Nikkei 225 schließt 1,79 Prozent tiefer bei 61.077,90 Punkten
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSTechnologiewerte belasten den Leitindex
- Der Nikkei 225 schloss am 5. November 2026 bei 61.077,90 Punkten und damit 1,79 Prozent tiefer.
- Verluste bei Advantest und Tokyo Electron belasteten den technologielastigen Index trotz breiter Kursgewinne.
- Fallende Ölpreise stützten andere japanische Sektoren, nachdem der Wahlausgang in den USA Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt geweckt hatte.
Der Nikkei 225 hat die Sitzung am Donnerstag, 5. November 2026, bei 61.077,90 Punkten beendet. Gegenüber dem Schluss der letzten abgeschlossenen Handelssitzung am Montag, 2. November, entspricht dies einem Minus von 1,79 Prozent. Der japanische Aktienmarkt war am Dienstag wegen eines Feiertags geschlossen; am Mittwoch endete der Nikkei 225 bei 62.188,63 Punkten.
Der datierte Schlussstand und die Veränderung wurden von JIJI PRESS mit Zeitstempel 15:31 Uhr japanischer Zeit veröffentlicht. Der breitere TOPIX stieg am selben Tag um 1,16 Prozent auf 3.940,39 Punkte. Damit entwickelte sich der marktbreitere Index deutlich besser als der technologielastige Nikkei 225.
Halbleiterwerte ziehen den Index nach unten
Nach Angaben von Reuters belasteten vor allem die Chipausrüster Advantest und Tokyo Electron. Ihre Aktien verloren im Handelsverlauf zeitweise 10,3 beziehungsweise 8,6 Prozent. Auch SoftBank stand unter Druck. Hintergrund waren Sorgen, dass ein stärkerer Einfluss der Demokraten in den USA den Ausbau von Rechenzentren verlangsamen und damit die bisher erwartete Dynamik im Geschäft mit künstlicher Intelligenz dämpfen könnte.
Die Schwäche einzelner Indexschwergewichte stand einer breiten Marktbewegung entgegen. Reuters zufolge legten 168 der 225 Nikkei-Werte zu, während 56 Titel nachgaben und eine Aktie unverändert blieb. Zu den stärkeren Bereichen gehörten Immobilien, Einzelhandel und Pharmawerte. Fast Retailing, der Betreiber der Uniqlo-Kette, gewann laut dem Bericht 7,9 Prozent. Toyota stieg vor der Veröffentlichung von Geschäftszahlen um 5,3 Prozent.
Ölpreise stützen konjunktursensible Bereiche
Rückläufige Ölpreise gaben importabhängigen japanischen Unternehmen zusätzlichen Rückenwind. Der Wahlausgang bei den US-Zwischenwahlen nährte zugleich Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt. Davon profitierten unter anderem Immobilien- und Einzelhandelswerte, während der Schifffahrtssektor wegen möglicher niedrigerer Frachtraten schwächer tendierte.
Der Schlussbericht beschreibt damit eine uneinheitliche Sitzung: Breite Kursgewinne reichten nicht aus, um den Druck auf die wenigen, hoch gewichteten Technologie- und Halbleiterwerte auszugleichen. Weitere Berichte zum Nikkei 225 finden Sie in unserer Themenübersicht.
