Zweifel, Trumps

Ölpreise ziehen an - Zweifel an Trumps Diesel-Deal hieven Brent über 110 Dollar

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 20:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Ölpreise sind am Freitag nach einem lange Zeit verhaltenen Handel deutlich angesprungen.

Kurz zuvor hatte eine Gruppe von US-Abgeordneten einen Gesetzentwurf eingebracht, um das Vorhaben von US-Präsident Donald Trump zu verhindern, mehr russischen Diesel auf die Weltmärkte zu bringen.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember kletterte erstmals seit Mai wieder über die Marke von 110 US-Dollar. Zuletzt notierte er wieder knapp darunter.

Viele Abgeordnete des US-Kongresses lehnen jegliche Maßnahmen ab, die es Russland erleichtern würden, Einnahmen etwas aus Diesel- oder Rohölverkäufen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine zu erzielen. Wenn nun weniger russischer Diesel auf den Markt gelangt, könnte dies zu einer stärkeren Nachfrage nach Rohöl führen, da Raffinerien in anderen Ländern ihre Produktion hochfahren, um mit der weltweiten Nachfrage Schritt zu halten.

Derweil bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter angespannt. In einem Interview mit dem Sender Newsmax hat Trump eine weitere Eskalation nicht ausgeschlossen. Analysten des Beratungsunternehmens Eurasia Group gehen eher davon aus, dass der Iran-Krieg in den kommenden Wochen weiter eskalieren dürfte. "Der Status quo der Konfrontation ist für die USA nicht länger tragbar", heißt es in einer Analyse.

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