SMI schliesst bei 14.756,86 Punkten auf Rekordniveau
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 18:55 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSSMI beendet Handel auf Rekordniveau
- Der SMI schloss am 29. Oktober 2026 bei 14.756,86 Punkten und damit 1,2 Prozent höher.
- Ein neues Tageshoch von 14.857,80 Punkten und der Schlussstand markierten Rekorde.
- Unveränderte Leitzinsen von Fed und EZB sowie Kursgewinne bei Sandoz, UBS und Novartis stützten den Markt.
Der Schweizer Leitindex SMI hat den Handel am Donnerstag, 29. Oktober 2026, mit einem Rekordschluss beendet. Nach Angaben von cash.ch stieg der Index um 1,2 Prozent auf 14.756,86 Punkte. Damit erreichte der SMI den höchsten je verzeichneten Schlussstand. Im Tagesverlauf kletterte er bis auf 14.857,80 Punkte.
Rekordhoch trotz gemischter Vorgaben
Der Schlussstand lag 175,76 Punkte über dem Vortagesschluss von 14.581,10 Punkten. Der SMI eröffnete bereits fester und übertraf am Vormittag den bisherigen Rekord von rund 14.670 Punkten aus dem August. Die Entwicklung des Index ist dabei vom Schweizer Blue-Chip-Universum geprägt: Der SMI umfasst die 20 grössten und liquidesten Aktien des SPI und wird von SIX in Echtzeit berechnet.
Zinsen geben dem Markt Halt
Als unterstützend erwies sich laut cash.ch die Aussicht auf zunächst unveränderte Leitzinsen dies- und jenseits des Atlantiks. Die US-Notenbank Fed hatte ihren geldpolitischen Kurs am Vorabend bestätigt. Am Donnerstag hielt auch die Europäische Zentralbank an ihrem Leitzinsniveau fest. Gleichzeitig lieferten Schweizer Unternehmensmeldungen zusätzliche Impulse, sodass die positive Indexentwicklung trotz einzelner Belastungsfaktoren anhielt.
Sandoz und Schwergewichte vorn
Bei den SMI-Mitgliedern legten Sandoz um 4,4 Prozent zu und erholten sich damit von den Verlusten der Vortage. UBS gewannen 2,9 Prozent, Novartis 2,4 Prozent und Roche 0,7 Prozent. Diese Titel gehören zu den grösseren Gewichtungen im Index und gaben dem Gesamtmarkt entsprechend Auftrieb. Nestlé schlossen dagegen unverändert.
Amrize beendeten den Handel 3,2 Prozent höher, nachdem die Aktien im frühen Handel noch mehr als 5 Prozent verloren hatten. Der Baustoffkonzern hatte Quartalszahlen vorgelegt und seine Jahresprognose gesenkt. Die anfängliche Belastung für den SMI liess im Sitzungsverlauf nach. Gleichzeitig blieb die internationale Nachrichtenlage uneinheitlich: Schwache Reaktionen auf Zahlen von Alphabet und Samsung belasteten den Technologiesektor, während die Schweizer Standardwerte insgesamt gefragt blieben.
Für Anleger ist der Rekordschluss zunächst eine Beschreibung der Marktstärke, nicht automatisch ein Signal für die weitere Kursentwicklung. Im Mittelpunkt der nächsten Sitzung stehen weiterhin geldpolitische Erwartungen, die internationale Berichtssaison und die Reaktion der SMI-Schwergewichte auf neue Unternehmensdaten. Weitere Berichte zum Index finden Sie auf der SMI-Themenseite.
