Bilfinger: Gesenkte Prognose und H2-Auftrag im September
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 19:36 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Bilfinger hat am 16.09.2026 seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt. Der Industriedienstleister erwartet nun einen Umsatz von 5,3 bis 5,7 Milliarden Euro und eine EBITA-Marge von 3,2 bis 3,6 Prozent. Zuvor hatte Bilfinger einen Umsatz von 5,4 bis 5,9 Milliarden Euro und eine EBITA-Marge von 5,8 bis 6,2 Prozent in Aussicht gestellt. Die Mitteilung veröffentlichte EQS News.
Programm Agile mit Einmalkosten
Der Vorstand beschloss zugleich das Programm Agile. Unter Berücksichtigung einmaliger Aufwendungen soll die bereinigte EBITA-Marge 4,6 bis 5,0 Prozent erreichen. Den Free Cashflow erwartet Bilfinger 2026 nun in einer Bandbreite von 180 bis 220 Millionen Euro nach zuvor 250 bis 300 Millionen Euro. Für Agile rechnet das Unternehmen mit einmaligen ergebniswirksamen Aufwendungen von rund 75 Millionen Euro. Nach vollständiger Umsetzung soll das Programm ab 2028 jährlich rund 75 Millionen Euro zum Ergebnis beitragen. Die Mittelfristziele für 2030 wurden laut der Mitteilung unverändert bestätigt.
Auftrag für Wasserstoff-Aufbereitung
Am 21.09.2026 beauftragte die EWE GASSPEICHER GmbH Bilfinger mit der Lieferung einer Gasaufbereitungsanlage für den Wasserstoffspeicher Huntorf. Bilfinger übernimmt Engineering, Installation und Inbetriebnahme. Dabei soll die von Bilfinger entwickelte H2Dry-Technologie erstmals im kommerziellen Maßstab eingesetzt werden. Der Speicher soll rund 16 Millionen Normkubikmeter Arbeitsgasvolumen für Wasserstoff bereitstellen und 2028 an das Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen werden. Dies teilte EWE mit.
