Siemens Healthineers, DE000SHL1006

Magnetom Free.Max von Siemens Healthineers - 80-Zentimeter-Öffnung für entspanntere MRT-Scans

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 12:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Magnetom Free.Max bietet als 0,55-Tesla-MRT von Siemens Healthineers eine 80-Zentimeter-Öffnung für Untersuchungen mit weniger Engegefühl im Klinikalltag. Wer Siemens Healthineers AG Aktien (ISIN DE000SHL1006) hält, sollte dieses Produkt kennen.

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Magnetom Free.Max steht im Untersuchungsraum, die große runde Öffnung leuchtet sanft, während eine Patientin vorsichtig die Finger über die glatte Kante des MRT-Tunnels gleiten lässt und einmal tief durchatmet. Der Radiologe erklärt ruhig, dass dieses System mit 80-Zentimeter-Öffnung mehr Platz bietet als klassische Scanner und die Untersuchung dadurch weniger eng wirkt.

Weite Öffnung und niedrige Feldstärke

Siemens Healthineers positioniert Magnetom Free.Max als 0,55-Tesla-MRT mit einer besonders großen Gantry-Öffnung von rund 80 Zentimetern, ausgelegt für Anwendungen, bei denen Bewegungsfreiheit und Patientenkomfort im Vordergrund stehen. Die Produktseite des Herstellers beschreibt, wie das reduzierte Magnetfeld mit moderner Bildrekonstruktion kombiniert wird, um in Alltagsindikationen wie Thorax, Abdomen oder muskuloskelettaler Bildgebung klinisch nutzbare Bilder zu liefern.

Im Gespräch auf einem Fachkongress erläuterte Dr. Bernd Ohnesorge, President Magnetic Resonance bei Siemens Healthineers, dass genau diese Kombination aus niedriger Feldstärke und digitaler Bildverarbeitung neue Spielräume eröffnen soll, etwa für Patienten mit Implantaten oder für Untersuchungen, bei denen Bewegung und Atmung bislang starke Artefakte verursachen. Die Magnetom-Free-Plattform ist auf kompakte Infrastruktur und geringere Energie- und Heliumanforderungen ausgelegt, wodurch Kliniken mit begrenztem Baubudget von einem leichter integrierbaren MRT profitieren können.

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Konkrete klinische Szenarien im Fokus

Im Alltag eines Radiologie-Zentrums zeigt sich der Unterschied etwa bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten, die bei einem konventionellen 60-Zentimeter-System oft Platzprobleme haben. Die größere Öffnung von Magnetom Free.Max erleichtert das Lagern und verringert den Druck auf Schultern und Brustkorb, was die Bereitschaft zur Untersuchung erhöht und die Zahl abgebrochener Scans reduzieren kann.

Auch bei Untersuchungen des Brustkorbs oder der Lunge, bei denen tiefe Atemzüge und kurze Atempausen nötig sind, kann die Kombination aus weiter Öffnung und niedriger Feldstärke hilfreich sein: Patientinnen liegen weniger eingeengt und können Anweisungen besser umsetzen. Radiologe oder MTRA stehen während der Vorbereitung direkt am Gerät, legen Spulen an und spüren, wie die leicht strukturierte Oberfläche der Lagerungselemente für sicheren Halt sorgt, ohne unangenehm hart zu sein.

Technische Kennzahlen und Infrastruktur

Magnetom Free.Max ist als 0,55-Tesla-System konzipiert und nutzt digitale Bildrekonstruktion mit KI-gestützten Algorithmen, um trotz niedriger Feldstärke diagnostisch verwertbare Kontraste zu erzeugen. Die frei zugänglichen technischen Informationen nennen eine kompakte Infrastruktur mit reduziertem Helium- und Energiebedarf: Im Unterschied zu Hochfeldsystemen mit 1,5 oder 3 Tesla benötigt der Magnet weniger Kryogen und kann in räumlich engen Umgebungen installiert werden.

