ROUNDUPAktien, New

New York: Wieder Verluste - Ölpreise und KI-Nachrichten belasten

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 17:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen haben die US-Börsen am Montag belastet.

Zudem trübten Negativ-Schlagzeilen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) die Stimmung insbesondere im Technologiesektor. ChatGPT-Entwickler OpenAI setzt nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aus.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 sank im frühen Handel um 0,7 Prozent auf 51.480 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 büßte 0,9 Prozent auf 7.671 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 1,7 Prozent auf 30.101 Punkte abwärts.

Enttäuschte Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran trieben die Ölpreise zu Wochenbeginn nach oben: Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kostete zuletzt 107 US-Dollar.

Vertreter aus den USA und dem Iran waren am Rande der UN-Generalversammlung in New York erstmals seit Monaten wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Kurz darauf wurde ein neuer iranischer Vorschlag zur Wiedereröffnung der Meeresstraße von Hormus bekannt, den US-Präsident Donald Trump allerdings ablehnte. Er rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran - laut dem Nachrichtenportal "Axios", das sich auf zwei regionale Quellen beruft, bereits ab diesem Montag.

Mit den steigenden Ölpreisen erhielten auch die Inflationssorgen der Anleger neue Nahrung, sodass die Renditen der als richtungweisend geltenden US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nach der jüngsten Pause ebenfalls wieder zulegten. Höhere Renditen am Anleihenmarkt aber verringern die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren.

Bei dem von OpenAI gemeldeten Zwischenfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte. Die Software hat jedoch laut OpenAI eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen gefunden und ausgenutzt. Das Training solle nun erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist. Der Zwischenfall sei zwar weniger gravierend als einige frühere, betonte OpenAI. Allerdings sei er der erste, seit die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke von OpenAI-Software auf die KI-Firma Hugging Face verschärft worden waren.

Aus der für Künstliche Intelligenz extrem wichtigen Halbleiterbranche sanken die Aktien von Micron US5951121038, Intel US4581401001, Qualcomm US7475251036 und ARM US0420682058 um bis zu 9,6 Prozent.

Beim Branchenprimus Nvidia US67066G1040 hingegen stand ein Plus von gut zwei Prozent zu Buche. Den Titeln half eine Meldung des Technologieportals "Information", dem zufolge Chinas Behörden erwägen, heimischen Unternehmen wie dem Online-Handelsriesen Alibaba KYG017191142 und dem Tiktok-Betreiber Bytedance den Kauf der neuesten Nvidia-Chips zu erlauben. Zudem erhöhte Nvidia sein Aktienrückkaufprogramm.

Die Titel des Social-Media- und Technologieriesen Meta US30303M1027 verloren mehr als vier Prozent. Der Jahre zurückliegende Datenschutz-Skandal um Cambridge Analytica brachte dem Facebook-Konzern eine frische Niederlage vor Gericht ein. Geschworene im US-Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Nutzer mit Blick auf Datenschutz und Redefreiheit in die Irre geführt wurden. Der zuständige Richter soll nun die Höhe der Strafe festlegen - und es könnte ein erheblicher Betrag werden.

Am Dow-Ende fielen die Papiere von Boeing US0970231058 um fast fünf Prozent. Der Flugzeugbauer fand einen neuen Software-Fehler bei seinem weit verbreiteten Modell 737 Max.

Disclaimer...

de | US2605661048 | ROUNDUPAKTIEN | boerse | 70193680 |