XRP, XCCRYPTOXRP0

XRP-Kurs: XRP Ledger schließt Lücke bei Token-Berechtigungen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 07:33 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der XRP-Kurs steht nach einem wichtigen Sicherheitsfix im XRP Ledger im Anlegerfokus. Die Korrektur betrifft ausgegebene Token, nicht die native XRP-Versorgung.

XRPL schließt Token-Lücke

  • Das XRP Ledger aktivierte am 4. November 2026 das Update fixCleanup3_4_0.
  • Die Korrektur verhindert, dass eine delegierte Berechtigung zum Vernichten von Token unter bestimmten Bedingungen auch deren Erzeugung ermöglicht.
  • Die native XRP-Menge war laut CoinDesk von der Schwachstelle nicht betroffen; öffentlich bestätigte Ausnutzungen gibt es nicht.
XRP, XCCRYPTOXRP0, Illustration mit AI erstellt.

Der XRP-Kurs steht nach der Aktivierung eines wichtigen Sicherheitsupdates im XRP Ledger im Fokus. Die Änderung fixCleanup3_4_0 wurde am 4. November 2026 um 14:52 UTC bei Ledger 108.112.129 aktiviert. Sie schließt eine Lücke in der delegierten Berechtigungsverwaltung, ohne die native XRP-Menge zu verändern.

Das berichtet CoinDesk. Demnach verhinderte das Update, dass ein Konto mit einer ausschließlich zum Vernichten ausgegebener Token gedachten Berechtigung unter bestimmten Bedingungen zusätzlich neue Token erzeugen konnte. Betroffen waren laut dem Bericht Vermögenswerte auf dem XRP Ledger, darunter Stablecoins, nicht jedoch XRP selbst.

Was der Ledger-Fix ändert

Im Mittelpunkt steht die Berechtigung PaymentBurn. Sie kann etwa einem Zahlungsdienstleister erteilt werden, damit dieser Token eines Emittenten bei einer Rückgabe vernichtet. Nach den früheren Regeln konnte eine entsprechende Transaktion in bestimmten Fällen eine Nullsaldo-Grenze überschreiten und dadurch unbeabsichtigte Token-Erzeugung ermöglichen. Die neue Regel lehnt solche PaymentBurn-Zahlungen ab.

Unchained berichtet, dass die Korrektur mit der Server-Version xrpld 3.4.0 ausgeliefert wurde. Das Update bündelt außerdem weitere technische Anpassungen, unter anderem für Vault-Abrechnungen, AMM-Clawbacks und Transaktionssignaturen. Diese zusätzlichen Änderungen sind nicht mit einer Änderung der XRP-Geldmenge gleichzusetzen.

Validatoren verzögerten Aktivierung

Die Aktivierung erforderte mehr als 80 Prozent Zustimmung der vertrauenswürdigen Validatoren über 14 aufeinanderfolgende Tage. Ein erster Abstimmungszeitraum wurde im Oktober unterbrochen, nachdem die erforderliche Unterstützung zeitweise unterschritten worden war. Nach einer erneuten Abstimmungsphase wurde der Fix schließlich aktiviert.

Für Anleger ist die Abgrenzung entscheidend: Die Schwachstelle lag in einer Funktion für ausgegebene Token und nicht in der Versorgung von XRP. CoinDesk zufolge gibt es zudem keine öffentlich bestätigten Fälle, in denen die Lücke ausgenutzt wurde. Der XRP-Kurs bleibt damit von den technischen Risiken des Ledger-Ökosystems zu unterscheiden; eine unmittelbare Änderung der XRP-Versorgung folgt aus dem Fix nicht.

Weitere Einordnungen finden Sie auf der XRP-Themenseite.

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