Zcash-Kurs vor NU7: Netzwerk-Upgrade setzt Anleger auf schnellere Blöcke
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSNU7 rückt bei Zcash näher
- Zcash soll mit NU7 die Zielblockzeit von 75 auf 25 Sekunden verkürzen.
- Die Aktivierung ist an Block 3.543.405 gebunden und wird für den 5. oder 6. November erwartet.
- Am 4. November um 00:48 Uhr Berliner Zeit lag ZEC laut CryptoTicker bei 1.230,91 US-Dollar.
- Die Zcash Community Grants zog einen umstrittenen Vorschlag zur Umleitung von ZEC in eine Mining-Reserve zurück.
Der Zcash-Kurs steht vor einem wichtigen technischen Termin: Das Netzwerk-Upgrade NU7 soll die Zielblockzeit von 75 auf 25 Sekunden verkürzen. Die Aktivierung ist an Block 3.543.405 gebunden und wird nach den vorliegenden Zeitplanungen am 5. oder 6. November erwartet. Für Anleger ist damit weniger ein einzelner Kurstreiber als die störungsfreie Umstellung entscheidend.
Am 4. November um 00:48 Uhr Berliner Zeit wurde ZEC laut CryptoTicker mit 1.230,91 US-Dollar angegeben. Gegenüber dem UTC-Tagesschluss vom 3. November von 1.218,24 US-Dollar, den CoinGecko ausweist, entsprach das einem Plus von 1,04 Prozent. Der Vergleich bezieht sich ausdrücklich auf den UTC-Schluss und nicht auf eine rollierende 24-Stunden-Bewegung.
Was NU7 technisch verändert
Die kürzere Blockzeit soll Bestätigungen beschleunigen, ohne dass jede Transaktion automatisch nach 25 Sekunden endgültig bestätigt ist. Börsen können weiterhin eigene Anforderungen an die Zahl der Bestätigungen festlegen. Außerdem sollen 60 Prozent der Transaktionsgebühren in den Network Sustainability Mechanism fließen, während Miner 40 Prozent behalten. Die Reserve soll langfristig zur Finanzierung der Netzwerksicherheit beitragen.
NU7 beendet zudem die Nutzung des alten Sprout-Pools. Guthaben, die dort noch liegen, müssen vor der Aktivierung bewegt werden, da sie danach laut dem Bericht nicht mehr ausgegeben werden können. Betreiber eigener Knoten benötigen die aktualisierte Zebra-Software. Für Nutzer moderner Wallets ändert sich der Kontostand nicht, dennoch sind App- und gegebenenfalls Geräte-Updates vor dem Upgrade sinnvoll.
Governance bleibt ein zweiter Risikofaktor
Parallel zur technischen Umstellung gab es Streit über die Mittel der Zcash Community Grants. Wie CoinDesk berichtet, nahm das fünfköpfige Gremium einen Vorschlag zurück, rund 98.000 ZEC für künftige Mining-Belohnungen umzuleiten. Vorgesehen waren unter anderem 36.200 ZEC aus einer Treasury von rund 91.500 ZEC. Das Gremium erklärte, künftige Finanzierungsentscheidungen sollten über den üblichen Governance-Prozess getroffen werden.
Für Anleger verdichten sich damit zwei unterschiedliche Themen: NU7 kann die technische Leistungsfähigkeit und die Sicherheitsfinanzierung des Netzwerks verbessern, bringt aber ein Umstellungsrisiko mit sich. Die zurückgezogene Finanzierungsinitiative zeigt zugleich, dass die Verteilung neu geschaffener ZEC und die Rechenschaft der Förderinstitutionen weiter diskutiert werden. Aus der Upgrade-Ankündigung allein lässt sich keine nachhaltige Kurswirkung ableiten.
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