SMI vor dem Handelsstart unter Druck
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 10:02 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSSMI vor dem Handelsstart unter Druck
- Die Schweizer Börse dürfte nach dem Rekordlauf des Vortags schwächer eröffnen.
- Negative Vorgaben aus den USA und Asien sowie enttäuschende Technologiewerte belasten die Stimmung.
- Im Tagesverlauf stehen Inflationsdaten, das Eurozonen-BIP und der Chicago-Einkaufsmanagerindex im Fokus.
Der Schweizer Leitindex SMI steht vor einem vorsichtigeren Handelsstart. Nach dem kräftigen Anstieg am Donnerstag, bei dem der Index ein neues Rekordhoch von 14.861,53 Punkten erreichte, deutet sich für Freitag eine Konsolidierung an. Die Schweizer Börse ist im Zeitfenster des Vorberichts noch nicht in der regulären Sitzung angekommen.
Vorbörsliche Indikation liegt tiefer
Die Finanzen.ch-Berichterstattung nannte für die vorbörsliche Berechnung der Bank Julius Bär gegen 08:10 Uhr einen SMI von 14.705 Punkten, 0,35 Prozent unter dem Referenzstand. Dabei handelt es sich um eine vorbörsliche Indikation und nicht um den offiziellen SMI-Schluss oder einen bereits festgestellten Börsenstand.
Der SMI bildet laut SIX die 20 größten und liquidesten Aktien des Schweizer Marktes ab und wird während der Sitzung fortlaufend berechnet. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob sich die anfängliche Schwäche nach der Eröffnung bestätigt oder von defensiven Schwergewichten abgefedert wird.
Technologiesorgen prägen die Vorgaben
Nach Einschätzung der AWP im Vorbörsenbericht drücken enttäuschend aufgenommene Zahlen von Intel und Amazon auf die Stimmung. Besonders Technologiewerte und Titel, die von der jüngsten KI-Rally profitiert haben, könnten unter Gewinnmitnahmen leiden. Genannt wurden unter anderem ABB, VAT und AMS Osram mit schwächeren vorbörslichen Erwartungen.
Der Vortag hatte dem Schweizer Markt dagegen Rückenwind gegeben. Die St. Galler Kantonalbank führt die unveränderte Geldpolitik der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank sowie rückläufige Ölpreise als unterstützende Faktoren an. Novartis war mit einem Plus von 2,4 Prozent eine wichtige Stütze, während insgesamt 17 der 20 SMI-Werte zulegten.
Konjunkturdaten im weiteren Tagesverlauf
Im Tagesverlauf rücken Inflationsdaten aus Frankreich, Spanien und Deutschland sowie die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone für das dritte Quartal in den Mittelpunkt. Aus den USA folgt am Nachmittag der Chicago-Einkaufsmanagerindex. Zusätzlich dürften sich Anleger mit Blick auf die am kommenden Dienstag anstehenden US-Zwischenwahlen zurückhaltender positionieren.
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