New York: Uneinheitlicher Wochenauftakt
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 17:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAnhaltend hohe Ölpreise sowie politische Turbulenzen und wachsende Sorgen um die öffentlichen Finanzen einiger Länder der Eurozone dämpfen die Risikobereitschaft der Anleger und drückten den Euro auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Frische US-Konjunkturdaten lieferten leicht positive Impulse. Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor - gemessen am Einkaufsmanagerindex ISM - ist im September weitgehend wie erwartet ausgefallen.
Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 sank am Montag zuletzt um 0,2 Prozent auf 51.087 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 legte um 0,4 Prozent auf 7.751 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 gewann 0,5 Prozent auf 30.962 Punkte und notiert damit nahe seines Rekordhochs vom vergangenen Freitag.
Eskalierende Schulproteste in Frankreich, die Sorgen vor einer zunehmenden politischen Instabilität schüren, sowie die hohe Verschuldung des Euro-Landes, das sich zu einem unpopulären Sparkurs durchgerungen hat, hatten zuletzt deutlich Druck auf den Markt für Staatsanleihen gebracht. Vor allem Schulden anfälligerer Länder der Euroregion sind betroffen. Zum Wochenbeginn spitzte sich nun die Lage in Spanien zu, nachdem Ministerpräsident Pedro Sánchez angesichts zunehmender sozialer Proteste wegen der Wohnungskrise vorgezogene Neuwahlen angekündigt hatte.
Die Aktien des KI-Chipherstellers Nvidia US67066G1040 stiegen um 1,3 Prozent. Der taiwanesische Nvidia-Partner Hon Hai hatte einen besser als erwartet ausgefallenen Quartalsumsatz gemeldet, was auf fortgesetzt hohe Investitionen in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) hindeutet.
Die Papiere von Intel US4581401001 büßten 1,8 Prozent ein. Börsianer verwiesen auf Medienspekulationen, wonach der taiwanesische Chiphersteller TSMC TW0002330008 eine mögliche Zusammenarbeit mit dem von Elon Musk initiierten Halbleiterprojekt Terafab prüfe. Bislang galt Intel als wahrscheinlicher Technologiepartner.
Für die Anteilscheine von Nike US6541061031 ging es um 3,0 Prozent abwärts. Zuvor hatte die Ratingagentur die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit des Sportartikelkonzerns mit negativen Aussichten von "A+" auf "A" abgewertet.
Die Titel des KI-Chipentwicklers Cerebras Systems US15675D1037 schnellten um 11 Prozent nach oben. Sam Altman, Vorstandschef des KI-Pioniers OpenAI hatte gesagt, dass Cerebras ein "enger Partner" von OpenAI sei und beide Firmen "intensiv daran arbeiten, die Grenzen der Geschwindigkeit zu verschieben".
Die PTC-Aktien US69370C1009 sprangen um 34 Prozent nach oben, nachdem der französische Technologiekonzern Schneider Electric FR0000121972 eine verbindliche Vereinbarung über den Kauf des Softwareunternehmens unterzeichnet hatte.
