettoverlustes im dritten Quartal erreichen kann, zum anderen, ob neue Kundenprojekte und Serienaufträge den Auftragsbestand spürbar ausweiten und damit die Basis für die Umsatzspanne von 210 bis 230 Mio. USD im Gesamtjahr 2026 festigen.

Kurs der Desktop-Metal-Aktie und Marktdaten

Die Desktop-Metal-Aktie wird in Deutschland im Freiverkehr über Tradegate gehandelt; am 18.09.2026 lag der Schlusskurs bei 1,12 EUR, was umgerechnet etwa 1,20 USD entspricht, während der Vortagesschluss bei 1,15 EUR lag und damit ein Rückgang von rund 2,6 Prozent verzeichnet wurde.

Im selben Zeitraum lag die Marktkapitalisierung von Desktop Metal bei rund 360 Mio. USD, und die 52-Wochen-Spanne reichte von einem Tief bei 0,80 USD bis zu einem Hoch von 2,10 USD, wobei der Kurs von 1,20 USD an der NYSE damit rund 43 Prozent über dem Jahrestief, aber 43 Prozent unter dem Jahreshoch liegt.

Für Anleger ergibt sich damit ein typisches Bild eines spekulativen Nebenwerts: Die Kursentwicklung reagiert stark auf Nachrichten zu Quartalszahlen und zur Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen, während das absolute Kursniveau noch deutlich unter den Kurszielen von durchschnittlich 1,80 USD liegt, sodass die Bewertung weiterhin stark von der Erwartung abhängt, ob das Unternehmen seinen Umsatz wie geplant steigern und die Verluste im Jahr 2026 wie angekündigt um bis zu 50 Mio. USD reduzieren kann.

Fakten zur Desktop-Metal-Aktie

  • Unternehmen: Desktop Metal Inc.
  • ISIN: US25490K1060
  • Ticker: DM
  • Handelsplatz: NYSE, Tradegate (Freiverkehr)
  • Kurs (Stand 18.09.2026, 22:00 Uhr): 1,20 USD (NYSE Schlusskurs)
  • Marktkapitalisierung: 360 Mio. USD (Stand 18.09.2026)
  • Sektor / Branche: Additive Fertigung, Metall-3D-Druck
  • Indexzugehörigkeit: kein Hauptindex, US-Small-Cap-Segment
  • Nächstes Earnings-Datum: 07.11.2026

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