sproof initiiert EUDI-Konsortium für Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 10:00 Uhr | pressetext, AD HOC NEWSWas ist die EUDI-Wallet, was bedeutet eIDAS 2.0 und warum verspricht sich ganz Europa derzeit so viel von diesem Vorhaben? Mit der novellierten eIDAS-2.0-Verordnung schafft die Europäische Union ein einheitliches, staatenübergreifendes Rechts- und Technologiefundament für den digitalen Binnenmarkt. Kernstück ist die sogenannte EUDI-Wallet (European Digital Identity): eine sichere, staatlich anerkannte digitale Brieftasche auf dem Smartphone.
Bis 2027 sind betroffene Unternehmen – von Finanzinstituten und Telekommunikationsanbietern bis hin zu Hochschulen und Industrieunternehmen – verpflichtet, die europäische digitale Brieftasche (EUDI-Wallet) als Nachweis- und Signaturinstrument zu akzeptieren. Um diesen Wandel aktiv zu gestalten, hat das Salzburger RegTech sproof das "EUDI-Konsortium" (eudi-pioneers.eu) ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist ein strategischer Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie und Politik, um den Aufbau zukunftssicherer Use Cases zu beschleunigen und den DACH-Raum an der Spitze der europäischen Identitäts-Infrastruktur zu positionieren.
Gesetzgebung und Realität: Tempo statt Abwarten
Die Ausgangslage in den 27 EU-Mitgliedstaaten ist derzeit von unterschiedlichen Geschwindigkeiten geprägt: Während manche Länder den eIDAS-Fahrplan mit straffen Schritten vorantreiben, agieren andere noch zögerlich. Österreich gab sich auf Bundesebene bislang eher abwartend. In Deutschland hingegen erhöht die Politik das Tempo: Fu?r den 6. Oktober ist die parlamentarische Anhörung fu?r das neue Digitale-Identitäten-Gesetz angesetzt, das als nationale Rahmengesetzgebung die eIDAS-2.0-Vorgaben verankert; der Start der deutschen EUDI-Wallet – d-you – ist fu?r den 2. Januar 2027 geplant.
Als Teil der europäischen Vertrauensinfrastruktur folgte sproof der Einladung von Digitalminister Dr. Karsten Wildberger in das Bundesministerium fu?r Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) nach Berlin: sproof wurde dort als ausgewählter Technologie- und Launch-Partner der deutschen EUDI-Wallet-Initiative bestätigt. Dieses Know-how fließt nun unmittelbar in das Konsortium ein, um auch Österreich aus der Warteschleife in die First-Mover-Rolle zu katapultieren.
Weit über Standard-Identifikation hinaus: Echte Attribute für den Arbeitsalltag
Bislang reduzieren viele Organisationen die Wallet-Thematik auf ein reines Basisverfahren: das gesetzlich vorgeschriebene Auslesen von Personenidentifikationsdaten (PID) als digitalem Ausweisersatz. Das Konsortium setzt bewusst an einer entscheidenden Stelle an: der Erschließung konkreter, praxisnaher Attribut-Use-Cases fu?r den täglichen Betrieb.
Im Mittelpunkt steht dabei das Erproben standardisierter Workflows zur Ausgabe und Überpru?fung digitaler Nachweise (Electronic Attestation of Attributes / EAA bzw. QEAA). Das Spektrum reicht von fälschungssicheren Mitarbeiter:innenausweisen und Fachbereichs-Legitimationen u?ber branchenspezifische Qualifikations- und Berechtigungsnachweise bis hin zu Zeichnungsvollmachten und Ausbildungszertifikaten. Unternehmen und Institutionen lernen im Konsortium, wie sie selbst verlässliche Attribute ausstellen, diese in internen sowie u?bergreifenden Prozessen sekundenschnell und datensparsam abfragen, und so manuelle Nachweiserbringungen im Geschäftsalltag vollständig ablösen.
sproof Credible als verbindende Plattform fu?r Attribute und Wallets
Als Initiator des Konsortiums bringt sproof mit seinem neuen Produkt Credible eine EUDI-Middleware ein, die als einheitliche Schnittstelle zu den Wallets der 27 EU-Mitgliedstaaten dient. Die Partner:innen können so auf ihre bestehenden Systeme aufbauen, ohne sich mit den technischen Protokollen im Detail befassen zu mu?ssen. sproof deckt dabei das gesamte Spektrum ab:
1. Attribute ausstellen ( Issuing): Institutionen können fälschungssichere digitale Nachweise (Electronic Attestation of Attributes / EAA bzw. QEAA)– wie Mitarbeiter:innen-Ausweise, Bildungsabschlüsse oder Zeichnungsvollmachten – direkt in die Wallets ihrer Stakeholder ausgeben.
2. Attribute auslesen und verifizieren: Unternehmen können Berechtigungen, Altersnachweise oder Stammdaten automatisiert, datensparsam und eIDAS-konform abfragen.
3. Rechtliche & technische Compliance: sproof wickelt die technischen Schnittstellen zu Aufsichtsbehörden (wie RTR, A-SIT, BKA)und Vertrauensdiensteanbietern (QTSPs)standardisiert ab.
