VIX bei 20,51 Punkten: US-Wahl hält Nervosität hoch
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 09:42 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSVIX bleibt über der Warnschwelle
- Der VIX schloss am 3. November bei 20,51 Punkten und gab damit um 3,03 Prozent nach.
- Die US-Zwischenwahlen, Technologiewerte und anstehende Konjunkturdaten bleiben wichtige Unsicherheitsfaktoren.
- Am 4. November stehen unter anderem die Eurozonen-Inflation, der ADP-Arbeitsmarktbericht und der ISM-Index auf der Agenda.
Der VIX startet am Mittwoch mit einem weiterhin erhöhten Volatilitätsniveau in den europäischen Handel. Der Index schloss die US-Sitzung am 3. November bei 20,51 Punkten. Gegenüber dem Vortagesschluss von 21,15 Punkten entspricht das einem Rückgang um 0,64 Punkte oder 3,03 Prozent. Die Angaben stammen aus dem Cboe-Marktkommentar vom 3. November.
Volatilität bleibt über 20
Der VIX misst anhand der Preise von Optionen auf den S&P 500 die erwartete Schwankungsintensität für die nahe Zukunft. Die Cboe beschreibt den VIX als Barometer der erwarteten kurzfristigen Marktvolatilität. Mit einem Schlussstand über 20 bleibt der Index nach der gängigen Cboe-Einordnung in einem aufmerksamkeitsbedürftigen Bereich, auch wenn der Tageswert gesunken ist. Ein einzelner Rückgang ist dabei kein Beleg für eine nachhaltige Entspannung.
Wahl und Technologiewerte im Fokus
Nach Einschätzung der Cboe standen am Dienstag neben der US-Wahl vor allem die Entwicklung von Technologie- und Halbleiterwerten im Mittelpunkt. Die Unsicherheit über die künftige Mehrheitsverteilung im Kongress kann Erwartungen an Steuern, Staatsausgaben und die Regulierung von Rechenzentren und künstlicher Intelligenz beeinflussen. Gleichzeitig erholten sich der Nasdaq Composite und der S&P 500 am Dienstag, während der Dow Jones nachgab. Der VIX blieb damit trotz des festeren Gesamtmarktes oberhalb der Marke von 20.
Für die weitere Richtung sind die Wahlauszählung und neue Unternehmensnachrichten relevant. Der Rückgang des VIX am Dienstag sollte daher nicht isoliert als Signal für eine dauerhaft niedrigere Absicherung interpretiert werden. Der Index bildet Erwartungen ab und ist kein direkter Richtungsindikator für den Aktienmarkt.
Mehrere Termine am Mittwoch
Am 4. November folgen zunächst die vorläufigen Inflationsdaten für die Eurozone. Nach Angaben des ATFX-Tagesausblick stehen danach in Berlin um 14:15 Uhr der ADP-Beschäftigungsbericht und um 14:30 Uhr die US-Handelsbilanz sowie die vierteljährliche Treasury-Refinanzierungsankündigung an. Um 16:00 Uhr folgt der US-ISM-Index für den Dienstleistungssektor. Diese Termine können über Zinsen, Konjunkturerwartungen und die Risikobereitschaft auf die implizite Volatilität wirken.
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