Für Klinikleitungen ist der Aspekt der Gebäudekosten entscheidend. Ein MRT-Raum verlangt Abschirmung, Statikprüfung und oft aufwendige Umbaumaßnahmen. Magnetom Free.Max zielt darauf, die Anforderungen zu senken, indem Gerätedimensionen und Gewicht an Standorte angepasst werden, die bislang keinen MRT realisieren konnten. Radiologie-Betreiber können so eine zusätzliche Modalität anbieten, ohne einen kompletten Neubau zu planen.

Software-Ökosystem und Bildqualität

Neben Hardware betont Siemens Healthineers das Software-Ökosystem von Magnetom Free.Max. Die Plattform-Gedanke der Magnetom-Familie erlaubt es Radiologie-Teams, Arbeitsabläufe zu standardisieren, etwa durch Protokollbibliotheken, integrierte Patientendatenverwaltung und automatisierte Nachverarbeitung. Untersuchungsprotokolle lassen sich für typische Fragestellungen abspeichern, wodurch Untersuchungszeit optimiert werden kann.

Die Produktunterlagen heben hervor, dass Rekonstruktionsalgorithmen Bewegungsartefakte reduzieren und Kontrastanpassungen ermöglichen, um bei 0,55 Tesla möglichst klare anatomische Strukturen sichtbar zu machen. Radiologen beurteilen daraufhin, ob diese Bildqualität für konkrete Diagnosen reicht, etwa bei Gelenkbildgebung oder bestimmten Thorax-Indikationen, und entscheiden, ob ein ergänzender Hochfeld-Scan nötig ist.

Marktposition und Zielgruppen

Magnetom Free.Max richtet sich vor allem an kleinere Krankenhäuser, regionale Versorgungszentren und Netzwerke, die bislang kein MRT anbieten konnten oder bestehende Hochfeldsysteme entlasten wollen. Für Universitätskliniken und große Radiologie-Ketten ist das System interessant, um definierte Untersuchungen, bei denen höchste Feldstärke nicht erforderlich ist, auszulagern und dadurch die Kapazität der Spitzengeräte für komplexe Fälle freizuhalten.

Im Gespräch mit Klinikmanagern spielt auch die Energieeffizienz eine Rolle, weil steigende Stromkosten Investitionsentscheidungen beeinflussen. Ein System mit niedriger Feldstärke kann zur Senkung der Betriebskosten beitragen, wenn es für geeignete Untersuchungen eingesetzt wird. Gleichzeitig muss die Geschäftsführung sicherstellen, dass die Vergütungsstruktur der jeweiligen Gesundheitsmärkte die Investition trägt.

Aktienkontext und Bedeutung für Anleger

Für Privatanlegerinnen und Privatanleger, die sich die technologische Tiefe hinter den Siemens Healthineers Aktien anschauen, ist Magnetom Free.Max ein Beispiel dafür, wie das Unternehmen sein MRT-Portfolio segmentiert: Hochfeldsysteme und spezialisierte Forschungsscanner werden durch eine Linie ergänzt, die auf Zugänglichkeit, Infrastrukturfreundlichkeit und Patientenkomfort setzt. Solche Systeme tragen zu wiederkehrenden Umsätzen im Imaging-Segment bei und stabilisieren die Ertragsbasis über Wartungsverträge, Upgrades und Software-Lizenzen.

Magnetom Free.Max – harte Fakten

  • Produkt: Magnetom Free.Max
  • Hersteller: Siemens Healthineers AG
  • Kategorie: Klassische Bildgebung / MRT
  • Markteinführung: Nach 2020 im internationalen Klinikmarkt
  • UVP / Preis: Auf Anfrage je nach Konfiguration
  • Verfügbarkeit: International über Siemens Healthineers Vertriebsnetz
  • Zielgruppe: Kliniken, Radiologie-Zentren, Versorgungsnetzwerke
  • Besonderheit / USP: 0,55-Tesla-MRT mit 80-Zentimeter-Öffnung und ressourcenschonender Infrastruktur

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