Eine starke Allianz
Unterstützt wird das Konsortium von Partnern wie A-Trust und PwC:Die führende Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC begleitet das Konsortium bei strategischen Fragestellungen, Governance-Themen und regulatorischer eIDAS-2.0-Compliance. A-Trust unterstützt die Initiative als staatlich akkreditierter Vertrauensdiensteanbieter maßgeblich bei der Bereitstellung und hochsicheren Absicherung qualifizierter elektronischer Attributsnachweise (QEAA)sowie der nahtlosen Verankerung mit der ID Austria.
Flankiert wird das Konsortium durch die Salzburg AG und das Hilfswerk; die beteiligten Hochschulen und Bildungsinstitutionen – darunter die FH Salzburg, die Modul University Vienna, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)und LearnChamp – bündeln ihre Kräfte im akademischen und Ausbildungssektor: Gemeinsam testen und etablieren sie fälschungssichere digitale Campus- und Studierendenausweise, internationale Bildungsnachweise sowie hochsensible Qualifikations- und Weiterbildungszertifikate direkt in der Wallet – von der automatisierten Verifikation bei Prüfungen bis hin zur physischen Zutrittssteuerung am Campus.
Stimmen zur Initiative
Dr. Clemens Brunner, CEO und Co-Founder von sproof: "Die EUDI-Wallet ist die Grundlage für echte digitale Souveränität in Europa. Wer jetzt abwartet, bis die Wallet 2027 zur gesetzlichen Pflicht wird, verschenkt entscheidende Wettbewerbsvorteile. Im Konsortium bringen wir unsere Technologieplattform ein, damit Unternehmen und Institutionen nicht nur vorgegebene Ausweisdaten auslesen, sondern ab Tag eins eigene, fälschungssichere Attribute und Nachweise rechtssicher ausstellen und verifizieren können. Unsere Praxis beweist: Höchste europäische Rechtsverbindlichkeit, strikter Datenschutz und eine intuitive, barrierefreie Nutzer:innenführung schließen einander keineswegs aus – sie bedingen einander."
FH Prof. Mag. Dr. Dominik Engel, Rektor der FH Salzburg: "Gemeinsam mit sproof bringen wir als eine der ersten Hochschulen Europas fälschungssichere Campus-Ausweise direkt in die EUDI-Wallet."
Dr. Markus Vesely, CEO von A - Trust: "Mit dem Beitritt zum EUDI-Konsortium bringen wir unsere langjährige Erfahrung als qualifizierter Vertrauensdienstanbieter in ein starkes europäisches Netzwerk ein. Die EUDI-Wallet wird nur dann Vertrauen schaffen, wenn sie auf einer belastbaren Vertrauensinfrastruktur aufsetzt. Dazu wollen wir gemeinsam mit sproof und den weiteren Partnern beitragen."
Ausblick: Sandbox-Testing und Beitritt für Pionier-Unternehmen
In den kommenden Monaten durchlaufen die Konsortialpartner strukturierte Deep-Dives und die Spezifikation ihrer Branchen-Use-Cases. Bis Ende 2026 sind insgesamt fünf strukturierte Konsortialtreffen angesetzt. In diesen Arbeitsgruppen definieren und schärfen die Partner:innen ihre branchenspezifischen Use Cases und klären regulatorische Rahmenbedingungen im direkten Dialog.
Ab Herbst 2026 erhalten die Teilnehmenden Zugang zur sproof Credible Sandbox, um Issuing- und Verifikations-Workflows live zu testen, bevor die Pilotprojekte noch vor dem gesetzlichen Pflichttermin der Öffentlichkeit und Politik präsentiert werden.
Das Konsortium steht weiteren Organisationen und Unternehmen aus Österreich offen, die ihre Perspektive und Anforderungen einbringen möchten. In gestaffelten Partnermodellen können sie die Ausgestaltung digitaler Identitäten aktiv mitgestalten und dabei frühzeitig Praxiserfahrung sammeln.
Werden Sie jetzt Vorreiter: Weitere Informationen zur Initiative und den Einstiegsmöglichkeiten: https://eudi-pioneers.eu ( https://eudi-pioneers.eu )
Über die sproof GmbH Die sproof GmbH mit Sitz in Salzburg und Wien ist die europäische Expertin für digitale Signaturlösungen und Identitätsprüfungen. Mit einer modularen Plattform vereint sproof beide Prozesse in einem nahtlosen, rechtskonformen Workflow. Das Ziel: Unternehmen in Europa dabei zu unterstützen, ihre Vertrags- und Onboarding-Prozesse vollständig zu digitalisieren – mit maximalem Vertrauen, eIDAS-Konformität, strengem Datenschutz und einem klaren Fokus auf europäische digitale Souveränität. Die flexibel kombinierbaren Produktmodule von sproof lassen sich als fertige Web-Anwendung, über API-Integration oder direkt in Office-Tools einbinden.
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Aussender: sproof GmbH Ansprechpartner: Bennet Dietrich Tel.: +43 5 0423 33 E-Mail: presse@sproof.com Website: www.sproof.com
