MOEX Russia vor dem Dienstagshandel: Erholung nach starkem Rückgang?
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:57 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSMOEX Russia vor dem weiteren Handel
- Der MOEX Russia schloss am 2. November bei 2.455,62 Punkten und verlor 2,28 Prozent.
- Für den 3. November erwarten Marktbeobachter eine volatile Handelsspanne zwischen 2.420 und 2.490 Punkten.
- Ölpreise, der Rubel und Fortschritte bei den geplanten Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA bleiben die wichtigsten Einflussfaktoren.
Der MOEX Russia geht nach dem kräftigen Rückgang vom Montag mit erhöhtem Schwankungsrisiko in den Dienstag, 3. November 2026. Der Bericht ist als Vorbericht für die noch laufende Moskauer Handelssitzung eingeordnet. In der Hauptsession am 2. November fiel der Index um 2,28 Prozent auf 2.455,62 Punkte, wie die Nachrichtenagentur TASS berichtete.
Deutlicher Rückgang zum Wochenauftakt
Der Abverkauf erfasste vor allem Öl- und Gaswerte, Versorger sowie den Metall- und Bergbausektor. TASS führte den Rückgang unter anderem auf fallende Ölpreise und Gewinnmitnahmen zurück. Gedämpft wurde der Druck auf die Exportwerte durch den schwächeren Rubel. Zu den schwächeren Einzelwerten gehörten unter anderem PhosAgro, Rusal und Tatneft. Diese Aktienbewegungen sind jedoch nicht mit einer eigenständigen Veränderung des Index gleichzusetzen.
Erholung bleibt von Signalen abhängig
Für die nächste Sitzung erwarteten von TASS zitierte Marktbeobachter eine Handelsspanne des MOEX Russia zwischen 2.420 und 2.490 Punkten. Ein nachhaltiger Rücklauf über 2.480 Punkte könnte die kurzfristige Stabilisierung unterstützen; zugleich gilt ein erneuter Test der Zone um 2.420 Punkte als möglich, falls der Druck auf Öl- und Exportwerte anhält.
Der russische Aktienmarkt reagiert derzeit stark auf externe Vorgaben. In einer Analyse vom 3. November verwies Finam auf die Erwartungen rund um mögliche Gespräche Russlands, der Ukraine und der USA am 10. und 11. November in Abu Dhabi. Konkrete Ergebnisse liegen damit noch nicht vor; der Markt dürfte daher auf neue Signale besonders empfindlich reagieren.
Öl und Rubel als Gegenspieler
Für die Exportwerte bleibt das Verhältnis zwischen Ölpreis, Exporterlösen und Rubelkurs entscheidend. Ein höherer Ölpreis wäre grundsätzlich unterstützend, wirkt aber bei einem gleichzeitig starken Rubel nicht automatisch positiv auf die in Rubel ausgewiesenen Einnahmen der Unternehmen. Finam ordnete die Lage deshalb als volatil und bis zum Eintreffen konkreter geopolitischer oder geldpolitischer Impulse eher defensiv ein.
Weitere Berichte und Entwicklungen zum MOEX Russia finden Anleger in der Themenübersicht.
