Monero-Kurs unter Beobachtung: Geldfluss aus mutmaßlichem Krypto-Diebstahl
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 18:42 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSMonero zwischen Kurs und Datenschutz
- Bitquery verfolgte am 4. November 2026 einen mutmaßlichen Krypto-Diebstahl über 108,80 Millionen US-Dollar; ein Teil der Mittel gelangte über den Swap-Dienst Wagyu in Monero.
- Beim Abruf zeigte Investing.com für Monero 620,620 US-Dollar und eine Marktkapitalisierung von 11,74 Milliarden US-Dollar.
- Das Datenleck bei Wagyu betrifft laut den vorliegenden Berichten Swap-Aufträge und Verbindungsdaten, nicht die Monero-Blockchain selbst.
Der Monero-Kurs steht am 4. November 2026 zwischen spekulativer Nachfrage und neuen Datenschutzrisiken im Blickpunkt. Beim Abruf um 15:37:13 zeigte die von Investing.com gelesene Kursseite 620,620 US-Dollar. Die Seite wies zudem eine Marktkapitalisierung von 11,74 Milliarden US-Dollar, ein 24-Stunden-Volumen von 152,34 Millionen US-Dollar und Rang 11 aus. Eine verifizierte UTC-Tagesschlussbasis für den Vortag lag in den geprüften Kursdaten nicht vor; deshalb wird keine Tagesveränderung daraus abgeleitet.
Geldfluss führt teilweise zu Monero
Die On-Chain-Analyse von Bitquery datiert die beobachteten Bewegungen auf den 1. bis 4. November. Demnach verließen 108,80 Millionen US-Dollar in USDC Konten bei Kraken, Crypto.com und OKX und wurden über zahlreiche Wallets weitergeleitet. Bitquery identifizierte unter anderem einen Weg über den Swap-Dienst Wagyu in Monero. Der Anbieter betont zugleich, dass die Zuordnung der Wallets auf beobachtetem Verhalten beruht und nicht abschließend bestätigt ist.
Zum Stand 09:49 UTC am 4. November lagen laut Bitquery noch 42,59 Millionen US-Dollar in den dem mutmaßlichen Täter zugerechneten Ethereum-Adressen. Rund 70,9 Millionen US-Dollar waren demnach bereits über Börsen-Einzahlungen, Brücken, Soforttauschdienste und nicht etikettierte Wallets abgeflossen. Die Analyse nennt keine abschließende Summe, die sich in Monero befindet, weil dieser Teil der Transaktionsspur konstruktionsbedingt schwerer öffentlich nachzuverfolgen ist.
Datenschutz bleibt zweischneidiges Thema
Monero positioniert sich laut der offiziellen Projektseite als private und dezentrale Kryptowährung. Genau diese Eigenschaft kann für Nutzer ein legitimes Schutzversprechen sein, erhöht aber zugleich die regulatorische und reputative Sensibilität, wenn mutmaßliche Kriminelle XMR als Teil einer Verschleierungsroute nutzen.
Hinzu kommt ein berichtetes Datenleck beim Swap-Dienst Wagyu. Die vorliegenden Berichte nennen 4.580 Aufträge, bei denen öffentliche Einzahlungsdaten, Monero-Zieladressen und IP-Adressen verknüpft worden sein sollen. Das ist ein Risiko für betroffene Nutzer und für das Vertrauen in Dienstleister, stellt nach dem geprüften Sachstand aber keinen Angriff auf die Monero-Blockchain dar. Für Anleger bleibt damit entscheidend, die Entwicklung des Monero-Kurs nicht isoliert zu betrachten: Datenschutz-Nachfrage, Börsen- und Dienstleisterrisiken sowie mögliche regulatorische Reaktionen wirken in unterschiedliche Richtungen.
Weitere Beiträge und Kursinformationen zum Thema finden Sie auf der Monero-Themenseite.
