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Europa Schluss: Wenig bewegt vor Fed - Berichtssaison im Fokus

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 18:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Europas Aktienmärkte haben den Mittwoch wenig bewegt zu Ende gebracht.

Während an Asiens Börsen die beeindruckende Quartalsbilanz von SK Hynix KR7000660001 die KI-Begeisterung erneut anfachte, sprang der Funke nach Europa kaum über. Dort und in New York positionierten sich die Anleger vorsichtig vor dem später erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, auf den am Donnerstag jener der Europäischen Zentralbank folgen wird.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 traf im Tagesverlauf bei der abwärts verlaufenden 21-Tage-Linie auf charttechnischen Widerstand. Der Leitindex der Eurozone ging aber 0,05 Prozent höher bei 6.167,81 Punkten aus dem Handel. Außerhalb der Eurozone sank der Schweizer SMI CH0009980894 jedoch um 0,11 Prozent auf 14.581,10 Zähler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 schloss 0,07 Prozent höher bei 10.694,50 Punkten.

Hierzulande sorgte eine Reihe von Unternehmensberichten vereinzelt für starke Kursausschläge. Im Gesamtbild erzeugten sie aber kein klares Bild vor den Resultaten von Alphabet US02079K3059 und Microsoft US5949181045, die am Mittwoch nach dem New Yorker Börsenschluss anstehen. Mit diesen und dem Fed-Entscheid stehen den Märkten laut dem CMC-Markets-Experten Andreas Lipkow am Mittwoch noch "zwei wichtige Bewährungsproben" bevor.

Die größte Enttäuschungen kam von Adyen NL0012969182, die im EuroStoxx mit einem Kurseinbruch um 13,4 Prozent das Schlusslicht waren. JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande rechnet nach der gekappten diesjährigen Margenprognose des niederländischen Zahlungsabwicklers und den gestrichenen Margen für die kommenden Jahre mit sinkenden Markterwartungen.

In der Bankenbranche war der Nachrichtenfluss durchwachsen. Während die Deutsche Bank DE0005140008 und Standard Chartered GB0004082847 zuversichtlicher wurden für den Rest des Jahres und damit ihre Kurse deutlich stützten, fiel die Reaktion auf die Zahlen von BNP Paribas FR0000131104 verhaltener aus. Die spanische Bank Santander ES0113900J37 enttäuschte dagegen, ihr Kurs sackte um 5,6 Prozent ab. In Zürich verloren die Papiere von UBS CH0244767585 nach dem Quartalsbericht fast ein Prozent.

In der Branchenwertung fielen die Medienwerte als größte Verlierer auf und Autowerte als größte Gewinner. Letzteres war geprägt von Stellantis NL00150001Q9, denn die Papiere des Opel-, Fiat- und Peugeot-Mutterkonzerns bauten ihre Gewinne in Paris auf 15,4 Prozent aus. Sie starteten damit eine schwungvolle Erholung von ihrem jüngsten Rekordtief. Ermutigend waren die vom Autobauer bestätigten Jahresziele.

Für Logitech CH0025751329 ging es im Züricher Leitindex SMI nach Halbjahreszahlen um mehr als zehn Prozent abwärts. Die Aktien des Computerzubehör-Herstellers litten Händlern zufolge unter Aussagen des Managements zur Bruttomarge im angelaufenen Weihnachtsquartal.

In London gingen die Blicke auf Unilever GB00BVZK7T90 mit einem zweiprozentigen Abschlag. Zwar hob der Konsumgüterkonzern den Jahresausblick an, doch dies war laut dem UBS-Experten Guillaume Delmas schon eingepreist. Celine Pannuti von JPMorgan sprach von einer enttäuschenden Entwicklung in den Industrieländern.

Bei GSK GB0009252882 sackte der Kurs in London sogar um fast fünf Prozent ab. Die Anteile des Pharmakonzerns litten unter einem trägen Geschäft mit Impfstoffen. Vor allem der Verkauf der RSV-Impfung Arexvy entwickelte sich schwach. Aber auch das Geschäft mit Influenza-Impfungen lief deutlich schlechter als ein Jahr zuvor.

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